30.11.2012 07:34 mächtig swingende Arrangements

Musik Jazz: "Ella sings Broadway & Rhythm Is My Business" - Zwei Alben erstrahlen als Teil der JAZZPLUS-Reihe in neuem Glanz und zeigen Ella Fitzgeralds Stimme in voller Blüte

Musik Jazz: "Ella sings Broadway & Rhythm Is My Business" - Zwei Alben erstrahlen als Teil der JAZZPLUS-Reihe in neuem Glanz und zeigen Ella Fitzgeralds Stimme in voller Blüte

Bild 1: Ella Fitzgerald © Herman Leonard

Bild 2: Album "Ella sings Broadway" © Universal Music

Von: GFDK - Universal Music - 2 Bilder

Als Ella Fitzgerald 1962 die beiden Alben “Ella Sings Broadway” und “Rhythm Is My Business” für Verve aufnahm, befand sie sich zweifellos im Zenit ihres Könnens. Fünf Grammys hatte sie in den unmittelbar vorangegangenen Jahren für ihre von Norman Granz produzierten Verve-Veröffentlichungen erhalten, allein drei davon für Alben der legendären “Songbook”-Reihe (“Duke Ellington Songbook”, “Irving Berlin Songbook” und “George And Ira Gershwin Songbook”).

Und für “Ella Swings Brightly With Nelson” sollte 1962 ein weiterer Grammy folgen. Dass “Ella Sings Broadway” und “Rhythm Is My Business”, die nun in der “JAZZPLUS”-Reihe zusammen auf einer CD wiederveröffentlicht werden, bei den Grammy-Verleihungen leer ausgingen, qualifiziert diese Alben aber keineswegs ab. Genauso erging es in diesen Jahren schließlich auch populären Meilensteinen wie “Porgy And Bess” und “Ella Wishes You A Swinging Christmas”.

Ella Sings Broadway” war, so schrieb DownBeat 1963 in einer Rezension, “eine perfekte Ergänzung zu Fitzgeralds klassischer Serie mit ‘Songbook’-Alben”. Mit einem von Marty Paich geleiteten und arrangierten Orchester sang Ella Songs aus den acht erfolgreichen Broadway-Musicals “Brigadoon” (1947),“South Pacific” (1949), “Guys And Dolls” (1950), “Me And Juliet” (1953), “Pajama Game” (1954), “Damn Yankees” (1955), “My Fair Lady” und “The Most Happy Fella” (beide 1956) ein. Material, das von den renommierten Songwriter-Gespannen Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II, Alan Jay Lerner und Frederick Loewe, Richard Adler und Jerry Ross sowie Frank Loesser stammte. “Ellas Enthusiasmus und temperamentvoller Gesang dominieren diese ausgelassene CD”, urteilte der All Music Guide Jahrzehnte später.

In die zu diesem Zeitpunkt bereits vergangene Ära der Bigbands kehrte Ella Fitzgerald dagegen mit “Rhythm Is My Business” zurück. Diesmal war ihr Hauptpartner der Rhythm’n’Blues-Organist Bill Doggett, der für eine prominent besetzte Bigband (mit u.a. Phil Woods, Ernie Royal, Melba Liston, Kai Winding, Hank Jones, Mundell Lowe und George Duvivier) mächtig swingende Arrangements schrieb. “Es ist offensichtlich, dass Ella sich hier höllisch vergnügt”, meinte Benny Green in den Original-Linernotes des Albums. “In den letzten paar Jahren hatte sie nicht oft die Chance, sich in einer solchen musikalischen Umgebung zu messen, und sie ergreift die Gelegenheit mit beiden Händen.” Der All Music Guide kam zu dem Schluss: “Ellas Stimme stand in voller Blüte und das Repertoire ist exzellent.”

Die CDs der “JAZZPLUS”-Serie bieten jeweils zwei Originalalben eines Künstlers auf einer CD. Aber auch die anderen Aspekte der preiswerten Edition, die Einspielungen für legendäre Jazzlabels wie Verve, Mercury, Prestige, Riverside u.v.a. präsentiert, können sich sehen und hören lassen: Alle Aufnahmen wurden neu digital von den Originalbändern remastert, viele Alben erscheinen hier erstmals auf CD oder waren lange nicht mehr erhältlich. Außerdem beinhalten die Booklets komplette Faksimiles der beiden Original-LP-Artworks, sowie natürlich alle diskographischen Angaben zu den Aufnahmen.

 

Hörprobe:
http://www.jazzecho.de/musik/jazz-cds/album/product:183988/sings-broadway-rhythm-is-my-business

 

 

Quelle: http://www.jazzecho.de

Weiterführende Links:
http://www.ellafitzgerald.com/