18.04.2012 07:33 Absolute Vollendung zum Berliner Zehnjährigen:

Musik Klassik: Bruckners viersätzige "Neunte" mit Simon Rattle

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Von: EMI Classics

Er widmete sie „dem lieben Gott“, doch der Allmächtige ließ ihm nicht die Zeit, sein Werk zu vollenden: Als Anton Bruckner 1896 starb, hinterließ er seine letzte Sinfonie dreisätzig – das Finale war zum großen Teil nur skizziert. Seit Jahrzehnten ringen Wis-senschaftler darum, diese Neunte im Sinne des Meister-Sinfonikers zu vollenden. Die Berliner und New Yorker Aufführungen der vervollständigten, viersätzigen Fassung im Februar 2012, an der ein Wissenschaftler-Team fast 30 Jahre arbeitete, fällt mit einem besonderen Jubiläum zusammen: der zehnjährigen Partnerschaft von Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern.


„Die Philharmoniker spielen mit enormer Intensität, geführt von einem Dirigenten, der sich die ausgefuchsten Details dies-mal versagt und stattdessen den Riesenatem dieser Partitur souverän beschwört“, so die Berliner Zeitung. „Rattle bringt uns diese bekannte unbekannte Neunte … mit großer Zärtlichkeit näher“, schrieb der Tagesspiegel. „Wild ist sie und erschreckend, hebt Zeit und Raum aus den Angeln und leuchtet durch das Jüngste Gericht hin zur Auferstehung.“ „Bruckner wollte am Schluss Sonate, Fuge und Choral verbinden und als gläu-biger Katholik die Größe des allmächtigen Gottes darstellen“, so John Phillips, einer der Bruckner-Forscher. Rattle selbst erklärt: „Alles, was an diesem Finale merkwürdig ist, ist 100% Bruckner. Und wir sehen hier den Schrecken, die Furcht und die Passion, die er zu dieser Zeit durchlebte.“ Fazit: Rattles zweite Bruckner-Aufnahme mit den Berlinern (nach der Vierten) sorgt für eine Sensation.

VÖ 18. Mai 2012

 

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