07.10.2011 06:02 übertragen von Friedrich Schiller

Theater in Köln: PHÄDRA-Ein Trauerspiel in fünf Akten am 8.10.2011

(c) Wikipedia

Von: Schauspiel Köln

In Troizene, auf der griechischen Halbinsel Argolis. Phädra, die zweite Frau des Athener Königs Theseus, liebt ihren Stiefsohn Hippolytos. Schon lange. Ihre Liebe versteckt sie hinter vorgetäuschtem Hass. Doch je mehr sie sich dagegen wehrt, desto größer werden Liebe und Verzweiflung. Sie gilt als rätselhaft erkrankt, niemand weiß, warum sie zusehends dahinsiecht.

Sie will sterben. Als Phädra die Nachricht erhält, ihr Gatte Theseus sei tot, wagt sie es, ihrem Stiefsohn die Liebe zu gestehen. Hippolytos weist sie zurück, er liebt verbotener Weise seine Kusine Aricia, die zu einem verfeindeten Familienzweig gehört, und die er im Auftrag seines Vaters bewachen soll. Als der tot geglaubte Theseus zurückkehrt, spitzen sich die Ereignisse zu.

Phädra weiß keinen anderen Ausweg, als den Stiefsohn eben jenes Verbrechens anzuklagen, dessen sie sich schuldig gemacht hat: Ihre Vertraute soll dem König sagen, dass sein Sohn in ehebrecherischer Absicht sie entehrt habe. Theseus verflucht seinen Sohn. Am Ende wird Hippolytos zu Tode geschleift, stürzt sich die Vertraute ins Meer und vergiftet sich Phädra.

In seiner »Phädra«, uraufgeführt am 1. Januar 1677 im Hôtel de Bourgogne in Paris, greift Racine auf zwei antike Vorbilder zurück, auf Euripides »Hippolytos« (428 v. Chr.) und auf Senecas »Phädra« (62-65 n. Chr.) und schafft mit diesem Stück das unbestrittene Meisterwerk der Französischen Klassik. Für Racine ist seine »Phädra« „vielleicht das Vernünftigste, das ich auf die Bühne gebracht habe“. Die Raserei der Liebe, die Wucht der Leidenschaften siegen unkontrollierbar im Kampf mit der Vernunft.

Kontakt

Schauspiel Köln
Offenbachplatz
50667 Köln
Tel.:0221-221 28256

petra.franke@remove-this.stadt-koeln.de