05.12.2012 07:30 Ray Brown - Einer der einflussreichsten Kontrabassisten

Musik Jazz: In der "JAZZPLUS"-Reihe werden zwei Alben aus den 60er Jahren auf einer CD wiederveröffentlicht - “Ray Brown With The All-Star Big Band” & “Ray Brown/Milt Jackson”

Musik Jazz: Zwei Originalalben aus den 60er Jahren in der "JAZZPLUS"-Reihe auf einer CD wiederveröffentlicht - “Ray Brown With The All-Star Big Band” & “Ray Brown/Milt Jackson”

Bild 1: Ray Brown, Coverfoto © Universal Music

Bild 2: Album "Jazzplus: With The All Star Big Band" © Universal Music

Von: GFDK - Universal Music - 2 Bilder

Der 2002 gestorbene Ray Brown gilt noch heute als einer der einflussreichsten Kontrabassisten, die der Jazz je hervorgebracht hat. An der Seite von Dizzy Gillespie war er in den 1940er Jahren einer der Pioniere des Bebop, begleitete danach die großartige Ella Fitzgerald (mit der auch von 1947 bis 1952 verheiratet war) und war lange Jahre treibende Kraft des Oscar Peterson Trios.

Darüber hinaus begleitete er in seiner Karriere Stars wie Frank Sinatra, Billy Eckstine, Tony Bennett, Sarah Vaughan und Nancy Wilson. Doch auch unter seinem eigenen Namen legte der Bassist eine beeindruckende Reihe von Alben vor. In der “JAZZPLUS”-Reihe werden nun zwei Alben, die Brown in den 1960ern mit All-Star-Formationen für Verve Records aufnahm, zusammen auf einer CD wiederveröffentlicht: “Ray Brown With The All-Star Big Band” und “Ray Brown/Milt Jackson”.

“Dass Ray Brown und Julian Adderley sich zusammengetan haben, um eines der einnehmendsten Bigband-Alben der letzten Jahre zu produzieren, ist kaum verwunderlich”, schrieb Leonard Feather 1962 in den Linernotes zu “Ray Brown With The All-Star Big Band”. “Angesichts ihrer Qualifikationen stand der Erfolg dieser Allianz von vornherein fest. Sie besitzen dieselben musikalischen Gene. Beide sind in gewissem Sinn Erben von Charlie Parker, Männer, deren späte Adoleszenz (in den Mittvierzigern) von einer Jazzrevolution - der Ankunft des Bebop - belebt wurde, die ihnen dabei half, ihren Stil zu formen, und sie schließlich nach New York führte, wo sie die Statur von Poll-Siegern und globale Anerkennung erwarben.” Auf “Ray Brown With The All-Star Big Band” kann man die beiden Legenden unter der Leitung von Ernie Wilkins mit etlichen anderen Musikern ähnlich hohen Kalibers erleben: Darunter die Pianisten Tommy Flanagan und Hank Jones, die Trompeter Clark Terry, Ernie Royal, Nat Adderley und Joe Newman, Tenorsaxophonist Yusef Lateef sowie die Posaunisten Jimmy Cleveland, Britt Woodma und Melba Liston.

Dieser exzellenten Besetzung stand auch jene des drei Jahre später aufgenommenen Albums “Ray Brown/Milt Jackson” in Nichts nach. Brown und Jackson hatten sich Mitte der 1940er Jahre kennengelernt, als sie zum kleinen Zirkel der Musiker gehörten, die mit Dizzy Gillespie und Charlie Parker den Bebop aus der Taufe hoben. Hier sind sie nun mit einer Bigband zu hören, für die Oliver Nelson und Jimmy Heath maßgeschneiderte Arrangements zu Originalen von Oscar Peterson, John Lewis, Jimmy Heath, Jimmy Woods und natürlich den beiden Session-Leadern lieferten. Neben Ray Brown und Milt Jackson setzen sich u.a. die Trompeter Ernie Royal und Clark Terry, Altsaxophonist Phil Woods, Pianist Hank Jones und Schlagzeuger Grady Tate glänzend in Szene.

Die CDs der “JAZZPLUS”-Serie bieten jeweils zwei Originalalben eines Künstlers auf einer CD. Aber auch die anderen Aspekte der preiswerten Edition, die Einspielungen für legendäre Jazzlabels wie Verve, Mercury, Prestige, Riverside u.v.a. präsentiert, können sich sehen und hören lassen: Alle Aufnahmen wurden neu digital von den Originalbändern remastert, viele Alben erscheinen hier erstmals auf CD oder waren lange nicht mehr erhältlich. Außerdem beinhalten die Booklets komplette Faksimiles der beiden Original-LP-Artworks, sowie natürlich alle diskographischen Angaben zu den Aufnahmen.


Hörprobe:

http://www.jazzecho.de/musik/jazz-cds/album/product:184148/with-the-all-star-big-band-ray-brown-milt-jackson

 

 

Quelle: http://www.jazzecho.de/