09.07.2013 09:23 noch bis zum 20. August auf den Färöer Inseln

Musik im Atlantik - Das Summartónar Festival und Höhlenkonzerte in Felsgrotten

Musiker auf dem Weg zum Höhlenkonzert

Musiker auf dem Weg zum Höhlenkonzert © Philippe Carre

Im Sommer finden auf den Inseln immer irgendwo Live-Konzerte statt - auch an den entlegendsten Orten.

Im Sommer finden auf den Inseln immer irgendwo Live-Konzerte statt - auch an den entlegendsten Orten. © Philippe Carre

Von: GFDK - Julia Prange

Mitten im Atlantik, nordwestlich von Schottland, liegen 18 Inseln: Die Färöer. Schon seit den Anfängen ihrer Geschichte spielt Musik hier eine große Rolle. Das wird bis heute gefeiert: Noch bis zum 20. August präsentiert das Summartónar Festival die Arbeiten von einheimischen Komponisten.

Die Konzerte finden an 18 verschiedenen Orten, quer über die Inseln verteilt, statt. Das Programm mit zahlreichen Uraufführungen reicht von Improvisationen über zeitgenössische Folk-Musik bis hin zu Rock-Konzerten. Ein Höhepunkt des Festivals sind die Höhlenkonzerte.

In einer Felsgrotte aufgestellt, spielen Musiker färöische Werke. Die Zuhörer fahren mit einem Boot in die Höhle hinein und lauschen vom Wasser aus. Ein großer Teil der Summartónar-Konzerte ist gratis oder kostet etwa sieben Euro Eintritt. Die Höhlenkonzerte finden jeden Dienstag statt. Inklusive fünfstündiger Bootstour, Sightseeing und Vogelbeobachtung ist der Ausflug für circa 60,- EUR pro Person erhältlich.

Die Menschen auf den Färöern, die Färinger, sind modern, skandinavisch und dennoch tief in ihrer Kultur verwurzelt. Dazu gehört schon seit Anbeginn die Musik. Sie ist in den nationalen Erzählungen enthalten und bei Veranstaltungen nicht wegzudenken. Heute besteht die Szene aus Künstlern aller Genres. Das Summartónar Festival bietet einerseits eine Plattform für färöische Komponisten ihre Werke zu präsentieren, andererseits einen Sommer voller Musik für Einheimische und Urlauber auf den Färöern.

Egal, auf welcher der 18 Inseln ­ irgendwo ist immer ein Konzert. "Das ist ein großartiges Konzept. Zwischen Juni und August finden so immer irgendwo Live-Konzerte statt. Als Bühnen dienen beispielsweise kleine Kirchen oder alte Schulen in entlegenen Dörfern. Neben den Höhlenkonzerten ist einer der Aufführungsorte das Nordische Haus in der Hauptstadt Tórshavn", sagt Súsanna Sørensen von VisitFaroeIslands. Das Nordurlandahúsid, wie es auf Färöisch heißt, ist ein modernes Veranstaltungszentrum, das mit seinem traditionellen Grasdach der Natur und der Tradition angepasst ist.

Höhlenkonzerte in Felsgrotten

Wer das Festival von einem Boot aus erleben will, bucht eine Tour zu den Höhlenkonzerten: dem Concerto Grotto. Initiiert wurden sie von dem färöischen Komponisten, Sänger und Musikmanager Kristian Black und finden beispielsweise in der Felsgrotte Klæmintsgjógv statt. Sie ist 50 Meter hoch und das Meer darin circa 400 Meter tief. Touren organisiert der Veranstalter Nordlysid.

Die Färöer, wortwörtlich die Schafsinseln, bestehen aus 18 Inseln und zahlreichen Holmen und Schären. Sie liegen im Nordatlantik, nordwestlich von Schottland, zwischen Norwegen und Island, mitten im Golfstrom. Auf den Färöern leben knapp 50.000 Menschen, ein Großteil um die Hauptstadt Tórshavn, und fast doppelt so viele Schafe.

Offiziell gehören die Inseln zu Dänemark, sind aber weitgehend autonom und wählen eines der ältesten Parlamente der Welt. National Geographics wählte die Färöer im Jahr 2007 zur “best island community". Die Inseln sind mit dem Flugzeug, z.B. mit Atlantic Airways, oder per Fähre mit Smyril Line zu erreichen.

Noch bis zum 20. August auf den Färöer Inseln

Mehr Informationen über die Färöer unter http://de.visitfaroeislands.com/. Bootstouren zu den Höhlenkonzerten sind buchbar unter www.nordlysid.com. Direkter Link zum Programm vom Summartónar Festival auf Englisch: http://www.visitfaroeislands.com/Files/Filer/VisitFI2010/PDF/summartonar_A5_2013_WEB.pdf.

E-Mail: jp@ehrenberg-kommunikation.com