31.01.2014 08:20 Elf berührende Klavierstücke im neuen Klang

Musik: Harfinistin Lavinia Meijer ließ sich von Ludovico Einaudi für ihr Album "Passaggio" inspirieren

Lavinia Meijer veroeffentlicht neues Album Passaggio mit Harfenspiel

Lavinia Meijer beeindruckt durch ihr einfühlsames und verzauberndes Harfenspiel. Bild 1+2 © Lavinia Meijer “Passaggio” – Einaudi by Lavinia © Corbino

Lavinia Meijer ist Harfenistin

Lavinia Meijer interpretiert auf ihrer CD Einaudi

Bild 3: Album "Passaggio" © Sony Classical

Von: GFDK - Romy Nitz - 3 Bilder

Die niederländische Star-Harfenistin Lavinia Meijer ist auf der ständigen Suche nach neuem und außergewöhnlichem Repertoire für ihr Instrument. Nach ihrer Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Minimalisten Philip Glass inspirierte sie ein Treffen mit dem vielfach preisgekrönten, italienischen Komponisten Ludovico Einaudi zu ihrem neuen Album.

Elf berührende Klavierstücke hat sie von ihm für die Harfe arrangiert. Im Vorfeld zu den Aufnahmen stand Einaudi ihr mit wertvollen Tipps zur Seite. „Er hob vor allem die Spontanität und den Flow seiner Musik hervor“, erinnert sich Meijer. Auch diesen natürlichen „Flow“, dieses Fließende hat die Ausnahmeharfenistin nun bei ihrem Einaudi-AlbumPassaggio“ magisch umgesetzt, mit dem sie zugleich ihr Debüt bei Sony Classical gibt.

Zu den ausgewählten Stücken gehören etwa das romantische „Le Onde“ von Einaudis erstem Klavieralbum, mit dem er 1996 seinen weltweiten Ruf als Komponist begründete. Seine minimalistische, sanfte Klangsprache findet sich zudem in „Una Mattina“, das auch als Soundtrack zum Film „Ziemlich beste Freunde“ berühmt wurde, sowie in „Nuvole Bianche“. In dem Titelstück „Passaggio“ gibt es gar Anklänge von Volksmusik. „Es sind alles Werke, die etwas Persönliches in mir auslösen“, so Lavinia Meijer. „Und ich fühle mich wie eine Singer / Songwriterin, die eine persönliche Geschichte erzählt, bei der das Publikum an meinem Leben teilhat“.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Wie einfühlsam und verzaubernd Meijer hier ihre Harfensaiten zum Klingen bringt, hat auch Einaudi mehr als nur beeindruckt. „Sie ist eine gefühlvolle und intelligente Künstlerin“, so der Italiener über die niederländische Musikerin, deren Wurzeln in Korea liegen. Im Alter von neun Jahren begann Lavinia Meijer mit dem Harfenspiel. Heute gehört sie zu den Großen an diesem Instrument und hat Konzerte etwa in der New Yorker Carnegie Hall und im Wiener Musikverein gegeben.

Die mit zahlreichen Wettbewerbspreisen ausgezeichnete Musikerin verfügt über ein riesiges Repertoire von Bach über Debussy bis hin zur zeitgenössischen Moderne. Darüber hinaus beschäftigt sie sich intensiv mit Jazz, Pop und elektronischer Musik. Bei aller Neugier für die unterschiedlichen Klangfacetten ist Lavinia Meijer wichtig, dass Musik sie emotional und spirituell berührt. Genau das hat Einaudi mit seinen Werken geschafft, wie sie unterstreicht: „Seine Musik spricht durch meine Finger und meine Harfe zu mir und übersteigt alle Begrenzungen.“

 

 

Romy Nitz
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