20.11.2013 09:20 Mahler Orchestra debütiert unter Yoel Gamzou

Yoel Gamzou ist erstmals in Kassel - Musik als Kommunikationsform mit dem Mahler Orchestra

Yoel Gamzou, der israelisch-amerikanische Dirigent.

Yoel Gamzou, der israelisch-amerikanische Dirigent debütiert mit der Mahler Orchester in Kassel. Fotos. (c) IMO

International Mahler Orchestra IMO

Am 13. Dezember gibt das von Yoel Gamzou gegründete International Mahler Orchestra (IMO) erstmals ein Konzert in Kassel.

Von: GFDK - Juliane Clobes

Kassel,- Das International Mahler Orchestra (IMO) gibt sein Kasseler Debüt am 13. Dezember 2013. Yoel Gamzou, 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel, wird ab 20 Uhr am Pult  in der Kasseler Stadthalle stehen. Auf dem Programm des dreiteiligen Konzertes stehen bekannte und weniger bekannte Stücke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Gustav Mahler, Claude Debussy und Nino Rota.

“Das Kasseler Publikum hat mich vergangene Spielzeit überaus herzlich aufgenommen. Deshalb ist es mir eine besondere Ehre, mit dem International Mahler Orchestra in der Stadt auftreten zu können”, freut sich Gamzou. Das IMO wurde 2006 vom jetzigen Ersten Kapellmeister des Kasseler Staatsorchesters gegründet. “Das Publikum erwartet einen besonderen Abend. Denn ich werde das IMO gemeinsam mit Marco Zeiser Celesti, Chordirektor am Staatstheater, dirigieren.

Das International Mahler Orchestra debütiert unter Yoel Gamzou in Kassel

Außerdem haben wir Samuel Kramer, Gewinner des hessischen U21 Poetry Slam, gewinnen können. Er wird den Abend mit poetischen Gedichtbeiträgen bereichern. Alternativ, spontan und alternierend zur Musik wird das einen spannenden und abwechslungsreichen Kontrast zum musikalischen Programm aufbauen”, so Gamzou.

Qualität durch gemeinsame Verantwortung

Der israelisch-amerikanische Dirigent stellt wie immer in den Konzerten des IMO die Musik als Kommunikationsform in den Mittelpunkt. Gamzou sieht Musik nicht als Einbahnstraße vom Orchester ins Publikum, sondern als Dialog zwischen beiden. Der Austausch ist dem IMO-Chefdirigenten wichtig – deshalb lädt er die Zuhörer schon vor dem Konzert zu den Proben ein:

Dienstag, 10 Dezember, bis Freitag, 13. Dezember, weitere Informationen unter office@internationalmahlerorchestra.com. Karten für das Konzert sind im Vorverkauf im Internet unter www.ADticket.de erhältlich, telefonisch unter der Rufnummer 0180-6050400  und an der Abendkasse in der Kasseler Stadthalle.

Programm

• Johann Sebastian Bach – Auswahl aus der 2. Suite für Violoncello Solo BWV 1008
• Gustav Mahler – Adagietto aus der 5. Symphonie
            Gedichtbeitrag – Samuel Kramer
• Claude Debussy – Danse Sacrée, Danse Profane für Harfe und Streichorchester

Pause

• Nino Rota – Concerto per Archi
• Maurice Ravel – Introduction et Allegro für Harfe, Flöte, Klarinette und Streichquartett
• Dmitri Schostakowitsch – Chamber Symphony Op. 110a

Pause
            Gedichtbeitrag – Samuel Kramer
• Erich Wolfgang Korngold – Symphonic Serenade

Solisten: Stefan Hadjiev, Cello; Marianne Eva Lecler, Harfe; Samuel Kramer, Dichtung.

Dirigenten: Marco Zeiser-Celesti, Rota & Schostakowitsch; Yoel Gamzou, Mahler & Korngold

Dauer: 1. Teil: 30 Minuten – 2. Teil: 45 Minuten – 3. Teil: 30 Minuten

Die Veranstaltung endet gegen 22.30 Uhr. Vor dem Konzert findet um 19.15 Uhr eine Einführung mit Yoel Gamzou im Gesellschaftssaal der Stadthalle statt.

Das International Mahler Orchestra

Yoel Gamzou hat das International Mahler Orchestra im Jahr 2006 in London gegründet. Ziel ist, ein demokratisch verfasstes Orchesters aufzubauen. Die Musiker, mittlerweile 30 feste Mitglieder aus 18 verschiedenen Nationen, sind dabei integraler, mitbestimmender Bestandteil des Kollektivs.

Sie entscheiden demokratisch und gleichberechtigt gemeinsam mit dem Dirigenten über alle künstlerischen sowie pragmatischen Themen – von der Aufnahme neuer Mitglieder ins Orchester und die Programmgestaltung bis zu den kleinsten musikalischen Details im Interpretationsprozess. Resultat ist, dass jeder Musiker 100% zu dem stehe kann, was er spielt. Qualität wird durch gemeinsame Verantwortung erreicht.

Hierarchien abgeschafft

Im IMO musizieren junge Solisten gemeinsam mit erfahrenen Orchestermusikern aus europäischen Spitzenorchestern. Von dem Austausch sollen beide Gruppen profitieren – langjährige Erfahrung und jugendlich-kreativer Spieltrieb ergänzen sich zu einem harmonischen Ganzen. Hierarchien innerhalb der IMO sind gänzlich abgeschafft. Jedes Mitglied hat die gleiche Stimme bei der Entscheidungsfindung, beginnend  bei der Programmauswahl, der Solistenauswahl bis hin zu musikalischen Entscheidungen im Probenprozess.

Jeder Musiker, unabhängig ob Dirigent, Solist oder Tuttist, erhält die gleiche Entlohnung. Alle Mitglieder des IMO haben das Recht und die Verantwortung, sich aktiv in einen offenen Austausch einzubringen. Demokratie im IMO bedeutet auch, dass es keine festen Positionen gibt. Die Musiker rotieren grundsätzlich in allen verschiedenen Rollen in den Stimmgruppen. Im Ergebnis entstehen Konzerte mit Leidenschaft, zu denen alle Mitglieder des Orchesters künstlerisch und ethisch stehen können.

2009 hat das IMO seine erste CD veröffentlicht, im Jahr 2011 folgte die zweite sowie eine DVD. Im März 2013 erhielten das IMO und Yoel Gamzou den "Princess Margriet Award" der European Cultural Foundation. Daraufhin spielten sie das Abschlußkonzert des Amsterdamer Grachtenfestivals vor Königin Beatrix der Niederlande. Im September hat das IMO auf Einladung des NDRs im Rolf-Liebermann-Studio Hamburg ein Hybrid-Konzert gespielt, das vom NDR aufgezeichnet und gesendet wurde.

juliane.clobes@staatstheater-kassel.de


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