18.01.2013 09:42 "Kraftwerk" vom 11. bis 20. Januar in Düsseldorf

Düsseldorfer Legenden - Die weltweit gefeierten Elektro-Pioniere Kraftwerk lassen es krachen

Die Gruppe Kraftwerk bei ihrem Auftritt am Freitag, 11. Januar, in der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz. Foto Andreas Endermann

Die Gruppe Kraftwerk bei ihrem Auftritt am Freitag, 11. Januar, in der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz. Foto Andreas Endermann

Gemeinsame Veranstaltungen: (v.l.): Rainer Pennekamp, Vorstandsmitglied der Stadtwerke Düsseldorf, Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung, Dirk Matejovski, Heinrich-Heine-Universität und Werner Lippert, Direktor des NRW-Forums, Foto: Stadtwerke Düsseldorf

Gemeinsame Veranstaltungen: (v.l.): Rainer Pennekamp, Vorstandsmitglied der Stadtwerke Düsseldorf, Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung, Dirk Matejovski, Heinrich-Heine-Universität und Werner Lippert, Direktor des NRW-Forums, Foto: Stadtwerke Düsseldorf

Von: GFDK - Düsseldorf.de

Die weltweit gefeierten Elektro-Pioniere Kraftwerk führen ihr Gesamtwerk im Januar 2013 in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf auf. Vom 11. bis zum 20. Januar 2013 stellen sie mit der Konzertreihe "Der Katalog - 1 2 3 4 5 6 7 8 " an zehn Abenden jeweils eines ihrer legendären Musikalben ins Zentrum. Ergänzt wird jede Performance durch eine Auswahl an weiteren Kompositionen aus dem Gesamtwerk.

Nach weltweiten Konzerterfolgen ist das Programm in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen der erste Auftritt von Kraftwerk in Düsseldorf seit 1991. Die acht Konzerte sowie die nachgeschobenen zwei Zusatzauftritte waren bereits kurz nach Vorverkaufsbeginn restlos ausverkauft.

Der von Kraftwerk seit den frühen siebziger Jahren entwickelte Electro-Sound hat in den folgenden Jahrzehnten gleichsam als Klang des digitalen Zeitalters die verschiedensten Musikstile wie Electro, Synthpop, Hip-Hop und insbesondere Techno in der ganzen Welt beeinflusst. Mit speziell für die Auftritte entwickelten 3D-Video-Projektionen sind die Konzerte von Kraftwerk ein Gesamtkunstwerk aus Bild und Ton und damit ein Teil der Kunst- und Museumswelt geworden. Aufgrund ihrer großen Seltenheit gelten Kraftwerk-Konzerte als ganz besondere Ereignisse.

Aber auch wer kein Glück hatte bei der Jagd nach Kraftwerk-Konzertkarten kann die Band erleben. So eröffnet am 11. Januar das NRW-Forum im Ehrenhof im Obergeschoss eine Galerie-Ausstellung mit Arbeiten des Fotografen Peter Boettcher, der seit 20 Jahren die Auftritte von "Kraftwerk" dokumentiert. Unter dem Titel "Kraftwerk Roboter" sind mehr als 30 zum Teil großformatige Arbeiten zu dem zentralen Kraftwerk-Thema versammelt: der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 20. Januar.

Außerdem wird analog den Kraftwerk-Konzerten im New Yorker MoMA im April 2012 aus Anlass der Konzertreihe in der Kunstsammlung eine deutschsprachige 8 x CD-Box mit dem Titel "Der Katalog" aufgelegt: Die Box wird für kurze Zeit - limitiert auf 3.333 Stück für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz - erhältlich sein, Das LP-formatige Box-Set "Der Katalog" enthält die KRAFTWERK-Alben "Autobahn", "Radio-Aktivität", "Trans Europa Express", "Die Mensch-Maschine", "Computerwelt", "Techno Pop", "The Mix" und "Tour De France2" in der 2009er-Remaster-Fassung, jeweils mit acht großformatigen Booklets.

Auf eine ganz andere Art setzt sich ein wissenschaftliches Symposium unter der Leitung von Prof. Dirk Matejovski, Direktor Institute for Media and Culture Studies (Heinrich-Heine-Universität) mit dem Schaffen von Kraftwerk auseinander: Der eintägige Kongress zum Start der Konzertserie am 11. Januar will die ästhetischen Konzepte sowie die Wirkungsgeschichte der Band aus verschiedenen Blickwinkeln der Medien-Kulturanalyse in den Blick nehmen.

So hätten die Kraftwerker immer wieder "intermediale Grenzüberschreitungen in das Gebiet der bildenden Kunst vollzogen". Als erste wissenschaftliche Veranstaltung in Deutschland zur intermedialen Deutung der Elektronik-Gruppe wird das Symposion in der Kunstsammlung am Grabbeplatz insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen Popmusik und bildender Kunst beleuchten.

www.duesseldorf.de