11.09.2013 08:28 23. September 2013, Laeiszhalle Hamburg

Konzert Klassik: Zwei innovative Virtuosinnen in Hamburg - LIEDERABENDE mit Patricia Petibon und Susan Manoff

Für ihr Programm hat Patricia Petibon mit Susan Manoff einen der gefragtesten Klavierbegleiter ihrer Generation an der Seite

Für ihr kühnes Programm hat Patricia Petibon mit Susan Manoff einen der gefragtesten Klavierbegleiter ihrer Generation an der Seite. © Felix Broede

Von: GFDK - Nataly Bombeck und Elena Wätjen

»Musik ist Freiheit! Was ich nicht will, ist glatte Schönheit.«, so das Credo der französischen Sopranistin Patricia Petibon. Weit entfernt von Konventionen bewegt sich auch ihr Liederabend am 23. September im Kleinen Saal der Laeiszhalle: Mit Liedern französischer, spanischer und US-amerikanischer Komponisten präsentiert Petibon ein vielfältiges Programm – immer changierend zwischen Ironie und Melancholie.

Instinktiv und nicht nach Regeln: So charakterisierte Francis Poulenc seine eigene Arbeitsweise. Kein Wunder also, dass der musikalische Freigeist Patricia Petibon dem französischen Komponisten den ersten Teil ihres Liederabends widmet. Schillernd und voller Esprit basieren Poulencs Lieder oft auf Texten von Zeitgenossen wie Apollinaire und Éluard – und bieten mit ihren vielfach wechselnden Stimmungen zwischen Satire, Verspieltheit und religiösem Ernst der Künstlerin ausreichend Gelegenheit, die ganze Vielseitigkeit ihrer künstlerischen Persönlichkeit unter Beweis zu stellen. In seinen Kompositionen besann sich Poulenc auf die klassischen musikalischen Traditionen seines Heimatlandes – ebenso wie die spanischen Komponisten, deren Werke im zweiten Konzertteil zu hören sind, darunter Manuel de Falla, Joaquín Turina und Fernando J. Obradors. In ihren Liedern finden sich Anklänge an spanische Volkstänze und, wie in de Fallas »Asturiana«, an keltische Melodien. Für Patricia Petibons enorme Ausdruckskraft und ihr Temperament sind diese Lieder wie geschaffen: Neben ihrer makellosen Gesangstechnik stellt sie in ihren Programmen gern auch ihr schauspielerisches Talent unter Beweis, wofür sich zum Beispiel Leonard Bernsteins »La bonne Cuisine« – die Vertonung von Kochrezepten – bestens eignet.

Konzert in Deutschland

Für ihr kühnes Programm hat Patricia Petibon mit Susan Manoff einen der gefragtesten Klavierbegleiter ihrer Generation an der Seite. Nicht nur auf einer gemeinsamen CD-Einspielung kann man sich davon überzeugen, dass sich hier zwei innovative Virtuosinnen begegnen – auch live gestalten sie die enge Verbindung von Gesang und Begleitstimme auf einzigartig spannende Weise.

Gefördert durch den Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e.V.

Konzert in Hamburg

Mo 23.09. / 20.00 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Liederabende: Patricia Petibon ● Susan Manoff
Patricia Petibon, Sopran
Susan Manoff, Klavier


Francis Poulenc: Hôtel FP 107/2 (Banalités)
Francis Poulenc: À sa guitare FP 79
Francis Poulenc: Chanson d'Orkenise (Banalités)
Francis Poulenc: Quelle aventure! (La courte paille)
Manuel Rosenthal: L'Éléphant du jardin des plantes (Chansons du Monsieur Bleu)
Francis Poulenc: Bengali (Chansons du Monsieur Bleu)
Francis Poulenc: Lune d'Avril S 178/7 (La courte paille)
Francis Poulenc: Violon FP 101/5 (Fiançailles pour rire)
Francis Poulenc: Voyage à Paris FP 107/4 (Banalités)
Francis Poulenc: Les gars qui vont à la fête S 117/2 (Chansons villageoises)
Maurice Ravel: Schéhérezade (Bearbeitung für Singstimme und Klavier von Maurice Ravel)

Henri Collet: En los jardines del amor op. 48/5 (Poema de un día)
Fernando J. Obradors: Con amores ... la mi madre
Fernando J. Obradors: El Vito (Canciones Clásicas Españolas)
Joaquín Turina: Cantares op. 19/3 (Poema en forma de canciones)
Manuel de Falla: Asturiana (Siete canciones populares españolas Nr. 6)
Jerónimo Gimenéz Y Bellido: Zapateado (La tempranica / Zarzuela)
Leonard Bernstein: La bonne Cuisine
Harold Arlen: Over the Rainbow (Aus dem Film »Wizard Of Oz«)
Augustin Lara: Granada
€ 45 / 36 / 27 / 11
Abonnement »Liederabende«: € 155 / 128 / 98 / 49 / Jugendabo € 50

»Hinter den Kulissen«

Wie sieht es drei Minuten vor Konzertbeginn hinter der Bühne der Laeiszhalle aus? Bringt jeder Pianist seinen eigenen Flügel mit? Bügeln Musiker ihren Frack selbst? Diesen und anderen Fragen geht die neue Reihe »Hinter den Kulissen« nach. Die Elbphilharmonie Konzerte gewähren einen exklusiven Blick in den ganz alltäglichen Wahnsinn und die ungebrochene Faszination eines Konzerthauses. Zu jedem Blick hinter die Kulissen gibt es dabei das passende Konzert: So werden vor Patricia Petibons Liederabend Generalintendant und Mitarbeiter der Laeiszhalle und Elbphilharmonie aus dem Arbeitsalltag eines Konzerthauses berichten. Beginn ist um 18.00 Uhr im Kleinen Saal, Tickets sind für 5 Euro erhältlich und können auch in Kombination mit einer Konzertkarte erworben werden. 

REDticket der Haspa Musik Stiftung

Die besten verfügbaren Plätze für nur € 10 ab einer Woche vor dem Konzert – für alle bis einschließlich 27 Jahre. Das REDticket ist erhältlich im Elbphilharmonie Kulturcafé, im HaspaJoker Shop / Filiale am Jungfernstieg (keine Barzahlung), an der Abendkasse und über www.elbphilharmonie.de.

Patricia Petibon

Die im französischen Montargis geborene Sopranistin Patricia Petibon studierte zunächst Musikwissenschaft, bevor sie am Conservatoire National Supérieur de Musique ein Gesangsstudium aufnahm und dieses mit Auszeichnung abschloss. Nachdem der Spezialist für Alte Musik William Christie auf sie aufmerksam wurde, folgten erste Engagements an der Mailänder Scala, am Teatro Colón und an der Londoner Wigmore Hall. Mit Rollen wie Blonde in Mozarts »Entführung aus dem Serail«, Olympia in Offenbachs »Les Contes d’Hoffmann« und Sophie in Strauss‘ »Rosenkavalier« gastierte sie in der Folge an Häusern wie der Deutschen Oper am Rhein, dem Opernhaus Zürich und der Wiener Staatsoper. Dem Repertoire des Barock blieb Patricia Petibon eng verbunden: Unter Dirigenten wie Marc Minkowski, Sir John Eliot Gardiner und Nikolaus Harnoncourt debütierte sie unter anderem in Glucks »Orphée et Eurydice« und Händels »Ariodante«.

Auch in Kompositionen des 20. Jahrhunderts brilliert die Sopranistin, wie gefeierte Auftritte als Lulu oder in Poulencs »Les Dialogues des Carmélites« beweisen. Neben regelmäßigen Einladungen zu den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence ist Patricia Petibon mittlerweile in den bedeutendsten Opernund Konzerthäusern der Welt zu Gast, so unter anderem in Wien, Madrid, München und Paris. Die Sopranistin ist Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. Ihre stilistische Vielseitigkeit spiegeln auch ihre CD-Einspielungen wieder: Einer Aufnahme mit Arien von Gluck, Haydn und Mozart mit Concerto Köln und Daniel Harding folgten unter anderem Orffs »Carmina Burana«, mit Daniel Harding und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, sowie ein Mitschnitt der »Lulu« mit dem Symphony Orchestra of the Gran Teatre del Liceu und Michael Boder. Ihre aktuellste Einspielung erschien im Oktober 2012 und enthält Barock-Lieder und Arien von Charpentier, Purcell und Rameau.

Susan Manoff

Die in New York geborene Susan Manoff gehört zu den gefragtesten Liedbegleiterinnen ihrer Generation. Bereits nach ihrem Studium an der Manhattan School of Music und an der University of Oregon bewegte sie ein intensives Studium bei Gwendoline Koldowsky dazu, sich intensiv mit der Gattung des Liedes zu beschäftigen. Susan Manoff tritt in allen großen Musiksälen, von der Wigmore Hall London über das Konzerthaus Wien bis zum Concertgebouw Amsterdam, auf und ist auch bei den Festivals in Verbier, Lugano, Montpellier und Aix-en-Provence regelmäßig zu Gast. Zu ihren zahlreichen Einspielungen gehören unter anderem eine Aufnahme von Brahms-Werken mit dem Vokalensemble Michel Piquemal und amerikanische Musik mit Patricia Petibon. Darüber hinaus war Susan Manoff Chorleiterin an der Pariser Oper und ist derzeit Professorin am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris.

Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg

Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle. Tickethotline: 040 357 666 66, tickets@elbphilharmonie.de.

 

 

Nataly Bombeck und Elena Wätjen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@elbphilharmonie.de
www.elbphilharmonie.de