04.11.2012 08:05 Musikalische, literarische und spirituelle Werke

Konzert Klassik:"Stimmen aus Ungarn" des Ensembles Paul Klee und Péter Esterházy am 11.11.2012 im Zentrum Pau Klee, Bern

Konzert Klassik: "Stimmen aus Ungarn" des Ensembles Paul Klee und Péter Esterházy am 11.11.2012 im Zentrum Pau Klee, Bern

Péter Esterházy Quelle: Zentrum Paul Klee

Von: GFDK - Zentrum Paul Klee

Im Zyklus "Stimmen aus Europa" stellt das Ensemble Paul Klee musikalische, literarische und spirituelle Werke aus verschiedenen Ländern Europas vor. Im seinem letzten Konzert 2012 trifft das Ensemble den ungarischen Schriftsteller Péter Esterházy.

Péter Esterházy

Graf Péter Esterházy von Galántha wurde am 14. April 1950 in Budapest geboren. Nach der Schule schloss er zunächst ein Studium der Mathematik ab, arbeitete 1974-78 als EDV-Spezialist und beganndann zu publizieren. Nach einer Kette eindrucksvoller und in den Prosatechniken hochversierter Erzählungen und Romane schuf er in seinem Hauptwerk Harmonia Caelestis ein vielgestaltiges ungarisches und europäisches Panorama anhand der Geschichte seiner Familie. Nach Erscheinen des Werkes, in dem er unter anderem seinen Vatersehr positiv darstellt, musste er feststellen, dass dieser mit dem kommunistischen ungarischen Geheimdienst zusammengearbeitet hatte. Mit dieser Erfahrung, die der Beschreibung in Harmonia Caelestis zuwider läuft, befasst sich das Nachfolgewerk VerbesserteAusgabe.

Auszeichnungen

• 1996: Kossuth-Prei

• 1999: Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur

• 2001: Ungarischer Literaturpreis

• 2001: Sándor-Márai-Preis

• 2004: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

• 2007: Komtur des Verdienstordens der Republik Ungarn

• 2009: Deutscher Fussball-Kulturpreis, Kategorie "Fussballbuchdes Jahres"

• 2009: Manés-Sperber-Preis

Für seinen Roman Harmonia Cælestis (BV 2001; BvT 2003) erhielt eru. a. den Ungarischen Literaturpreis und den Grinzane- Cavour-Preis. Erschienen im Berlin Verlag: Eine, zwei, noch eine Geschichte/n(zusammen mit Imre Kertész und Ingo Schulze) (2008), Thomas Mann mampft Kebab am Fusse des Holstentors (BvT 2009), DieHilfsverben des Herzens (BvT 2009) und Keine Kunst (2009). Letzte Veröffentlichung: Ein Produktionsroman (ZweiProduktionsromane). Berlin Verlag, Berlin 2011.

Reinhold Friedrich, Trompete

Für Reinhold Friedrich gehören Neue und Alte Musik in der Auseinandersetzung mit dem Werk zusammen und bilden keinen Gegensatz. So musizierte er mit Capriccio Basel, dem Orchestre des Champs-Élysées oder der Wiener Akademie auf historischen Instrumenten. Auf der anderen Seite stehen Uraufführungen von Wolfgang Rihm, Sir Peter Maxwell Davies, Rebecca Saunders, Hans Werner Henze, Christian Wolff, Herbert Willi, Benedict Mason, Luca Lombardi, Nicolaus A. Huber, Hilda Paredes, Adriana Hölszky and Caspar J. Walter. Dabei sind ihm Solokonzerte wie "Irene" von Herbert Willi "Nobody knows the trouble I see" von Bernd Alois Zimmermann (CD-Einspielung ausgezeichnet mit dem ECHO-Klassik) besonders wichtige Bestandteile seines breitgefächerten Repertoires.

Er konzertiert als Solist mit Ensembles wie den Berliner Barocksolisten, La Stagione Frankfurt, dem Wiener und Basler Kammerorchester, den Bamberger und Wiener Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Deutschen Symphonie-Orchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und dem NDR-Sinfonieorchester. Dabei spielte er u. a. unter der Leitung von Claudio Abbado, Philippe Herreweghe, SemyonBychkov, Dennis Russell Davies, Peter Eötvös, Paolo Carignani, Wladimir I. Fedossejew, Arturo Tamayo, Lutz Köhler, Michael Gielen, Paul Goodwin, Rolf Reutter, Lucas Vis, Dmitrij Kitajenko, Martin Haselböck, Christopher Hogwood, Eliahu Inbal, Krystjan und Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Ingo Metzmacher, Jonathan Nott, Kashu Ono, Christopher Prick, Leif Segerstam und Hans Zender.

Seit der Gründung im Jahr 2003 ist Reinhold Friedrich ständiger Solo-Trompeter des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado, als Solist in zahlreichen Konzerten unter dessen Leitung mit dem II. Brandenburgischen Konzert von J. S. Bach und künstlerischer Leiter des Lucerne Festival Brass Ensembles.

Kammermusikpartner von Reinhold Friedrich sind Robyn Schulkowsky (Perkussion), Thomas Duis (Klavier), András Schiff (Klavier), Martin Lücker (Orgel), Albrecht Mayer (Oboe),Thomas Quasthoff (Bass) und Ruth Ziesak (Sopran). Zahlreiche CD-Einspielungen bei Labelswie Deutsche Grammophon, Denon und vor allem Capriccio, jetzt Phoenix, dokumentieren sein facettenreiches Schaffen.

Die neuesten Aufnahmen "Trumpet and Organ" mit der Organistin Iveta Apkalna und "Assisi Christmas Cantatas" mit Ruth Ziesak, Ingeborg Danz und dem Ensemble L'Arte del Mondosind bei Phoenix erschienen. Das Jahr 2012 führt Reinhold Friedrich u.a. nach London, Tel Aviv, Wien, Luzern, Bolivien und Brasilien. So wird er im Februar zusammen mit Janine Jansen in der Wigmore Hall London mit Stravinskys "L´histoire du soldat" zu hören sein, mit der Capella Andrea Barca unter der Leitung von Andras Schiff die h-moll Messe und mit dem Musikkollegium Winthertur im April das Strathclyde Concerto Nr. 3 für Trompete, Horn und Orchester von Peter Maxwell Davies aufführen. Die Zusammenarbeit mit dem EUYO führenihn ebenfalls im April nach Interlaken, mit dem Capriccio Basel wird er dann im Mai J. S.Bachs 2. Brandenburgisches Konzert erklingen lassen und im Juli wird Reinhold Friedrich zu Gast beim Schleswig Holstein Festival mit der Uraufführung des Konzertes für zwei Trompeten und Orchester von Matthias Pintscher sein. Im September wird er zusammen mit dem Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado unter anderem mit A. Bruckners 1. Sinfonie in Wien und Budapest zu hören sein. Eine Tournee mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Ruth Ziesak führt ihn dann im Dezember durch Deutschland und in die Schweiz. Seine regelmässige Zusammenarbeit mit mit dem Mozart Orchester Bologna führt ihn im November 2012 nach Italien und wie jedes Jahr wird er im August bei den Luzerner Festwochen mit dem Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado zu Gast sein.

 

Ruth Ziesak, Sopran

Die Sopranistin Ruth Ziesak studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Elsa Cavelti und begann ihre sängerische Laufbahn alsMitglied des Stadttheaters in Heidelberg, wo sie auch heute zuhause ist. Zahlreiche Wettbewerbserfolge, darunter der jeweils erste Preis beim deutschen Musikwettbewerbund beim renommierten s'Hertogenbosch Wettbewerb ebneten ihr schnell den Weg ineine internationale Karriere. Inzwischen hat Ruth Ziesak selbst eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Saar.

Nach ihren Anfängen am Heidelberger Theater und an der Deutschen Oper am RheinDüsseldorf/Duisburg führte sie ihr Weg über die Bühnen von München, Stuttgart, Berlin und Dresden auf die internationalen Podien von Mailand, Florenz, Wien, Paris, London und New York, wo sie in ihren Parade-Rollen wie Pamina, Ännchen, Marzelline, Ilia oder Sophie glänzte. Mittlerweile hat sie ihr Repertoire ausgeweitet und debütierte als Gräfin in Le Nozze di Figaro in Glyndebourne und Zürich. In eben dieser Partie war sie im Frühjahr 2010 am Württembergischen Staatstheater Stuttgart unter Manfred Honeck zu hören. Auch Mozarts Donna Anna - konzertant beim Herrenchiemseefestival - gehört zu diesen neuen Partien.

Die facettenreiche Künstlerin ist eine viel gefragte Konzertsängerin und arbeitet mit den grossen Orchestern in Paris, Mailand, Wien, München, Leipzig, Los Angeles, Amsterdam und London zusammen, sehr gerne auch immer wieder mit Barockorchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Freiburger Barockorchester. Sie ist zu Gast bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival oder den BBC Proms. Ihre Arbeit mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Daniele Gatti, Riccardo Muti, Kent Nagano, Lothar Zagrosek, Riccardo Chailly, Jukka Pekka Saraste oder Ivor Bolton führt sie zum Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester de sBayerischen Rundfunks, dem WDR Sinfonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Montreal Symphony Orchestra sowie dem Salzburger Mozarteum-Orchester.

Das Jahr 2012 bringt für Ruth Ziesak eine Tournee mit Bachs Johannes-Passion unterder Leitung von Christoph Prégardien, Konzerte mit dem Los Angeles Symphony Orchestra unter Herbert Blomstedt (Beethovens Missa solemnis), mit Concerto Köln und dem NDR Chor (Händel/Messiah), mit der Tschech. Philharmonie Prag und Manfred Honeck (Schmidt/Buch mit den sieben Siegeln), mit dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl, mit den Bamberger Symphonikern (Bach: Jauchzet Gott), dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Jukka Pekka Saraste sowie mitd er Philharmonie Konstanz, in beiden Fällen mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms. Eine Tournee mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Reinhold Friedrich beschliesst das Jahr. Fernere Pläne umfassen Auftritte mit Emanuel Krivine und Schumanns Paradies und die Peri, beim Orchestra national de France in der Pariser Salle Pleyel (Brahms-Requiem) sowie mit Schumanns Faust-Szenen beim Frankfurter Museums-Orchester unter Sebastian Weigle.

Als Liedsängerin verbindet sie eine regelmässige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Gerold Huber, mit dem sie in Wien, Berlin, in London und beim Kissinger Sommer zu hören war, so auch 2012 beim Heidelberger Frühling. Auf Einladung des Leipziger Gewandhauses gestalteten die beiden im Mendelssohn-Jahr 2010 zwei Liederabende mit neu entdeckten Liedern des Jubilars. Ruth Ziesak zählt zu den regelmässigen Liedpartnern von Andras Schiff. Gemeinsam waren sie zu Gast in der Londoner Wigmore Hall und in der Philharmonie Essen, eine Zusammenarbeit, die sich in der Zukunft bei den Salzburger Festspielen und in der Berliner Philharmonie oder auch in gemeinsamen Orchesterprojekten (u. a. beim Lucerne Festival) fortsetzt. Auf dem Kammermusikpodium arbeitet sie mit dem Merel-Quartett, dem Wiener Klaviertriound dem Trio Wanderer. Neben ihren Konzertaufnahmen mit Georg Solti, Riccardo Chailly und Herbert Blomstedt bei der Decca hat Ruth Ziesak Die Zauberflöte (Solti/Decca), Fidelio (von Dohnànyi/Decca), La Clemenza di Tito (Harnoncourt/Teldec), Der Freischütz (Janowski/BMG), Hänsel und Gretel (Runnicles/Teldec) und Robert Schumanns Genoveva mit dem Chamber Orchestra of Europe (Harnoncourt/Teldec) eingespielt. Zu ihren Soloaufnahmen zählen Opernarien von Mozart mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Marcus Creed (Capriccio) und Lieder von Mahler (Gatti/BMG) sowie eine Reihe von Liedrezitals für BMG, Naxos und Sony mit Ulrich Eisenlohr. Zu den jüngsten CD-Einspielungen mit Ruth Ziesak gehören Mendelssohns Elias undseine Lobgesang-Sinfonie, beides mit dem MDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl (Naxos). Nach ihren Solo-CDs mit Liszt-Liedern (edel classics), mit Haydn Canzonetten und Liedern (Phoenix) und Mendelssohn-Liedern (AVI) stehen für 2012 die Veröffentlichung von Liedern von Mahler und Zemlinsky (Phoenix) an, wieder am Klavier begleitet von Gerold Huber.

 

Ensemble Paul Klee Konzert

Stimmen aus Ungarn

mit Péter Esterházy

Sonntag 11. November 2012, 17:00

 

Péter Esterhàzy, Text / Lesung (Mit deutscher Übertitelung)

Ruth Ziesak, Sopran

Reinhold Friedrich, Trompete

Vital Julian Frey, Leitung / Cembalo / Celesta

Kamilla Schatz, Violine

Cristina Merblum, Violine

Ewa Grzywna-Grobleska, Viola

Matthias Schranz, Violoncello

Ivan Nestic, Kontrabass

Kaspar Zehnder, Flöte

Catherine Kämper, Oboe

Fabio di Càsola, Klarinette

Monika Schneider, Fagott

Sebastian Schindler, Horn

***

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Kantate BWV 51 "Jauchzet Gott in allen Landen"

György Ligeti (1823-2006)

6 Bagatellen für Bläserquintett (1953)

Joseph Haydn (1732-1809)

Trio für Baryton, Viola und Violoncello bzw. Flöte, Violine und Violoncello

***

Ferenc Farkas (1905-2000)

Vier Stücke für Kontrabass und Bläserquintett

Zoltán Kodály (1882-1967)

Duo für Violine und Violoncello

 

In Zusammenarbeit mit der ungarischen Botschaft Bern.

Eintritt: CHF 38/28/18. Mit Ausstellungsbesuch: CHF

48/38/28.www.kulturticket.ch; Tel 0900 585 887 (CHF 1.20/Min).

 

Zentrum Paul Klee
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