11.04.2013 08:43 Konzerte, Theater, Tanz u.v.m.

Ludwigsburger Schlossfestspiele laden vom 2.05. - 24.07. ein zum "Wiedererkennen in der Begegnung mit dem Fremden"

Ludwigsburger Schlossfestspiele laden vom 2.05. - 24.07. ein zum "Wiedererkennen in der Begegnung mit dem Fremden"

Bild 1: Ludwigsburger Schlossfestspiele © Ludwigsburger Schlossfestspiele

Bild 2: Brandenburgische Konzerte Orchester Ludwigsburger Schlossfestspiele © Reiner Pfisterer

Bild 3: Kosmos Vivaldi, Ludwigsburger Schlossfestspiele © Reiner Pfisterer

Von: GFDK - Verena Bierl - 3 Bilder

Im Zentrum des Programms der Schlossfestspiele steht in diesem Jahr das Wiedererkennen in der Begegnung mit dem Fremden, sei es auf kultureller, regionaler oder historischer Ebene. Einen Schwerpunkt der Saison bildet die Reihe »Gipsy Time«, die sich in Konzert und Tanz mit der faszinierenden und vielseitigen Kultur der Sinti und Roma auseinandersetzt. Zugleich steht die reiche (ost-)europäische Musiktradition im Fokus vieler Veranstaltungen. Chor und Orchester der Festspiele werden in der kommenden Saison erstmals von verschiedenen Dirigenten geleitet, die sich diesem kulturellen Erbe individuell annähern. 2013 finden die Ludwigsburger Schlossfestspiele vom 2. Mai bis 24. Juli statt.

 

 // Chor- & Orchesterkonzerte der Ensembles der Schlossfestspiele

 Sieben renommierte Dirigenten mit eigener künstlerischer Handschrift leiten in diesem Jahr die Ensembles der Festspiele und zeigen die ganze Bandbreite der Orchestermusik – von der historischen Aufführungspraxis bis zur groß besetzten Sinfonik. Im Eröffnungskonzert (2.5.) mit Eröffnungsrednerin Corinna Ponto gestaltet das Orchester unter der Leitung von Christian Muthspiel mit Dvoráks Sinfonie Nr. 9 »Aus der Neuen Welt« sowie Werken von HK Gruber und Silvestre Revueltas den musikalischen Auftakt der Saison. Der Alte-Musik-Spezialist Konrad Junghänel steht erstmals am Pult des Festspiel-Orchesters und dirigiert C. P. E. Bachs Oratorium »Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu« (8.5.) mit Joanne Lunn, Georg Nigl und Maximilian Schmitt.

Ebenfalls ihr Debüt bei den Schlossfest­spielen geben Reinhard Goebel, der sich den beiden Komponisten Niccolò Jommelli und Georg Friedrich Händel (16.5.) widmet, und André de Ridder, der zusammen mit dem ungarischen Ensemble Muzsikás im »Concert Ungaresc« (22.6.) folkloris­tisch geprägte Werke von Béla Bartók, György Ligeti und Joseph Haydn Liedern und Tänzen aus den slawischen Ländern gegenüber stellt. Igor Levit spielt – unter der Leitung von Duncan Ward – zusammen mit dem Orchester der Schlossfestspiele (13.7.) ein romantisches Programm, in dessen Mittelpunkt das 2. Klavierkonzert von Liszt steht. Daneben erklingen Rachmaninows »Die Toteninsel« und Brahms’ pastoral anmutende 2. Sinfo-nie. Das alljährliche Klassik Open Air & Feuerwerk (20.7.) steht unter dem Motto »Alles Walzer!«. Dirigent Marc Piollet lässt neben Kompositionen von Johann Strauß Sohn auch Werke von Gounod, Copland und Tschaikowsky erklingen. Im Abschlusskonzert (24.7.) steht der finnische Dirigent Pietari Inkinen am Pult des Orchesters. Mit den 5. Sinfonien von Sibelius und Mahler findet der Festspiel-sommer einen beeindruckenden orchestralen Ausklang.

Nach Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi in den vergangenen Jahren ver­schreibt sich das Orchester der Schlossfestspiele unter der Leitung von Rüdiger Lotter in diesem Jahr mit Georg Philipp Telemann. In »Telemanns Festmahl« (23.6./5.7./7.9.) präsentiert das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele eine Auswahl aus seiner »Musique de table«. Im Konzert Lux Caelestis (17.7.) steht geistliche und weltliche Chormusik zum Thema »Licht« im Mittelpunkt. Der Chor der Schlossfestspiele interpretiert u.a. Werke von Thomas Tallis, Heinrich Schütz und Robert Schumann.

 

// L’Arpeggiata: Mediterraneo – Deutsche Erstaufführung

In seinem neuen Programm »Mediterraneo« (17.5.) begibt sich das Ensemble L’Arpeggiata auf eine musikalische Reise durch den Mittelmeerraum. Im Fokus des Programms steht die traditionelle Musik aus Ländern und Regionen wie der Türkei, Katalonien, Spanien und Portugal. Ausgangspunkt sind die »canti greci-salentini«. Das Ensemble wird von namhaften Solisten wie Mísia, Nuria Rial, Raquel Andueza und Aikaterini Papadopoulou begleitet, die aus eben diesen Ländern stammen. Das Ludwigsburger Konzert ist die Deutsche Erstaufführung des neuen Programms.

 

// Gipsy Time

Ein Schwerpunkt der Festival-Saison ist die faszinierende und vielfältige Musik der Sinti und Roma – von den Klängen des Balkans und Südosteuropas über den französischen Jazz Manouche bis hin zum spanischen Flamenco. Das Taksim Trio (5.6.) trägt die kulturelle Vielfalt verschiedenster Völker in sich und vermengt orien­talische Gipsy-Klänge mit improvisiertem Jazz. Bei »Minor Swing – Jazz der Roma« (9.6.) treffen der französische Manouche-Gitarrist Angelo Debarre mit seinem Gipsy Unity 5tet und das holländische Rosenberg Trio auf das neu gegründete Ensemble Roma Expres um Roman und Frantisek Jánoska. Eine Woche darauf begegnen sich das Jánoska Ensemble und Sängerinnen und Sänger aus Russland, Ungarn, Rumänien, Serbien und der Slowakei und die All-Star Gipsy Band bei »Djelem, Djelem! – Klänge der Roma« (14.6.). Der Flamenco-Gitarrist Paco de Lucía (15.6.) gibt mit seinem Ensemble aus hochkarätigen Instrumentalisten, Sängern und Tänzern eines seiner seltenen Konzerte in Deutschland. »The Peasant Girl« (12.7.) heißt das Programm der Geigerin Viktoria Mullova und dem Matthew Barley Ensemble: Kompositionen von Kodály und Bartók begegnen Jazz-Klassikern und modernen Stücken mit folkloristischer Prägung aus Russland und Nordafrika.

 

// Konzerte

Cecilia Bartoli (8.6.) präsentiert in diesem Jahr, gemeinsam mit dem Ensemble I Barocchisti unter der Leitung von Diego Fasolis, Arien und Instrumentalwerke des italienischen Komponisten und Diplomaten Agostino Steffani. Das Alte Musik-Ensemble Forma Antiqva (25.5.) widmet sich unter der Leitung von Aarón Zapico ebenfalls der Musik Steffanis. Forma Antiqva stellt seinen Kammerduetten zwei Cello­sonaten von Antonio Vivaldi gegenüber, für den Steffani einer der entscheidenden kompositori-schen Wegbereiter war.

Das Ensemble La Ritirata (10./12.5.) widmet sich dem italienischen Komponisten Luigi Boccherini. Neben »Telemanns Festmahl« (23.6./5.7./7.9.) des Festspiel- Orchesters nimmt sich die Holland Baroque Society zusammen mit Miloš Valent in Telemanns »Barbarische Schönheit« (6.7.) ebenfalls dem Schaffen des deutschen Barock-Komponisten an.

Bei den kammermusikalischen Konzerten dieser Saison spielen das Delian Quartett und Anatol Ugorski (12.6.), das Lotus String Quartet (6.6.), die drei jungen Musiker Vilde Frang, David Orlowsky und Julien Quentin (3.7.) sowie die Gewinnerinnen und Gewinner des 38. Deutschen Musikwettbewerbs in den Preis­trägerkonzerten (28.6./18.7./8.9.).

Christine Schäfer und Isabelle Faust (21.6.) nehmen sich György Kurtags »Kafka-Fragmenten« an. Bei der Ludwigsburger Aufführung musizieren die beiden Musikerinnen zum ersten Mal gemeinsam. Die Schauspielerin aus dem Ensemble der Münchner Kammerspiele Sandra Hüller rezitiert dazu aus Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Fragmenten von Franz Kafka.

In Kooperation mit den Schlössern und Gärten Baden-Württemberg gestaltet die Cembalistin Olga Watts zwei Konzerte beim Schlosserlebnistag (16.6.). Passend dazu wird am Abend Musik vom Ludwigsburger Hof (16.6.) gespielt. Das kleine Sonntagskonzert (26.5./29.9.) ist eine familien-freundliche Matinee im barocken Schlosstheater. Etwa 45 Minuten präsentiert ein Ensemble der Schloss-Solisten unter der Leitung von Rüdiger Kurz abwechslungsreiche Werke vom Beginn des 18. Jahrhunderts, die ursprünglich für den Württemberger Hof komponiert wurden.

 

// Klavierabende

Auch 2013 gestalten wieder verschiedene Pianisten Klavierabende mit außerge­wöhnlichem Programm. Die Pianisten Igor Levit und Markus Becker (11.5.) spielen neben Beethoven und Brahms auch Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug. Fazil Say (30.6.) wird neben Eigenkompositionen Werke von Mozart, Janácek und Strawinsky spielen. Die venezolanische Pianistin Gabriela Montero (7.6.) interpretiert zunächst romantische Klavierwerke von Brahms und Schumann, bevor sie sich der hohen Kunst der Klavierimprovisation widmet.

 

// Jazz

Die Uraufführung von Dieter Ilgs »Parsifal – mit Richard unterwegs« (22.5.) nach Richard Wagners Bühnenweihfestspiel ist einer der Höhepunkte des diesjährigen Jazz-Programms der Schlossfestspiele. An Richard Wagners 200. Geburtstag bege­ben sich Dieter Ilg, Patrice Héral und Rainer Böhm auf eine improvisatorische Ent­deckungsreise des Musikdramas. Die neue Auflage der »Song Conversation« (19.6.) bringt in diesem Jahr den Sänger Theo Bleckmann, den Pianisten Michael Wollny und die Cembalistin Tamar Halperin zusammen. Norwegische Volksmusik bildet die Basis des Konzerts von Geiger Henning Kraggerud und dem Pianisten Bugge Wesseltoft (10.7.). Gemeinsam präsentieren sie Musik voll lyrischer Inten­sität und improvisatorischer Kraft. Nach ihrem erfolgreichen Auftritt im vergangenen Jahr kehrt das Tintinette Swing Orchestra (24.5.) mit seinem italienischen Jazz aus den verruchten Nachtclubs Mitte des letzten Jahrhunderts zurück in die Karlska­serne.

 

// Musiktheater

Nach »Blofeld« (2011), einer Auftragsarbeit für die Schlossfestspiele, führen die österreichischen Blechbläser von Mnozil Brass, im 20. Jahr ihres Bestehens, ihr neues Werk »HOJOTOHO« (16.6./7.7.) in Ludwigsburg auf. Sie begeben sich dabei in ihrer unvergleichlichen Art auf die Spuren Richard Wagners, des deutschesten aller Komponisten.

 

// Tanz

2013 sind drei unterschiedliche Tanztheater-Produktionen zu erleben: In »Lo Real« (4.5.) thematisiert der Flamenco-Tänzer und Choreograf Israel Galván die Verfol­gung und den Genozid der Sinti und Roma im Dritten Reich. Diese Koproduktion mit dem Teatro Real erlebt in Ludwigsburg seine Deutsche Erstaufführung. Mit »Open for Everything« (21./22.6.) von Constanza Macras gestaltet ein Ensemble aus Roma-Musikern, den Tänzern von DorkyPark und Amateuren ein aufwühlendes Abenteuer, das gekonnt mit Stereotypen und Klischees spielt. Sidi Larbi Cherkaoui beschäftigt sich in »Puz/zle« (27./29.6.) gemeinsam mit zehn Tänzern, dem korsi­schen Gesangsensemble A Filetta sowie Musikern aus dem Libanon und Japan mit der Begegnung der Kulturen. Er erschafft mit vielfältigen musikalischen Formen und Traditionen eine Choreografie starker Bilder und ergreifender Musik.

 

// Neues Lied

In Kooperation mit der Popakademie Baden-Württemberg und der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie wurde in diesem Jahr ein Song-Writing Wettbewerb ausge­schrieben, der sich den Motiven Hugo Wolfs widmet. Ausgewählte Kompositionen der Mannheimer Studenten werden im Rahmen des Konzerts »Hugo Wolf und der Song« (3.7.) zu hören sein. Jane Birkin (14.7.) präsentiert zusammen mit ihrer japanischen Band eine Hommage an Serge Gainsbourg, der in diesem Jahr seinen 85. Ge-burtstag gefeiert hätte. Nachdem im vergangenen Jahr der große Festakt zur deutsch-französischen Freundschaft im Ludwigsburger Residenzschloss von dem Orchester der Schlossfestspiele begleitet wurde, erinnert dieses Konzert an die Unter­zeichnung des Elysée-Vertrags vor 50 Jahren.

 

// Diskussion

 Im ZEIT Forum Politik (9.6.) diskutiert ZEIT-Herausgeber Josef Joffe mit hochka­rätigen Gästen wie Norbert Lammert darüber, woraus eine europäische Identität heute noch erwachsen kann. Das Quartett der Kritiker (13.7.) vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik debattiert vor dem Konzert von Igor Levit und dem Orchester der Schlossfestspiele über verschiedene Einspielungen des 2. Klavier-konzerts von Franz Liszt.

 

// Festspielorte

Als Internationale Festspiele Baden-Württemberg gastieren die Schlossfestspiele alljährlich in Klöstern und Burgen im ganzen Bundesland. 2013 gehören dazu das Kloster Beuron, das Kloster Bronnbach bei Wertheim, das Schloss Haigerloch sowie das Schloss Wolfegg im Allgäu.

 

// Abonnements & Festspiel-Card

Für die Saison 2013 werden vier unterschiedliche Abonnements angeboten. Das Klassik-Abonnement vereint C. P. E. Bachs Oratorium »Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu«, Gabriela Monteros Klavierabend sowie das Sinfoniekonzert mit Igor Levit und dem Orchester der Schlossfestspiele. Das Geschenk-Abonnement kombiniert das Klassik Open Air & Feuerwerk mit Mnozil Brass‘ »HOJOTOHO« und der Deutschen Erstaufführung des Flamenco-Tanztheaters »Lo Real«. Individualisten können sich ein ganz persönliches Abonnement aus den beiden Wahl-Abonnements.

»Orchester der Schlossfestspiele« und »Gipsy Time« zusammenstellen. Des Wei­teren werden auch für die kommende Spielzeit die Festspiel-Cards angeboten, die einen garantierten Rabatt von 25% bzw. 50% für jede Veranstaltung der Saison 2013 gewähren.

 

// Ermäßigungen & Schülerkarten

Erstmals erhalten 2013 Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Personen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst bis 27 Jahre an der Abendkasse ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn Restkarten zu 10 €. Studierende und Auszubildende, die Inhaber einer »Heimvorteil«-Karte sind, erhalten im Vorverkauf 50% Ermäßigung in allen Kategorien für fast alle Veranstaltungen. Der Freundeskreis der Ludwigsburger Schlossfestspiele e.V. subventioniert auch in diesem Jahr wieder ein Kontingent an ermäßigten Karten zum Preis von 10 € für Schüler. Die ausgewählten Veranstaltungen sind im Festspielprogramm sowie auf der Homepage aufgelistet. Die Ludwigsburger Schlossfestspiele sind Partner des SWR2 Kulturservice. Inhaber der SWR2 Kulturkarte erhalten an der Abendkasse sowie im Vorverkauf bei Buchung über die Schlossfestspiele 10% Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis auf ausgewählte Veranstaltungen. Diese Angebote sind ausschließlich im Kartenbüro der Ludwigsburger Schlossfestspiele und an der Abendkasse erhältlich.

 

// Kartenvorverkauf

Karten sind seit 22. Februar bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie landesweit bei allen Easy-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich und können telefo­nisch, per E-Mail oder über die neu gestaltete Homepage gebucht werden.

 

// Karten & Information

Online-Buchung www.schlossfestspiele.de

Telefonischer Kartenverkauf 07141. 939 636 (auch außerhalb der Geschäfts­zeiten können Kartenwünsche übermittelt werden)

Schriftlicher Kartenverkauf

Ludwigsburger Schlossfestspiele / Internationale Festspiele Baden-Württemberg

Palais Grävenitz, Marstallstr. 5, 71634 Ludwigsburg

Fax 07141. 939 697

E-Mail karten@schlossfestspiele.de

Kartenbüro im Palais Grävenitz Öffnungszeiten: Mo – Fr 9 – 17 Uhr

 

 

Verena Bierl, Pressesprecherin
Ludwigsburger Schlossfestspiele
Palais Grävenitz, Marstallstr. 5, 71634 Ludwigsburg
E-Mail presse@remove-this.schlossfestspiele.de

Weiterführende Links:
www.schlossfestspiele.de