01.05.2017 15:39 konzert-highlight

Highfield Festival: da rockt der Osten - die Toten Hosen mit dabei

Highfield-Festival

Die Toten Hosen sind nicht einfach nur eine Band, sondern ein Stück Musikgeschichte. Auf dem Highfield-Festival sind sie wieder mit dabei. (c) Veranstalter

Von: GFDK - FKP Skorpio

Vom 18. bis 20. August geht am Störmthaler See bei Großpösna die Post ab. Mit dabei sind dieses Jahr die Toten Hosen, die lassen es ordentlich krachen beim Highfield Festival im beschaulichen Osten.

Die Toten Hosen sind nicht einfach nur eine Band, sondern ein Stück Musikgeschichte. Wer sonst hätte es jüngst geschafft, mit einem Track namens "Unter den Wolken" an die Spitze der Singlecharts zu schießen und dafür von Reinhard Mey persönlich gelobt zu werden? Die beispiellos gute Verbindung aus intelligenten Texten und treibenden Riffs hat auch nach 35 Jahren Bandgeschichte immer noch unzählige Fans - und zwar längst auch dort, wo man sie nicht vermutet.

Silbermond rockt mit

Auch Silbermond schreiben (Band-)Geschichte, sind regelmäßige Gäste in den Charts und singen Texte, die bleiben. Für das Quartett aus Sachsen wird das Highfield ein Heimspiel. Und auch die beiden Weltenbummler von Milky Chance sind mittlerweile überall zuhause: Ihr unverwechselbarer Folktronica-Sound hat über das Internet die ganze Welt erobert – dass die beiden Kasseler die Geburtstagsparty vom Highfield nicht verpassen wollen, freut ihre deutschen Fans umso mehr.

Less Than Jake stammen zwar aus Florida, haben in Deutschland aber eine zweite musikalische Heimat gefunden: Ihr Ska-Punk steht hier wie überall hoch im Kurs, und das seit rund 25 Jahren „Blood, Sweat and Beers“. Die Indie-Pop-Sensation Von Brücken ist dagegen noch jung, hat mit „Weit weg von fertig“ aber gezeigt, dass Indie-Pop im Duett nicht zwangsweise in die melancholische Singer-Songwriter-Schublade gehört. Sowohl auf dem Album als auch auf den Bühnen der Republik machen die beiden ordentlich Bambule – unbedingt mittanzen!

Auch Von Wegen Lisbeth sind live genauso tanzbar wie hörenswert: Das Quintett ist für musikalische und instrumentale Experimente bekannt, die in Ohren und Beine gehen: Der Name ihres aktuellen Albums „Grande“ ist in ihrer Musik und Karriere Programm. Dieses Prädikat würde auch Rapper Fatoni gefallen, der weder sich noch andere allzu ernst nimmt. Der Münchner mit Schauspielausbildung versteht eine Menge von Sprache, seine Punchlines schlagen daher gerne mal doppelt zu.

Love A haben ebenfalls Spaß an intelligenter Provokation: Ihr kommendes Album trägt den Titel „Nichts ist neu“ – was ihre Fans den versierten Post-Punkern allerdings keine Sekunde glauben dürften. Dasselbe gilt für die aktuelle Platte „Betrüger“ von Milliarden, die Rock als Gesamtkunstwerk inszenieren und spätestens live klarstellen, dass die vermeintlichen Betrüger musikalisch richtig was auf dem Kasten haben.

Das gilt genauso für Van Holzen: Knackige Riffs, Bass auf den Punkt und eine Extraportion Pathos geben den jungen Rockern aus Ulm ordentlich Rückenwind. Ihr neues Album „Anomalie“ beweist, dass sie schon jetzt wie alte Hasen klingen – zumindest, wenn sie das wollen.

Zur Sache geht es auch bei Kolari: Die Hamburger Formation liefert feinsten Post-Hardcore und ist im Studio ebenso fließig wie auf der Bühne - erst kürzlich haben sie die britischen Alternative-Ikonen von Pulled Apart By Horses supportet.

Musikfestival Highfield

Musikfans, die dieses Line-up erleben möchten, sollten sich beeilen: Tickets für 139,- Euro gibt es nur noch bis Mittwoch, den 3. Mai. Danach kosten die Tickets 159,- Euro inklusive Müllpfand und Vorverkaufsgebühr.

Weiterführende Links:
http://www.highfield.de/
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