14.02.2012 07:10 am 28. März 2012 in Hamburg

Konzert Klassik: Das belgische Ictus Ensemble mit ihrer Produktion »Liquid Room« kommt nach Hamburg - Elbphilharmonie auf Kampnagel: Im Reich der Sinne

Ictus Ensemble liquid-room Foto (c)Ictus Ensemble

Von: Nataly Bombeck und Elena Wätjen

In der Saison 2011/12 beschreiten die Elbphilharmonie Konzerte auf
Kampnagel außergewöhnliche Wege, um Neue Musik sinnlich erfahrbar zu
machen. Beim zweiten von insgesamt drei Konzerten der Reihe präsentiert sich am 28. März das belgische Ictus Ensemble mit ihrer Produktion »Liquid Room« und Musik u.a. von Helmut Lachenmann, Harry Partch und Helmut Oehring.


Mit »Liquid Room« lädt das Ictus Ensemble am 28. März zu einer Entdeckungstour entlang der Grenzen der Neuen Musik. Ein Abend mit zeitgenössischer Klassik soll sich hier wie ein Rock-Festival anfühlen, bei dem das Publikum aufgefordert ist, die Konzerträume und Bühnen zu wechseln, beim Zuhören zu stehen oder zu sitzen – oder auch zwischendurch einen Drink an der Bar zu nehmen.

Jeder Zuhörer kann sich dabei frei zwischen vier im Raum platzierten Bühnen entscheiden. Die ständige Bewegung des Körpers bringt zugleich die Sinne in Schwung und wirkt sich positiv auf die Wahrnehmung der Musik aus. »Liquid Room« war bereits in Brügge, Brüssel und Wien zu Gast, in Deutschland tritt das Ictus Ensemble mit dieser Produktion zum ersten Mal auf.


»Zeitgenössische Musik als Abenteuer« – das ist das Motto des belgischen Ensembles, das sich auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisiert hat. Ihr Konzertprogramm reicht von Kurt Schwitters, über Helmut Lachenmann bis zu dem Berliner Komponisten Helmut Oehring.

Von dem jungen Komponisten Alexander Schubert, der sich mit der Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer Musik beschäftigt, bringt das Ensemble das Werk »Laplace Tiger« zur Aufführung. Ein legendäres Manifest des Dadaismus ist dagegen Kurt Schwitters' »ursonate«.

Der US-amerikanische Komponist Harry Partch, der sich der mikrotonalen Musik
verschrieben hatte und vor allem für selbst gebaute Instrumente komponierte, ist gleich mit zwei Werken vertreten.

Schließlich steht neben dem finnischen Komponisten Magnus Lindberg – dem Composer in Residence der New Yorker Philharmoniker – auch eine Komponistin auf dem Programm: die österreichische Eva Reiter mit ihrem Werk »Konter: ein schneller Gegenangriff« für Kontrabassflöte und Tape aus dem Jahr 2009.


In Zusammenarbeit mit Kampnagel. Mit Unterstützung der Stiftung
Elbphilharmonie. Gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.


Ictus Ensemble
Dirk Descheemaeker, Klarinette
Philippe Ranallo, Trompete
Michael Schmid, Flöte und Stimme
François Deppe, Violoncello
Jean-Luc Plouvier, keyboards
Tom Pauwels, Gitarren
Géry Cambier, Bassgitarre und Schlagwerk
Gerrit Nulens, Schlagwerk
Cédric Dambrain, Live-Elektronik
Alexandre Fostier, Klangregie


Programm:
Magnus Lindberg: Ablauf
Cédric Dambrain: In Memoriam
Kurt Schwitters: ursonate
Michael Gordon: I buried Paul
Eva Reiter: Konter
Benjamin De La Fuente: Bypass
Helmut Lachenmann: Pression
Harry Partch (Arrangement Tim Mariën): Barstow
Harry Partch (Arrangement Tim Mariën): The Letter
Geoffrey Drouin: Crispy Grain
Alexander Schubert: Laplace Tiger
Helmut Oehring: FoxFire Eins (Natriumpentothal)
Michael Levinas: Concerto pour un piano espache n° 2


Kartenpreis: € 25


Ictus Ensemble Ictus ist ein zeitgenössisches Ensemble aus Brüssel, das sich kritisch mit dem Begriff »zeitgenössische Musik« auseinandersetzt. Das Ensemble ist zwar neugierig auf alles Neue, widmet sich der Neuen Musik jedoch nicht nur um ihrer selbst willen, sondern sucht stets die Verbindung zum Film, zum Theater und zum Tanz.

Das Ensemble legt seinen Fokus auf thematisch konzipierte Konzerte (z.B.
»Ironie« oder »Musik und Stummfilm«) oder an Persönlichkeiten orientierte Programme (Magnus Lindberg, Emmanuel Nunes, Jonathan Harvey, Franco Donatoni, Steve Reich, Toshio Hosokawa).

Als der bevorzugte Partner der Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker ist das Ictus Ensemble in vier Tanzproduktionen mit ihrer Compagnie Rosas in Brüssel involviert. In nur wenigen Jahren hat es das Ensemble geschafft auch international Fuß zu fassen.

Ictus trat bisher auf den Festivals zur zeitgenössischen Musik in Brüssel, Wien, Salzburg, Paris, Strasburg und Tokio sowie in Deutschland beim Festival Zeitgenössische Musik in Donaueschingen und den Wittener Musiktagen auf.


Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg


Mit der künftigen Elbphilharmonie und der renommierten Laeiszhalle werden beide Konzertbetriebe aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter unter anderem in der Laeiszhalle stattfinden.

Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und
weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle. Tickethotline: 040 357 666 66, tickets@remove-this.elbphilharmonie.de.


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