12.05.2013 07:30 23. Mai 2013, Laeiszhalle Hamburg

Konzert Klassik: Erlesene Kammermusik mit dem Elias String Quartet und Jonathan Biss in Hamburg

Jonathan Biss ist Pianist

»Was Schumann für mich bedeutet, geht weit über reine Bewunderung hinaus«, so der Pianist Jonathan Biss. Bild 1: Jonathan Biss © Benjamin Ealovega

Elias String Quartet spielt in Hamburg

Bild 2: Elias String Quartet © Benjamin Ealovega

Von: GFDK - Elena Wätjen - 2 Bilder

Zum Finale der Kammermusik-Reihe trifft am 23. Mai das gefeierte Elias String Quartet aus England auf den amerikanischen Pianisten Jonathan Biss. Im Zentrum des Abends steht Robert Schumann: Neben einem Streich- und einem Klavierquartett des Komponisten erklingt ein neues Werk, das der aufstrebende Amerikaner Timothy Andres als Hommage an Schumann komponiert hat. Außerdem auf dem Programm: Drei Fantasias des Barockmeisters Henry Purcell.

»Was Schumann für mich bedeutet, geht weit über reine Bewunderung hinaus«, so der Pianist Jonathan Biss. »Schumanns unbedingter Wille, die Musik zu einer poetischen und zutiefst persönlichen Sprache zu machen, sind auch für mich die wichtigsten Aufgaben jedes Musikers«. Der 32-jährige Amerikaner, dessen musikalische Raffinesse nicht nur in seiner Heimat für Furore sorgt, ist in dieser Saison mit seinem großangelegten Projekt »Schumann: Under the Influence« mit insgesamt mehr als dreißig Konzerten und unterschiedlichen musikalischen Partnern u.a. in der Londoner Wigmore Hall, in der Carnegie Hall New York, im Concertgebouw Amsterdam sowie in Florenz, Triest, Padua, Lyon, Oxford, Stockholm, Prag, Toronto, Calgary, Philadelphia und San Francisco zu Gast. Nach Hamburg begleitet ihn das Elias String Quartet, das von Kritikern als eines der besten jungen Streichquartette gefeiert wird. Das Ensemble, das wie Jonathan Biss Stipendiat des Borletti Buitoni Trusts ist, benannte sich nach einem Oratorium von Mendelssohn, dem wiederum Schumann sein Quartett op. 41/1 »in inniger Verehrung« widmete.

Konzert in Deutschland

Jenes Streichquartett op. 41/1, das Schumann seiner Frau Clara 1842 auf den Geburtstagstisch legte, erklingt in der Programm-Mitte – nach drei Fantasias des englischen Barockkomponisten Henry Purcell, deren ausdrucksvolle Dissonanzen ihrerseits beinahe romantisch wirken. Mit Schumanns geheimnisvollem Klavierquartett op. 47 wiederum endet der Abend. Der Forsche und der Verträumte, die zwei Herzen in Schumanns Musikerbrust, stehen sich darin deutlich gegenüber. Zwischen Schumann und Schumann erklingt dann noch eine Hommage an selbigen: ein nagelneues – von Wigmore Hall, San Francisco Performances, Carnegie Hall und Concertgebouw Amsterdam in Auftrag gegebenes – Klavierquintett des Amerikaners Timothy Andres. Andres‘ Musik ist ebenso von Sigur Rós und Radiohead wie von Brahms, Beethoven und Schumann beeinflusst. Der junge Komponist spielt mit musikalischen Formen und Regeln, zitiert und demontiert, und schafft so stets etwas reizvolles Neues.

Gefördert durch den Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e.V. Am Abend vor dem Konzert sind Mitglieder des Elias String Quartets im Elbphilharmonie Kulturcafé beim Gespräch mit Melanie von Bismarck zu erleben. Der Eintritt ist frei.

Konzert in Hamburg

Do 23.05. / 20.00 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal

Kammermusik: Elias String Quartet Jonathan Biss

Elias String Quartet:

Sara Bitlloch, Violine

Donald Grant, Violine

Martin Saving, Viola

Marie Bitlloch, Violoncello

Jonathan Biss, Klavier

 

Henry Purcell: Fantasias g-Moll Z 735 / F-Dur Z 737 / d-Moll Z 739

Robert Schumann: Streichquartett a-Moll op. 41/1

Timothy Andres: Piano Quintet

Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47

Konzerteinführung: 19.15 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Studio E

€ 39 / 33 / 25 / 11

REDticket der Haspa Musik Stiftung: Die besten verfügbaren Plätze für nur € 10 ab einer Woche vor dem Konzert – für alle bis einschließlich 27 Jahre. Das REDticket ist erhältlich im Elbphilharmonie Kulturcafé, im HaspaJoker Shop / Filiale am Jungfernstieg (keine Barzahlung), an der Abendkasse und über www.elbphilharmonie.de.

Mi 22.05. / 18.00 Uhr / Elbphilharmonie Kulturcafé

Elbphilharmonie Kulturgespräch mit Mitgliedern des Elias String Quartet

Melanie von Bismarck, Moderation

Eintritt frei.

Elias String Quartet

Die Mitglieder des in England ansässigen Elias String Quartets – Sara Bitlloch und Donald Grant (Violine) sowie Martin Saving (Viola) und Marie Bitlloch (Cello) – fanden 1998 am Royal Northern College of Music in Manchester als Quartett zusammen. Zu ihren Mentoren zählen neben dem Alban Berg Quartett auch die Mitglieder des Amadeus, des Endellion und des Vermeer Quartets sowie Hugh Maguire, György Kurtág, Gábor Takács-Nagy, Henri Dutilleux, Rainer Schmidt, Kim Kashkashian und Milan Škampa. 2003 wurde es beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in London mit dem zweiten Preis und mit dem Sidney Griller Preis ausgezeichnet, zwei Jahre später war es Finalist beim Paolo Borciani-Wettbewerb.

Das Streichquartett, das Mitglied des BBC New Generation Artist scheme war, ist an den wichtigen Konzerthäusern und bei renommierten Festivals in Großbritannien zu Gast, darunter die Londoner Wigmore Hall, die BBC Proms, das City of London Festival sowie das Cheltenham Festival, und es geht regelmäßig auf Tournee durch Europa und die USA. Es tritt dabei in Konzertsälen wie dem Konserthuset in Stockholm, dem Auditorium du Louvre in Paris, der Jordan Hall in Boston und dem Concertgebouw in Amsterdam auf. Das Hauptaugenmerk des Ensembles liegt in der Saison 2012/13 auf dem 2011 begonnenen Beethoven-Zyklus, den die Musiker mit Unterstützung der Borletti Buitoni Stiftung realisieren. Die vier Streicher arbeiten mit Künstlern wie Andrew Marriner, Ralph Kirshbaum, Mark Padmore, Roger Vignoles, Robin Ireland, Adrian Brendel und mit dem Endellion, dem Navarra und dem Vertavo Quartet zusammen. Im Frühjahr 2012 erschienen mehrere CDs, darunter eine Aufnahme eines Werkes des jungen britischen Komponisten Huw Watkins sowie eine Einspielung in der Serie »Wigmore Hall Live« mit Streichquartetten von Haydn und Schumann. Weitere CD-Einspielungen mit Werken u.a. von Bach (EMI), Britten (Sonimage) und Mendelssohn (Sanctuary Classics) sind im Handel erhältlich.

Jonathan Biss

Der amerikanische Pianist Jonathan Biss (*1980) repräsentiert die dritte Generation in einer Musiker-Familie. Er konzertiert mit allen renommierten amerikanischen Orchestern sowie mit den wichtigsten europäischen Klangkörpern, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra sowie das BBC Symphony Orchestra, das NDR Sinfonieorchester, das Rotterdams Philharmonisch Orkest, das Swedish Radio Symphony Orchestra, das Budapest Festival Orchestra sowie die Staatskapellen Berlin und Dresden. Aber auch als Kammermusiker oder mit Solo-Auftritten ist Jonathan Biss weltweit gefragt; so war er im Januar 2011 mit einem umjubelten Rezital im Stern Auditorium zu hören und eröffnete bereits zweimal die Reihe »Master Piano« am Amsterdamer Concertgebouw. Außerdem spielte er bei den Festivals in Salzburg, Luzern und Edinburgh sowie beim Beethovenfest Bonn. Seine CD-Einspielungen, darunter alle Klaviersonaten von Beethoven, erscheinen seit einiger Zeit bei Onyx Classics. Zuvor hat Biss u.a. vier preisgekrönte Aufnahmen bei EMI Classics veröffentlicht. Unter seinen Auszeichnungen sind der Gilmore Young Artist Award 2002, der Martin E. Segal Award des Lincoln Centers, der Avery Fisher Career Grant, außerdem ist er Stipendiat des Borletti Buitoni Trusts. Als erster Amerikaner wurde Jonathan Biss in das BBC New Generation Artist Scheme aufgenommen.

Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg

Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle.

Tickethotline: 040 357 666 66, tickets@elbphilharmonie.de.

 

 

Nataly Bombeck und Elena Wätjen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

presse@elbphilharmonie.de