11.04.2013 07:37 Konzert & Wiederaufnahme von Wagners „Tristan und Isolde"

Konzert Klassik: Festliche Stimmung bei der Wagner-Verdi-Woche vom 13. bis 20. April am Staatstheater Mainz

Konzert Klassik: Festliche Stimmung bei der Wagner-Verdi-Woche vom 13. bis 20. April am Staatstheater Mainz

Bild 1: TRISTAN UND ISOLDE, Ruth Staffa, Alexander Spemann © Martina Pipprich

Bild 2: TRISTAN UND ISOLDE, Ruth Staffa, Alexander Spemann © Martina Pipprich

Von: GFDK - Christine Villinger - 2 Bilder

Den 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi feiert das Staatstheater Mainz mit einer „Wagner-Verdi-Woche“ vom 13. bis 20. April und der Neuinszenierung von Verdis „Macbeth“ im Juni. Im „Festlichen Konzert zur Wagner-Verdi-Woche“ am 13. April um 19.30 Uhr stehen sowohl bekanntere als auch unbekanntere Werke der beiden Jubilare auf dem Programm. Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister des Staatstheaters Mainz, Florian Csizmadia.


Ein Woche später, am 20. April um 17 Uhr, ist dann die Wiederaufnahme von „Tristan und Isolde“ unter der Leitung von GMD Hermann Bäumer ein weiterer Höhepunkt. Wie schon bei der Premiere singen Ruth Staffa und Alexander Spemann die Titelpartien. Sehens- und hörenswert ist diese Inszenierung, die im September 2011 ihre Premiere feierte:

Erniedrigt und verraten sieht sich Isolde, als Tristan sie seinem König Marke als Braut zuführt: Tristan, der einst Morold, ihren Verlobten, ermordet hat, und den sie gleichwohl pflegte, als er verwundet zu ihr kam. Damals, in einem Augenblick der Schwäche, entbrannte Liebe. Isolde will nun Rache und den Tod für Tristan und sich selbst – doch der Todestrank entpuppt sich als Liebestrank. Lebendigen Leibes versuchen sie Abschied zu nehmen von den Helden, die sie waren. Der Tag soll sich in Nacht, das Leben in Tod verwandeln. Tristan soll Isolde sein und Isolde Tristan. Doch Tristan entkommt seinem kriegerischen Heldentum nicht, die großen Verwandlungen scheitern.

„Tristan und Isolde“ ist ein Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. Mit diesem Werk beginnt die musikalische Moderne: Nie zuvor waren Handlung und Figuren so eng mit einem komplexen Orchestersatz verzahnt. Nie zuvor wurden die Gesetze der Tonalität so phantasievoll ausgelegt, um der Neuformulierung eines alten Gefühls Raum zu geben. So unersättlich und todesnah klang Liebe nie.

Tilman Knabe, Regisseur bilder- und erzählstarker Inszenierungen, hat „Tristan und Isolde“ aktuell politisch befragt. Wagners „Handlung in drei Aufzügen“ wird so zu einem Stück über Macht und Politik.

Die Wagner-Verdi-Woche wird ergänzt durch die Podiumsdiskussion „Wagner und Verdi - Zwei Europäer zwischen Reform und Revolution“ am Sonntag, 14. April, 11 Uhr, Deck 3, moderiert vom Leitenden Musiktheaterdramaturgen des Staatstheaters Mainz, Carsten Jenß.

Die Musiktheaterpädagogin des Staatstheaters Mainz, Anna Scherer, bietet zu der Wiederaufnahme von „Tristan und Isolde“ am Freitag, 19. April, 17 Uhr, Probebühne 2 einen Einführungsworkshop zu Inhalt, Musik, Inszenierung, bei dem sich die Teilnehmer aktiv beteiligen können. Anmeldung erbeten unter Tel: (06131) 2851-151. Treffpunkt: Bühneneingang, Kleines Haus

 

 


 
Christine Villinger

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

cvillinger@staatstheater-mainz.de

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www.staatstheater-mainz.com