26.03.2013 08:42 Viel Musik zum Jubiläum

Konzerte im Frankfurter Hof Mainz: Nouvelle, Chanson, Polyphonie, Gypsy Jazz, afrik. Griot zur deutsch-französischen Freundschaft

Konzerte im Frankfurter Hof in Mainz zur deutsch-franzoesischen Freundschaft

Konzerte im Frankfurter Hof in Mainz zur deutsch-franzoesischen Freundschaft.

Von: GFDK - Andreas Fauser - 5 Bilder

Mainz und Frankreich hatten schon immer eine leidenschaftliche Beziehung – mal Freund, mal Feind, mal erobert, mal unterworfen, mal geliebt, mal gehasst. Mit der Unterzeichnung des Élysée-Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich am 22. Januar 1963 wurde diese Beziehung gefestigt und auf offizielle Beine gestellt. 2013 feiern das „Land der Dichter und Denker“ und „La Grande Nation das 50jährige Jubiläum. Und Mainz naturellement mit dabei.


Der Frankfurter Hof steuert – wie sollte es auch anders sein – jede Menge Kultur bei. Bislang sechs Konzerte zeigen den ganzen kulturellen Reichtum unseres Nachbarlandes sowie seiner heutigen und ehemaligen „Satelliten“ - mit freundlicher Unterstützung des Kultursommers Rheinland-Pfalz und des Hauses Burgund in Mainz.

Vom französischen Herzland rund um Paris und Tour, über die Randbezirke des Hexagons wie Korsika und Lothringen bis hin nach Mali und die Komoren - von Weltmusik bis Soul, von Folk bis Jazz, von Pop bis zur „afrikanischen Volksmusik“.

„Wir möchten zeigen, wie vielfältig und außergewöhnlich die Kultur oder, besser gesagt, die Kulturen unseres Nachbarlandes sind, “ erklärt Kulturdezernentin Marianne Grosse. „Frankreich ist nicht nur  Jaques Brel, Rotwein und Tour de France. Frankreich ist auch Imany, Guavensaft und Brocciu.  Zum Jubiläum, sollte man alle schönen Seiten seines Partners kennen – nicht nur die altbekannten,“ so Grosse.


Los geht es am 3. April mit dem Konzert von I Muvrini, der bekanntesten Musikgruppe Korsikas. Sie wurde 1977 gegründet und besteht aus den Brüdern Alain Bernardini, Jean-François Bernardini und weiteren Musikern. Im Kurfürstlichen Schloss präsentiert die Gruppe ihr neues, achtzehntes Album „imaginà“. Ende April, 26.4., steht dann die südfranzösische Newcomerin Imany auf der Bühne des Frankfurter Hofes. Ihr Album „The Shape Of A Broken Heart“  hat gleich alle Feuilletons bezaubert:  „geht direkt in die Seele“ sagt der Focus und die Cosmopolitan findet es „Märchenhaft“.

Die Kritiker-Gilde ist sich einig: Mit Nadia Mladjao, wie Imany bürgerlich heißt, geht gerade ein neuer Stern am Soul- und Folk-Himmel auf. Die „Master Drummers of Burundi“ trommeln sich am 7. Mai in die Herzen und Beine der Mainzer und beweisen damit: Französisch kann auch einen treibenden Rhythmus haben. Am 23. Mai dann Bassekou Kouyate. Der malische Musiker ist Leiter der Gruppe Ngoni Ba und wurde als Modernisierer der Musik der westafrikanischen Griots (der singenden Geschichtenerzähler von Westafrika) bekannt. Er beherrscht die drei- oder viersaitige gezupfte Langhals-Spießlaute  wie kein anderer.


Am 7. Juli folgt die in ganz Europa durch ihren Song „Je veux“ bekannte Nouvelle-Chanson-Sängerin ZAZ, bevor dann am 21. Juli Frankreichs bekannteste Sängerin Patricia Kaas den Deutsch-Französischen Reigen beendet. Wenn sie auf der Zitadelle Lieder der Piaf singt, dann ist Frankreich wieder da angekommen wo man es kennt. „Aber das ist die Musik, die wirklich jeder von uns mit unserem Nachbarn  Frankreich verbindet,“ verdeutlicht  die schon von Vorfreude erfüllte Kulturdezernentin Marianne Grosse. „Frankreich wie wir es kennen und lieben trifft auf den unbekannten Nachbarn. Eine tolle Art 50 Jahre Élysée-Vertrag zu feiern.“

 

50 Jahre dt.-franz. Freundschaft

3.4. I Muvrini (Kurfürstliches Schloss)
26.4. Imany (Frankfurter Hof)
7.5. Master Drummers of Burundi (Frankfurter Hof)
23.5. Bassekou Kouyate (Frankfurter Hof)
7.7. ZAZ (Zollhafen)
21.7. Patricia Kaas (Zitadelle)

 

 

 

 

Andreas Fauser
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