23.07.2017 08:46 Starke Identität und Authentizität

Musik Jazz: Karen Souza brilliert mit unaufdringlichen, aber souveränen Jazzsongs auf HOTEL SOUZA

Karen Souza entdeckt ihr Talent als Jazz Chanteuse

Souzas zweites Album konfrontiert den Hörer mit einem außergewöhnlich ambitionierten Songreigen. Bild 1-3: Karen Souza Quelle: Uwe Kerkau Promotion

Karen Souza hat Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday als Vorbilder

Karen Souza glaenzt mit brillant nuancierte Jazzsongs auf zweitem Album

Album Hotel Souza der Saengerin Karen Souza erscheint am 5. Juli 2013

Bild 4: Album "Hotel Souza" ©

Von: GFDK - Uwe Kerkau

Ihr verführerisches, nahezu geheimnisvoll wirkendes Timbre kannte man bislang nur von diversen House- und Electro-Projekten, bei denen sie unter Psydonym gesungen hat. Die gebürtige Argentinierin Karen Souza ist eine Künstlerin, die den Geist ihrer großen Vorbilder wie Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday wieder auferstehen lässt.

Es ist erstaunlich, dass es einiger Umwege bedurfte, bevor Karen Souza ihr Talent als Jazz-Chanteuse entdeckt hat.

„Karen Souza besitzt nicht nur eine der besten neuen Stimmen unserer Zeit, sie ist auch eine höchst anspruchsvolle Performerin und eine Bühnenpersönlichkeit, bei der ich das Gefühl habe, dass sie zu jenen großen Sängerinnen gehört, die Geschichte schreiben können. Sie passt harmonisch perfekt zwischen Marlene Dietrich und Nina Simone.“ Dieses überschwängliche Lob stammt von keinem Geringeren als José Carlos Sanchéz, seines Zeichens Chef von Warner Music in Spanien.

Nun denn, wer „Hotel Souza“, das zweite Album in der noch jungen Karriere der argentinischen Sängerin Karen Souza, aufmerksam hört, wird tatsächlich mit einem außergewöhnlich ambitionierten Songreigen konfrontiert.

Das sind alles brillant nuancierte Jazzsongs, die gerade deswegen rundum überzeugen, weil sie so unaufdringlich sind und zugleich ungemein souverän wirken. Das liegt in erster Linie an der feinfühligen Gesangsperformance von Karen Souza, die es versteht, mit ihren delikaten Phrasierungen eine ganz eigene musikalische Poesie zu kreieren.

Musik einer wahren Jazz-Chanteuse

„Hotel Souza“ entstand in Los Angeles unter der Ägide des renommierten amerikanischen Filmmusikkomponisten Joel McNeely, der zahlreiche Soundtracks für Disney komponiert, aber auch schon mit Größen wie Peggy Lee, Tony Bennett und Al Green gearbeitet hat. Für „Hotel Souza“ fungierte er als federführender Produzent, dessen Arrangements von weit mehr als einem Dutzend Spitzenmusiker, also durchaus als Big Band ausgerichtet, kongenial umgesetzt wurden.

Bereits im Vorfeld der Albumaufnahmen war Karen Souza für einige Monate nach Los Angeles gegangen, um dort mit einigen renommierten Songwritern zusammenzuarbeiten, darunter die mehrfach für einen Grammy nominierte Pamela Oland.

Schnell hat Souza unter der kalifornischen Sonne dazugelernt und hat schließlich mit der Ausnahme der drei Cover alle Songs gemeinsam mit Pam Oland und dem argentinischen Produzenten und Komponisten Dany Tomas geschrieben. Gerade diese Co-Autorenschaft gibt dem Album eine starke Identität und Authentizität.

Schon der Opener „Paris“ wartet mit cineastisch anmutenden Klängen und einer vokalistischen Anmut auf, die als weltläufig bezeichnet werden muss. Karen Souza, die zuletzt in Japan in dem renommierten Jazzclub Blue Note aufgetreten ist, hat sich in Europa ebenso viele Fans gemacht wie in Südamerika und Asien. Und sie weiß ihre Songs stilistisch durchweg klug zu variieren.

So ist „Break My Heart“ eine geradlinige und sehr eindringliche Pianoballade, die gut und gerne auch aus der Feder eines Randy Newman stammen könnte.

Sanfte Swing-Nummern wie „Delectable You“ und „Full Moon“ wechseln sich ab mit schlafwandlerisch schwebenden Pianoballaden wie „Night Demon“ und „Wake Up“. Das verführerische, nahezu geheimnisvoll wirkende Timbre von Karen Souza kommt natürlich bei so klassisch anmutenden Kompositionen wie „I've Got It Bad“ mit am besten zur Geltung, während sich „Lie To Me“ wiederum spielend mit den besten Songs von Norah Jones messen kann.

Von den drei phantastischen Coverversionen, der aus dem Great American Songbook stammenden „My Foolish Heart“, Antonio Carlos Jobims berühmter Bossa Nova „Dindi“ und Marvin Gayes Soulklassiker „I Heard It Through The Grapevine“, mag man kaum eine besonders hervorheben, fügen sich doch alle Songs schlüssig zu einem rundum überzeugenden Album von international hochkarätigem Format zusammen.

Es ist erstaunlich, dass es einiger Umwege bedurfte, bevor Karen Souza ihr Talent als Jazz-Chanteuse entdeckt hat. Bekannt geworden ist sie als Vokalistin diverser House- und Electro-Projekte. Vor einigen Jahren gastierte die blonde Sängerin mit dem dunkel-samtenen Timbre noch unter Pseudonymen auf Dancefloor-Compilations von Pacha Ibiza, Fashion TV, Privé, Hotel Costes und Paris Dernier.

Doch es war ein Jazzprojekt, das ihr zum Sprungbrett ihrer Solokarriere geraten sollte. Für die Compilation „Jazz And The '80s“, der das Konzept zugrunde lag, einfühlsame Jazzinterpretationen von Pop- und Rockklassikern jener Dekade zusammenzustellen, wählte sie Culture Clubs „Do You Really Want To Hurt Me?“ aus. Es folgten zwei weitere Compilations mit Hits der 80er sowie entsprechende Pendants zu den 70ern und 90ern.

Aus all den Coverversionen, die Karen Souza gemeinsam mit dem Cooltrane Quartet aufnahm, das mittlerweile auch ihre Begleitband bei ihren Tourneen ist, entstand das Debütalbum „Essentials“.

Ein Dutzend superber Coverversionen im galanten Jazzgewand. Von CCR („Have You Ever Seen The Rain“) und Ian Dury („Wake Up And Make Love With Me“) bis hin zu Police („Every Breath You Take“) und Radiohead („Creep“) reichte die Palette der unterschiedlichsten Vorlagen, die sich Karen Souza mit der Unterstützung des Cooltrane Quartets ganz zu eigen machte.

Mit „Hotel Souza“ ist die Sängerin aus Buenos Aires jetzt aber den entscheidenden Schritt weiter gegangen. Mit diesem superben Album kann sich Karen Souza nun als eine durch und durch eigenständige Jazzkünstlerin einen Namen machen, eine Künstlerin, die sich hinter ihren großen Vorbildern wie Sarah Vaughan, Peggy Lee und Billie Holiday kaum mehr verstecken muss.


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