14.04.2012 07:23 Jazz-Virtuose

Musik Jazz: Bill Carrothers „Family Life“ - eine konkrete Hommage an Ehefrau, Kinder, Hund und nicht zuletzt an das ländlich abgeschiedene Leben in Michigan

(c) Edel/Pirouet

Von: Hasko Witte

Die einen finden’s stressig, die anderen gemütlich – und wieder andere reden nicht darüber. Der Pianist Bill Carrothers aber macht Musik daraus, und zwar eine besonders innige. Gemeint ist: das Familienleben. „Family Life“ ist die erste bei Pirouet Records erscheinende Solo CD des 1964 geborenen amerikanischen Pianisten. Es ist ein Album, in der die konkrete Hommage an Ehefrau, Kinder, Hund und nicht zuletzt an das ländlich abgeschiedene Leben in einer dünn besiedelten Landschaft in Michigan, unweit riesiger Seen, sich zu einer wunderschönen Reise in die Vorstellungswelt der Hörer weitet. Der international gefeierte Pianist, dessen Pirouet-Doppel- CD mit Live-Aufnahmen aus dem New Yorker Club „Village Vanguard“ zuletzt für viel Aufhorchen gesorgt hat, spielt hier Stücke voll zarter Schönheit und entführt mit 15 Tracks in unerwartete Stimmungen. Der alte englische Song „Scarborough Fair“ gibt die feine, symbolkräftige Richtung vor, und der Hafenromantik-Schlager „Harbour Lights“ klingt völlig anders als einst bei Elvis oder Bing Crosby.

Viele Abstufungen haben Licht und Schatten in den Stücken  dieses introvertierten Jazz-Virtuosen. Wie ein sanfter Sog ist das musikgewordene „Familienleben“ weit draußen in der Natur – und als Hörer möchte man bald dazugehören. Stress? Von wegen! Klangzauber voll innerer Ruhe.

 

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