20.06.2012 07:56 New Yorker Formation mit neuem Album unterwegs

Grizzly Bear - Die Grenzgänger zwischen Folk & Elektronik kommen ende Oktober/Anfang November nach Hamburg, Berlin und Köln

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Von: GFDK - MLK

Das New Yorker Quartett Grizzly Bear löst auf atemberaubende Weise die Grenzen zwischen vielstimmiger Folkmusik, psychedelischem Rock und elektronischen Elementen auf. Damit hat sich die Band aus Brooklyn eine ganz eigene kreative Nische geschaffen.

Ihre außergewöhnliche Art der Genreverschmelzung trifft dies- und jenseits des Atlantiks auf wachsenden Erfolg: Ihr letztes, drittes Album Veckatimest erreichte in den USA Platz 8 der Billboard Charts und zählt zu den wichtigsten Alben des Jahres 2009. Derzeit arbeiten sie am Nachfolger, der für September erwartet wird.

Zwischen dem 30. Oktober und 2. November kommen Grizzly Bear mit dem neuen Material zu Konzerten in Hamburg, Berlin und Köln nach Deutschland.

Grizzly Bear sind in ihrer achtjährigen Geschichte zu einer der außergewöhnlichsten Formationen in der aktuellen US-amerikanischen Rockszene gereift. Gestartet Anfang des Jahrtausends als Ein-Mann-Projekt des von Boston nach New York umgesiedelten Songwriters Edward Droste, erschien 2004 das Debüt Horn Of Plenty, das Droste noch größtenteils alleine aufnahm. Auf Anhieb begeisterte er die Kritiker:

Die reine atmosphärische Kraft dieser Songs reicht aus, um den Hörer vollkommen zu hypnotisieren, urteilte der Rolling Stone. Im Zuge erster Live-Anfragen rekrutierte Droste nach und nach eine Band, deren Line-up bestehend aus Drummer Christopher Bear, Gitarrist Chris Taylor und Bassist Daniel Rossen bis heute Bestand hat.

2006 erschien das zweite Album Yellow House, das die erste Veröffentlichung in Europa markierte. Hierfür gingen sie eine Verbindung mit dem britischen Label ?Warp? ein, das sonst ausnahmslos elektronische Künstler unter Vertrag nimmt. Ein weiteres Indiz für ihre Einzigartigkeit.

In der Folge tourten sie mit Kollegen wie TV On The Radio und Radiohead, allesamt Fans von Grizzly Bear. Radiohead-Gitarrist Johnny Greenwood kündigte ihre Shows im Vorprogramm mehrfach mit den Worten an: Und jetzt hört ihr meine absolute Lieblingsband. Ein Ritterschlag für jeden progressiven Musiker.

Nachdem sie mit den ersten beiden Platten das Feuilleton und die Insider bereits für sich einnehmen konnten, landeten Grizzly Bear mit Veckatimest einen echten Hit. Das Album platzierte sich in zahlreichen europäischen Ländern hoch in den Charts, in der Liste der Alben des Jahres landete das Werk unter den Spitzenplätzen, darunter Platz 1 im Wall Street Journal, Platz 6 in der New York Times und Platz 8 im Time Magazine.

Die große Kunst von Grizzly Bear liegt nicht nur im geschmeidigen Verknüpfen zahlreicher Stile. Sie schaffen es zudem, ihrer stets überraschenden Musik zwischen Folk, epischem Psychedelic Rock und progressiven elektronischen Komponenten den notwendigen Pop-Touch zu verleihen. Selten gingen Experiment und Breitentauglichkeit eine derart aufregende Liaison ein.

Nachdem Daniel Rossen Ende 2011 mit der Solo-EP Silent Hour/Golden Mile reüssierte, auf der er deutlich Folk-getriebenere Songs vorstellte, haben Grizzly Bear zu Beginn des Jahres die Arbeiten am nächsten Album aufgenommen, das im September erscheinen soll. Es wäre überraschend, wenn es nicht den endgültigen internationalen Durchbruch für diese vier cleveren und hoch sympathischen Musiker bedeutete.

Links

grizzly-bear.net