21.05.2012 07:30 Magie statt Mathematik

Musik Jazz: No Reduce – Jaywalkin. Eine explosive Band mit dem Mut zum Risiko und einer Portion Teamgeist

Quelle: Uwe Kerkau Promotion

Von: Uwe Kerkau - 3 Bilder

New York ist nach wie vor das Mekka des Jazz. Dementsprechend gross ist die Magnetwirkung, welche die Millionenmetropole auf neugierige und waghalsige Jazzmusiker auf der ganzen Welt ausübt. Die helvetischen Exponenten des jungen Schweizer Jazz Christoph Irniger, Raffaele Bossard und Dave Gisler haben es nicht bei einer Pilgerfahrt nach New York bewenden lassen, sondern haben dort gemeinsam mit dem afroamerikanischen Ausnahmeschlagzeuger Nasheet Waits eine Band ins Leben gerufen, deren Musik eine Mischung aus Skyscraper-Euphorie und Strassenschlucht- Existenzialismus darstellt.

Dave Gisler beschreibt diese Band folgendermaßen: "Wir wollten eine
explosive Band gründen, mit der wir unsere musikalischen Visionen umsetzen können, um das Publikum in den Bann zu ziehen. Trotz der Tatsache dass kaum geprobt wurde, klingen wir erstaunlich homogen, wie eine gut eingespielte Band. Sehr frisch und verspielt."


Wenn Christoph Irniger über Musik im Allgemeinen nachdenkt, meint er: „Als Musiker muss man nicht versuchen sich ständig neu zu erfinden. Wenn alles stimmt erfindet die Musik den Musiker automatisch neu." Die vorliegenden Kompositionen tragen dieses Idiom sehr stark in sich. Alle Stücke
auf der Debut-CD von NoReduce entstanden im Frühling 2011 in New York. Da gibt es etwa die Stücke «The Slope» (Park Slope. In diesem Quartier in Brooklyn wohnte Irniger) und «Morningside Road» (an dieser Strasse wohnte Bossard), die als Hommagen an bestimmte Stadtgegenden verstanden werden können. "Die Morningside Road war für mich mein Rückzugsgebiet und meine
Arbeitsstätte. Viele Stunden, meistens nachts, war sie Zeuge meines Schaffens und verlieh mir auch die nötige Inspiration dazu." Auch Irniger spricht mit Zufriedenheit über seine Wohnadresse in New York: "Ich habe mich wohl gefühlt und ich habe mich gut gefühlt. Und ich habe das Gefühl, dass sich
die Menschen, die dort fest wohnen, gut fühlen. Einfach ein toller vibe."

«Playground» ist den Spielplätzen von New York gewidmet, wobei die Melodie die friedliche Stimmung dieser Orte reflektiert und das verspielte Schlagzeug das Freiheitsgefühl der Kids einfängt. «Dope Factory» ist von Gislers
Zimmernachbar inspiriert und versucht, den Zustand des Zugedröhnt-Seins mit Sounds nachzuzeichnen. Das Titelstück «Jaywalkin’» erinnert daran, dass die New Yorker Fussgänger die Strassen am liebsten bei rot überqueren ... No risk, no fun.

"Mit einer guten Portion Selbstvertrauen und etwas Naivität sind wir in dieses Projekt gestürzt. Dieses Risiko und die damit verbundene Abenteuerlust wurden mit einer für mich sehr ausdrucksstarken Aufnahme in hohem Masse
zurückbezahlt!", reflektiert Raffaele Bossard. „Eine Zeit in New York zu leben war für mich in diesem Sinne inspirierend, da diese Stadt einer jener Orte in dieser Welt ist, wo Leute kreativ und initiativ sind und in derer Kreativität auch eine gute Portion Idealismus und Naivität steckt“, ergänzt Irniger.


Das herausragende Merkmal der Band ist die geglückte Verbindung von Team-Geist und Individualismus, wobei Nasheet Waits die Vorlagen seiner helvetischen Kompagnons durch sein furioses, multi-dimensionales Spiel in die Interplay-Stratosphäre katapultiert. Es sei ihm wichtig, findet Irniger, mit Musikern zu arbeiten, mit denen alles möglich und alles erlaubt ist. Mitmusiker, die offen sind für Experimente und keine Berührungsängste mit unentdeckten Territorien haben. In den Mitmusikern von NoReduce hat er dies mit Bestimmtheit gefunden.


Gilgamesch (Held aus dem Gilgamesch-Epos) war zu einem Drittel menschlich und zu zwei Dritteln göttlich. NoReduce ist zu einem Viertel amerikanisch und zu drei Vierteln schweizerisch. Wie bei Gilgamesch, so lassen sich auch bei NoReduce die einzelnen Anteile zwar exakt quantifizieren, doch das Gesamtresultat hat mehr mit Magie als mit Mathematik zu tun. D.h.: Das Quartett NoReduce spielt einen Jazz, bei dem die Grenzen zwischen den Musikern transzendiert werden - so wird jeder zu einem Teil eines Ganzen, das grösser ist als die Summe der Einzelteile.

 

VÖ 18.5.2012

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