23.04.2014 09:00 2. bis 17. Mai 2014

blurred edges, das Festival für aktuelle Musik in Hamburg, fördert den kulturellen Austausch

Nyx Sonnenhunde geben Konzert beim blurred edges Festival

blurred edges schafft als Plattform Aufmerksamkeit und immer wieder gibt es überraschende Momente, die sowohl das Publikum als auch die Künstler nachhaltig beeindrucken. Bspw. mit einem Konzert von Nyx - Sonnenhunde. Bild 1+2 © Sarah Bernhard

Nyx Sonnenhunde machen Stimmung auf Konzerten

Nika Son geben Konzert beim blurred edges Festival

Nika Son / Itamoc © Sarah Bernhard

Von: GFDK - Anika Väth

Das Hamburger Produzenten-Festival blurred edges (engl. verwischte Ränder) eröffnet vom 2. bis 17. Mai 2014 zum neunten Mal in Folge den Dialog vielfältiger ästhetischer Positionen aktueller Musik. Mit 46 Veranstaltungen agiert das Festival als große Plattform des Austausches und der Vernetzung von lokalen sowie internationalen Künstlern, Ensembles und der Öffentlichkeit. Während der 16 Tage weitet sich blurred edges auf 28 sehr unterschiedliche Orte in Hamburg aus.

Improvisation zulassen

blurred edges wird von keiner übergeordneten Instanz kuratiert, sondern vielmehr mit Anspruch an Offenheit und Vielfalt von einem fünfköpfigen Team koordiniert. Gregory Büttner, Heiner Metzger, Michael Maierhof, Alexander Schubert und Gunnar Lettow stellen in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Spielstätten die notwendigen Verbindungen zwischen Musikern, Lecture-Performern und Visual-Artists her. Sie möchten die Freisetzung neuer Kräfte ermöglichen, jedoch nicht diktieren. Es ist relativ ungewöhnlich, dass die Künstler selbst auch zu Veranstaltern werden, so wie es bei blurred edges gehandhabt wird. Das Koordinations-Team legt lediglich einen Zeitrahmen, einen Möglichkeitsraum, fest, in dem sich sehr viele verschiedenartige Strömungen bündeln oder eben vielleicht doch für sich alleine bleiben. blurred edges schafft als Plattform Aufmerksamkeit und immer wieder gibt es überraschende Momente, die sowohl das Publikum als auch die Künstler nachhaltig beeindrucken.

„Das Besondere an unserem Festival sind die vielfältigen Optionen der beteiligten Musiker, die bei blurred edges auch als Veranstalter agieren: Sie einigen sich auf ein Konzertprogramm, entscheiden selbst darüber, welche Musiker sie einladen und suchen eigenständig einen Raum, mit dem sie ihr Projekt realisieren können. Festivalbesucher können dadurch während der zwei Wochen neue Räume bei einmaligen Konzerten in Hamburg entdecken und, die ‚edges‘ der Szenengänger werden etwas weicher.“, sagt Heiner Metzger

Das Experiment glückt! blurred edges entfaltet sich nun schon beinahe seit zehn Jahren erfolgreich und schafft jedes Jahr spannende und interessante Reibungsflächen.

Festival in Deutschland

„Der Reiz eines Produzenten-Festivals gegenüber einem kuratierten Festival liegt im Unvorher- sehbaren. Diese Art der Organisationsstruktur, die die direkten Verbindungen der veranstaltenden Musiker nutzt, passt konzeptionell perfekt zu der dargebotenen, experimentellen Musik. blurred edges ist Jahr um Jahr in jeder erdenklichen Faser ein einziges Experiment, das schon zahlreiche Akzente in der nationalen und internationalen Szene der aktuellen Musik setzen konnte“, so Gregory Büttner.

Vielfalt ist Programm: Underground trifft Avantgarde

Der Gedanke von verwischten Rändern und unklaren Grenzen durchzieht das Festival auf meh- reren Ebenen, denn blurred edges bricht starre Musik-Kategorien auf, verschmilzt ihre Grenzen und macht fließende Übergänge sichtbar. Die Veranstaltungen changieren zwischen Komposition und ergebnisoffener Improvisation, analogen und elektronischen Sounds, Fieldrecordings, Lectures, Uraufführungen, Performances und Klangexperimenten. Es eröffnen sich vor allem Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven, z. B. mit Peter Cusack, Bonnie Jones, Rije Nakaima, Andrea Neumann, People Like Us, aber auch bereits existierende Werke von Komponisten wie Peter Ablinger, John Cage, Alvin Lucier, Terry Riley oder Jennifer Walshe werden interpretiert.

„Wir legen uns nicht auf ein Festival-Thema fest, denn blurred edges will Hamburg und sein künstle- risches Potential auf breitester Basis erkunden und mit internationalen Gästen bereichern. blurred edges ist enorm fragil, abenteuerlich, riskant und gleichzeitig über alles Maßen spannend, alles ist möglich.“, sagt Michael Maierhof

Hamburgs Orte erkunden und die Wahrnehmung schärfen

blurred edges zieht ganz Hamburg in seinen Bann, denn es findet im ganzen Stadtraum statt. Folgende Venues werden 2014 bespielt: · Baustelle eins · Bunkerrauschen · Centro Sociale · Forum Neue Musik in der Christianskirche · Frappant e.V. · Freie Akademie der Künste · FSK Radio Studio 1 · Galerie Neuffer · Gängeviertel · GEDOK-Kunstforum · Golden Pudel Club · Golem · Hafenbahnhof · Hochschule für Musik und Theater · Hörbar · Kirche der Stille · Kraniche bei den Elbbrücken · Kul- turdeich Veddel · Künstlerhaus Frise · Kunstverein in Hamburg · Linker Laden · Mojo Club · Music Motorradclub · Nochtspeicher · Projekthaus · Vorwerkstift · Wartehäuschen Döns im Museumshafen Oevelgönne · Westwerk

Festival in Hamburg

„Wir schicken unsere Festivalbesucher auf Entdeckungsreise. Ziel ist es, ihre Sinne zu weiten und Offenheit für Neues zu schaffen. Es geht darum, die gewohnte Umgebung zu verlassen und einen Perspektivenwechsel stattfinden zu lassen. Raus aus der gewohnten Umgebung, hin zu neuen Ein- drücken!“, so Gunnar Lettow.

Ticket und Festivalpass

Auch dieses Jahr wird es wieder einen hochwertig gestalteten Festival-Pass geben, mit dem alle Veranstaltungen zum Vorzugspreis von 45,00 Euro, also 1,00 Euro pro Konzert, besucht werden können. Verkaufsstelle: Hanseplatte Neuer Kamp 32 – 20357, Hamburg Tel: 040 28 57 01 93 E-Mail: shop@hanseplatte.de

Einzeltickets können ausschließlich an der Abendkasse erworben werden.

Musik gegen Spende

Um so viele Grenzen wie möglich aufzuheben, dürfen einige Konzerte sogar kostenfrei oder per Spende besucht werden.

Musik von:

Aardvark · Peter Ablinger · Katrin Achinger · Frauke Aulbert · Rita Balta · Moxi Beidenegl · Florian Berg- mann (Berlin) · Luciano Berio · C.J. Boyd (USA) · Nikolai Brücher · Ido Bukelman (Israel) · Gregory Büttner · Ofer Bymel (Israel) · John Cage · Angélica Castello (New York) · Lin Chen · George Crumb · Danny Clay · Jelena Dabic · Dato Lug · Daniel Davidovsky (Israel) · Decoder Ensemble · Java Delle · Dirk Dhonau · Joe Dog · Duo Soie · Phil Durrant (London) · EFT · Moritz Eggert · Ensemble This Ensemble That (Ba- sel) · Karlheinz Essl · Ditterich von Euler-Donnersperg · Hans Faloppen · Franceso Filidei · Bernhard Fograscher · Fo[u]r Alto · Christoph Funabashi · Jan Feddersen · Ferdinand Försch · Xiao Fu · Eli Gras (Barcelona) · Thomas Gerwin · Sibylla Giger (Zürich) · Andy Giorbino · Ninon Gloger · Ulli Götte · Stefan Goreiski · Frank Gratkowski (Berlin) · Michael Haase · Georg Hajdu · Reinhart Hammerschmidt (Bremen) · Lars Hansen · Harsh Noise Orchester · Hanna Hartman · Ulrike Herzog · Edgar Herzog · Jörg Hochapfel (Berlin) · Robin Hoffmann · Bill Hsu (San Francisco) · HSV · John Hughes · Leopold Hurt · René Huthwel- ker · Jennifer Hymer · Georgia Ch. Hoppe · Ich Dieb Ich · Daria-Karmina Iossofova · Industroika (Brüssel) · Hans-Christian Jaenicke · Jetzmann · Jiku55 · Maria Jiku (Kyoto / Berlin) · Bonnie Jones (Baltimore) · Si Jones (Liverpool) · James Joslin · Joachim Kamps · Peter Kastner · katarakt Allstars · Marianne Kipp · KKN Trio · Robert Klammer · Klimperlise (Preetz) · Heiko Klotz (Kiel) · Oliver Knussen · Peter Köszeghy · Nicola Kruse · Bernhard Lang · Jörn Laut · Sascha Lino Lemke · Gunnar Lettow · Ulla Levens · Alexei Lubimov · Alvin Lucier · Björn Lücker · Timo van Luijk (Brüssel) · Lyd (Kopenhagen) · Michael Maierhof · Birgit Maschke · Luciano Maggiore (Bologna) · Melanie Mehring · Ignacio Mendez · Heiner Metzger · Helge Meyer · Joern Moeller · Harald Münz · Tristan Murail · Rie Nakaima (London) · Thomas Niese · An- drea Neumann (Berlin) · Helmuth Neumann · Nelly Boyd & Gäste · Dan Nulty (Liverpool) · Morten Olsen · Thomas Österheld · Paak · Marianthi Papalexandri-Alexandri · People Like Us (London) · Michael Pe- termann · E. Peters (Bremen) · Rolf Pifnitzka · Piho Hupo · Enno Poppe · Chad Popple · Felix Raeithel · Raphael Raut · Maru Rieben (Bern) · Terry Riley · Guy Saldanha · Giancinto Scelsi · Carola Schaal · Julian Schäfer · Wolfgang Schliemann (Wiesbaden) · Heidrun Schramm (Berlin) · Jonathan Shapiro · Erek Siebel · Dante De Silva · Valentin Silvestrov · Sonata Rec · Spur · Manfred Stahnke · Stark Bewölkt Quartett · Ash Steel (Liverpool) · Simon Steen-Andersen · TinaZAHRT · James Tenney · Daniel Dominguez Teruel · Jens Tolksdorf (Kiel) · TonArt Ensemble · Go Tsushima (Osaka / Berlin) · Birgit Ulher · Mindaugas Urbaitis · Dafne Vicente-Sandoval (Paris) · Alejandro Vinao · Jennifer Walshe · David Wallraf · Ming Wang · Ben- jamin Weidekamp (Berlin) · Christian Weidner (Berlin) · Ansgar Wilken · Hannes Wienert · André Witt- mann · Jan van Wissen (Amsterdam) · Krischa Weber · Ulrich Kodjo Wendt · wotwot · Frank Zabel · Sven Zimmermann (Kiel) sowie Alumni & Studierende der HfMT und die Dj‘s: Difficult Music, Dj Miss Hawaii.

Installationen, Lectures, Visuals, Lesung von:

Emilia Badalà (Italien) · Katrin Bethge · Peter Cusack (London) · William Engelen (Holland) · Geoffrey Farmer · Nico · Marion Gretchen Schmitz · Tintin Patrone · Heiko Wommelsdorf.

 

 

 

Pressekontakt

Anika Väth

email. hello@anikavaeth.com