10.05.2013 08:03 Konzert beim Internationalen Musikfest in Wien

Konzert Klassik: Emanuel Ax & Joshua Bell bringen mit dem New York Philharmonic Mozart & Bernstein zum Erklingen

Joshua Bell spielt Violine

In drei Konzerten präsentiert sich das Orchester mit abwechslungsreicher symphonischer Literatur sowie mit zwei Solisten: Emanuel Ax und Joshua Bell. Bild 1: Joshua Bell © Bill Phelps

Emanuel Ax ist Pianist

Bild 2: Emanuel Ax © Jerry Beznos

Von: GFDK - Wiener Konzerthaus - 2 Bilder

Die Residenz des New York Philharmonic, des ältesten Symphonieorchesters der USA, unter ihrem musikalischen Direktor Alan Gilbert ist ein besonderer Höhepunkt des 36. Internationalen Musikfests im Wiener Konzerthaus.

In drei Konzerten – am 15., 16. und 17. Mai – präsentiert sich das Orchester mit abwechslungsreicher symphonischer Literatur sowie mit zwei Solisten: der Pianist Emanuel Ax, Ehrenmitglied der New York Philharmonic Society, übernimmt den Solopart in Mozarts Klavierkonzert K 503 und ist bereits in mehr als einhundert Konzerten mit dem New Yorker Spitzenorchester aufgetreten, der amerikanische Geiger Joshua Bell ist in Leonard Bernsteins «Serenade» zu hören.

Festival in Deutschland

„Es ist mir eine besondere Freude, dass wir im Rahmen des Musikfests nicht nur heimische, sondern auch internationale Spitzenorchester zu uns ins Haus bringen konnten“, so Intendant Bernhard Kerres, der damit auch auf das Debüt der Berliner Philharmoniker Anfang Juni anspielt.

Die New York Philharmonic sind bekannt dafür, auch politisch ein Zeichen zu setzen, so spielten sie bereits 1959 und 1976 in Moskau, am 26. Februar 2008 gastierten sie als erstes US-amerikanisches Orchester in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang – schon jetzt wird dieser Auftritt als historisch angesehen. Im Wiener Konzerthaus kann das Orchester bei Modest Mussorgskis expressivem Klanggemälde «Bilder einer Ausstellung» in der Orchestrierung Ravels oder Bruckners 3. Symphonie brillieren. Ein Werk aus ihrer Heimat, die Auftragskomposition von Christopher Rouse, «Prospero's Room», gelangt zur österreichischen Erstaufführung.

Emanuel Ax

Am 15. Mai, dem ersten Tag der Residenz des Orchesters, steht Pianist Emanuel Ax auf der Bühne. Der in Lemberg geborene Künstler hat bereits im Alter von 6 Jahren begonnen, Klavier zu lernen; sein erster Lehrer war sein Vater. 1959 wanderte Ax mit seinen Eltern nach Kanada aus und zwei Jahre später in die USA, wo er in New York, unter anderem an der berühmten Juilliard School of Music, studierte. Heute übt er dort eine Lehrtätigkeit aus. 1969 startete Ax seine internationale Konzertkarriere mit einem Debüt in Südamerika.

Ax gewann den ersten Preis beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb 1974, 1979 wurde er mit dem Avery Fisher Award ausgezeichnet, mehrere Schallplattenpreise folgten, darunter 1995 und 2004 der Grammy in der Kategorie Instrumentalist ohne Orchester für seine Aufnahme von Haydn-Sonaten. Neben Klassik und Romantik widmet sich Ax auch Werken der Moderne, unter anderem von Arnold Schönberg, Paul Hindemith, Aaron Copland, Hans Werner Henze und John Adams. Sein Debüt mit den New York Philharmonic feierte Emanuel Ax 1977 im Alter von 28 Jahren.

Joshua Bell

Der US-amerikanische Violinist ist seit seinem Debüt in der Carnegie-Hall 1985 weltweit mit nahezu allen bedeutenden Orchestern und Dirigenten, darunter das Royal Philharmonic Orchestra, das Cleveland Orchestra das Chicago Symphony Orchestra, das Stockholm Philharmonic Orchestra sowie die Dirigenten Sakari Oramo, Marin Alsop und Sir Roger Norrington, aufgetreten. Bereits mit 4 Jahren bekam er seine erste Geige, als seine Eltern bemerkten, dass er Melodien mit Gummibändern zupfte, die er an seinem Kleiderschrank befestigt hatte – der Beginn einer außerordentlichen Karriere.

Neben dem klassischen Standardrepertoire hat er zahlreiche moderne und zeitgenössische Werke aufgeführt, mehrere darunter eigens für ihn komponiert. Besondere Bekanntheit erlangte Bell durch die Einspielung der Originalmusik von John Corigliano für den Oscar-prämierten Soundtrack des Filmes „Die rote Violine“ im Jahr 1998 und der Musik für den Film „Der Duft von Lavendel“ 2004 – außerdem wür ein Experiment der Washington Post 2007, bei dem er in Straßenkleidung, mit einer Baseballkappe auf dem Kopf und seiner Stradivari-Violine in der Hand inkognito in einer U-Bahn-Station in Washington, D.C. 43 Minuten lang Stücke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert und anderen Komponisten klassischer Musik spielte. Das Resultat: Nur 7 von 1.097 Personen blieben, um ihm zuzuhören, und nur eine hat ihn erkannt. Der Journalist Gene Weingarten hat für seinen Artikel, in dem er dieses Experiment beschrieben und kommentiert hat, 2008 den Pulitzer-Preis erhalten.

Festival in Wien

36. Internationales Musikfest

15. bis 17. Mai 2013



Wiener Konzerthaus Presse

Mag. (FH) Kathrin Stoiser

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