12.01.2012 07:03 am 14. Januar 2012 - Bingen

Konzert Klassik: Schuberts letzte Klaviersonate - Eduard Stan eröffnet die „Binger Meisterkonzerte“ 2012

(c) Hänssler

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Eduard Stan lehrte mehrere Jahre an der Musikhochschule Lübeck und war Initiator und künstlerischer Leiter des Enescu-Festivals Heidelberg / Mannheim 2005.

Eduard Stans Klavierrecital unter dem Motto „Zwischen Himmel und Hölle“ bietet mit Werken von Liszt und Schubert das perfekte Eröffnungskonzert am Samstag, 14. Januar 2012, um 20 Uhr in der Villa Sachsen zum Jahresmotto „Gott und die Welt“ der Binger Meisterkonzerte 2012. Es ist zugleich Nachklang zum 200. Geburtstag von Franz Liszt 2011.

Der Kontrast zwischen seiner epischen Tondichtung „Bénédiction de Dieu dans la solitude“ (dt. Gottessegen in der Einsamkeit) und der Fantasie „Après une lecture du Dante“ (dt. Nach einer Dante-Lektüre) könnte dabei kaum größer ausfallen.

In dieser „Fantasia quasi Sonata“ setzt Liszt – einer Simultan-Vision gleich – den Höllenszenarien aus Dantes „divina comedia“ jene himmlischen Engelsgesänge und Choräle gegenüber, die der kontemplativen Atmosphäre des Gottessegens entlehnt sind. Manch einer mag beim Hören dieser in Töne gesetzten Einsamkeit den biblischen Bericht zur 40-tägigen Fastenzeit Jesu in der Wüste assoziieren.

Schuberts letzte Klaviersonate umweht eine Aura von metaphysischer Transzendenz und Entrücktheit, die sich insbesondere im Andante sostenuto des zweiten Satzes voll entfaltet.

Bei der auditiven Durchwanderung dieses so hintergründig wie philosophisch anmutenden Werkes nimmt man Schuberts „himmlische Längen“ (so das berühmte Schumann-Zitat zu Schuberts monumentaler C-Dur-Sinfonie) gar nicht mehr wahr, wenngleich dieses musikalische Testament des Wiener Meisters fast 40 Minuten dauert…

 

Programm: „Zwischen Himmel und Hölle“ 
Franz Liszt (1811 – 1886): Les jeux d´eau à la villa d´Este 
                                       Bénédiction de Dieu dans la solitude 
                                       Après une lecture du Dante 
                                       Harmonies du soir
Franz Schubert (1797 – 1828) Sonate B-Dur D 960

 

Quelle und weitere Informationen: http://www.bingen.de/

und im Kulturland: http://www.kulturland.rlp.de/

 

Weiterführende Links:
http://www.eduardstan.com/