05.08.2012 07:26 zwischen Orient und Okzident

Musik Jazz: Grenzgängern zwischen traditioneller arabischer Musik und zeitgenössischem Jazz. Masaa mit Freedom Dance

Quelle Uwe Kerkau Promotion

Von: Uwe Kerkau Promotion - 3 Bilder

Dämmerung zwischen den Zeiten – der Wechsel vom Tag zur Nacht – nur einen Moment. Spielerisch bewegt sich Masaa zwischen Orient und Okzident, zwischen Vertrautem und Fremden. Mit Reiseeindrücken und Erinnerungen im Gepäck, werden die Musiker im kammermusikalischen Rahmen zu Grenzgängern zwischen traditioneller arabischer Musik und zeitgenössischem Jazz. Dabei stehen der Gesang und die improvisierten Gedichte im Mittelpunkt.

Als Fremder bleibt man mit seinem Gesagten dem Anderen fremd, sich selbst aber vertraut. Jedoch ist die Sprache ja Trägerin des Versuchs, einander zu verstehen: durch sie/mit ihr tritt der Mensch in Interaktion, will sich mitteilen, sich verständlich machen, verstehen. Bei Masaa – arabisch für „Abend“ – ist die Musik eine Form einer eigenen Sprache: als Verbindung zwischen dem gesprochenen Gesang und der Musik transportieren die Musiker Geschichten, Emotionen, gar ganze Welten. Musik wird zur Übersetzerin der Welten. Diese Welten finden als gegensätzliche Stimmen aus Jazz, arabischer Musik und einer Vielzahl anderer musikalischer Einflüsse bei Masaa zusammen: sie ziehen sich an, greifen Episoden auf, erzählen einander, verschmelzen miteinander, stoßen sich wieder ab.

Der Sänger Rabih Lahoud betrachtet es als eine große Chance, Elemente der traditionellen arabischen Musik mit Elementen der europäischen Jazzmusik vor dem authentischen Hintergrund seiner Herkunft zu verbinden. Aus diesem Grund sucht und findet das Projekt MASAA die Gemeinsamkeiten der beiden musikalischen Welten und verbindet diese miteinander.

Deutlich wird dies insbesondere in den Bereichen Sound und Rhythmik von MASAA.

Sound: In jazzverwandter Musik ist ein natürlicher Klang, der die Feinheiten der Instrumente vermittelt, seit Langem das Ideal. So wird beispielsweise das Streichen über das Fell einer Trommel oder der Anschlag einer präparierten Klavierseite mit einem Filzschlägel als akustisches Erlebnis in Szene gesetzt.

Rhythmik: Besonders in der arabischen, aber auch in der westlichen Musik haben ungerade Taktarten mittlerweile einen hohen Stellenwert. Sie haben nicht nur eine erfrischende Wirkung sondern erschaffen einen Flow, der einzigartig ist.

Neben Sound und Rhythmik, findet die Improvisation sowohl im Jazz als auch in der orientalischen Musik ihren Platz. Eine der musikalischen Ideen von MASAA liegt deshalb darin, die eigenen Stücke als Ausgangspunkt zu betrachten und sie bei jedem Aufführen in Abhängigkeit von Konzertsaal und Publikum durch Improvisation neu entstehen zu lassen.

Durch die eigens geprägte Stilistik gelingt es Masaa, sich den üblichen Klischees von Orientalismen zu entziehen. Vielmehr kann man die Musiker dabei beobachten, wie sie aus der Fülle ihrer persönlichen Welten ein poetisch-musikalisches Mosaik entwerfen, das die Vielfalt des Lebens einfängt.

Masaa entwirft Momentaufnahmen aus Geschichten und Erinnerungen: ein Bild entsteht, um wieder zu zerfallen und sich erneut zu formen. Die Band wagt den Versuch, das Fremde zu berühren, ohne es einzuverleiben und damit zu zerstören, und dabei die Differenzen zwischen den Fremden – Jazzmusik und arabischer Traditionsmusik – aufzugreifen und diese harmonisch zu verbinden. Denn es geht nicht um die Überwindung des Fremden, sondern um ein Zusammenleben aller Fremden: dass wir erkennen, dass wir es alle sind.

Rabih Lahoud studierte Komposition,klassisches Klavier, klassischen Gesang sowie Jazz-Gesang. Mit westlicher Musiktradition ebenso vertraut, wie mit der Musikkultur seiner arabischen Heimat, interessiert ihn die Ambivalenz zwischen Orient und Okzident. Mit Markus Stockhausen gründete er die Band ETERNAL VOYAGE, mit der er 2009 eine CD veröffentlichte und u. a. in der Kölner Philharmonie auftrat.

Der Trompeter Marcus Rust entdeckte bei einem längeren Aufenthalt in Indien seine Leidenschaft und Interesse an traditioneller Musik fremder Kulturen. Diese prägen u. a. auch die Arbeit mit dem Organisten Christian Grosch im Duo ZIA. Die Musiker widmen sich dabei der Verbindung von Jazz und traditioneller Musik verschiedener Kulturen und Jazz im Kirchenraum.

Der Pianist und Komponist Clemens Pötzsch beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Verbindung traditioneller Folklore und modernen Spielformen des Jazz. Als Kind sorbischer Vorfahren ist er vor allem von traditioneller slawischer Musik geprägt und integriert diese in seiner Band SLAVICON.

Demian Kappenstein, Schlagzeuger und Percussionist, veröffentlichte im letzten Jahr mit dem RING ENSEMBLE eine CD, bei der die Musiker seines Jazztrios RING mit einem Ensemble historischer Saiteninstrumente zusammenarbeiteten. Mit seinem Soloprogramm TRAVEL SUITE verarbeitet er Erfahrungen von seinen Reisen durch Länder wie etwa den Kosovo, Taiwan, Türkei, Mazedonien oder Israel.

Live 2012

Di, 21.08.2012 21:00 Berlin B-Flat

Mi. 22.08.2012 20:00 Schwerin Klangwert

Fr, 07.09. 2012 22:00 Stuttgart Kiste

So,16.09. 2012 17:00 Pohrsdorf bei Dresden Saxstall

Mi,19.09. 2012 19:00 Laage (bei Rostock) Stadtkirche

Do,20.09. 2012 20:00 Berlin Haus der Sinne

Fr, 21.09. 2012 20:00 Schwerin Klangräume Christiane Trost

6.-17.10. Libanon Tournee

Sa,03.11.2012 22:00 Berlin A-Trane (im Rahmen des Jazzfestivals Berlin)

So,04.11.2012 22:00 Berlin A-Trane

So, 11. Nov. 2012 21:00 Rostock Peter-Weiß-Haus

Mo, 12. Nov. 2012 19:00 Rendsburg Christkirche

Tourdaten werden weiter aktualisiert

 

 

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