17.04.2013 07:40 11. Mai 2013, 19.30 Uhr, Bad Kissingen

Konzert Klassik: Klaviersoirée mit Eva Smirnova - Eine Hommage an Jubilaren der Musikgeschichte

Konzert Klassik: Klaviersoirée mit Eva Smirnova - Eine Hommage an Jubilaren der Musikgeschichte

Eva Smirnova Quelle: Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH

Von: GFDK - Sandra Schmelz

Ein besonderes Konzerterlebnis bietet die Klaviersoirée von Eva Smirnova am Samstag, den 11. Mai, um 19:30 Uhr im Rossini-Saal in Bad Kissingen. Die bekannte Petersburger Pianistin erweist mit ihrem abwechslungsreichen Programm vier Komponisten die Ehre, die heuer und im vergangenen Jahr als runde Jubilaren brillieren: Der erste Teil ist Sergej Rachmaninow und Alexander Skrjabin gewidmet, die ihren 140. Geburtstag feiern, während der zweite Teil ganz im Zeichen des 200. Geburtstags Giuseppe Verdis und Richard Wagners steht. 

 

Die berühmte „Elégie“ und vier der schönsten Préludes des russischen Pianisten Rachmaninow stehen bei Smirnovas Klaviersoirée auf dem Programm, darunter auch das B-Dur-Prélude, das einen der gewaltigsten Klavierstürme der Musikgeschichte entfacht, sowie das als Zugabenstück besonders beliebte, schwungvolle g-Moll-Prélude. Von Alexander Skrjabin, der zweifellos zu den faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zählt, erklingen sechs frühe Etüden.

 

Im Mittelpunkt des Konzertes steht allerdings die Hommage an die populären Opernkomponisten Verdi und Wagner. Franz Liszt, der zahlreiche Konzertparaphrasen über die Werde der beiden von ihm besonders geschätzten Komponisten schrieb, gelang dabei das große Kunststück, eine neue, eigenständige Interpretation des originalen thematischen Materials zu schaffen, die den Zuhörer Gesang und symphonischen Orchesterapparat zu keiner Zeit vermissen lässt. Liszts Fassung der berühmten Tanhhäuser-Ouvertüre mit Pilgerchor und Venuszauber gehört zum Schwersten, aber auch Effektvollsten, was je für Klavier geschrieben wurde. Mit „Isoldes Liebestod“ vergegenwärtigt Liszt mit den Mitteln des Klaviers die emotional bewegende Schlussszene aus Wagners „Tristan“. Auch die wunderbar sangliche Rigoletto-Paraphrase, der das berühmte Quartett aus dem 3. Akt zugrunde liegt, sowie die eindrucksvolle Miserere-Sezen aus Verdis „Troubadour“ hat Eva Smirnova ausgewählt – ein Meisterwerk, das an spieltechnischer Schwierigkeit, aber auch effektvoller Wirkung sogar noch Liszts großartige Tannhäuser-Fassung übertrifft.

 

Den Anforderungen dieses vielfältigen Programms ist Eva Smirnova wohl wie kaum eine andere Pianistin gewachsen. In Leningrad geboren, erhielt sie bereits ab dem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht. Ihre erste Lehrerin hatte bei Alexander Siloti, einem der bedeutendsten Liszt-Schüler und Cousin Rachmaninows, studiert. 1965, noch während des Studiums am Rimskij-Korsakow-Konservatorium in Leningrad, nahm Eva Smirnova zusammen mit Martha Argerich am Chopin-Wettbewerb in Warschau teil und erhielt ein Ehrendiplom. Arthus Rubinstein, dem sie vorgestellt wurde, zeigte sich tief beeindruckt von der technischen Brillanz, Klangschönheit und Ausdruckskraft ihres Spiels. In ihrer Heimat gab sie zahllose Konzerte, auch als Solistin der Leningrader / St. Petersburger Philharmoniker und anderer renommierter Orchester. Über Jahre hinweg war sie außerdem Mitglied des Künstlerischen Rates der Kammerphilharmonie und wirkte als hochgeschätzte Pädagogin. Durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs wurden der Künstlerin endlich auch Auftritte im Westen ermöglicht. Für den WDR Köln und den Bayerischen Rundfunk spielte sie einige Werke von Schostakowitsch, Chopin, Liszt, Saint-Saens und Rachmaninow ein.

 

Eintrittskarten sind erhältlich in der Kur- und Tourist-Information am Kurgarten 1, im Alten Rathaus, telefonisch unter 0971 8048-444 oder unter folgender E-Mail-Adresse: kissingen-ticket@remove-this.badkissingen.de.

 

 

 

 

 


Sandra Schmelz
Veranstaltungsabteilung
Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH
Am Kurgarten 1
97688 Bad Kissingen
presse.kultur@badkissingen.de