05.01.2014 08:40 Abwechslungsreiches Konzertprogramm

KlangZeit in Münster findet vom 19. Januar bis 2. Februar 2014 unter dem Motto "Krieg und Frieden" statt

Das Ayangil Ensemble tritt bei KlanZeit in Muenster 2014 auf

Das Ayangil Ensemble aus Istanbul beehrt Münster. Quelle: Veranstaltuer

Das Sinfonieorchester Muenster tritt bei KlanZeit in Muenster 2014 auf

Bild 2: Sinfonieorchester Münster © Jochen Quast

Von: GFDK - Angela van den Hoogen - 2 Bilder

Zum achten Mal lädt die Gesellschaft für Neue Musik Münster zu ihrer großen Betrachtung des Gegenwartsschaffens, und wieder ist den Verantwortlichen ein überzeugendes Motto eingefallen, das vom 19. Januar bis zum 2. Februar 2014 als Leitlinie dienen wird: „Krieg und Frieden“ lautet die Devise, die angesichts ihrer immerwährenden Aktualität ein außerordentlich breites Spektrum musikalischer Äußerungen zulässt.

Von Igor Strawinskys „Histoire du Soldat“ bis zur Elektronischen Musik, von einem Abstecher zu den „Türken vor Wien“, die einst für die Gründung des ersten abendländischen Caféhauses sorgten, bis zu Auftragswerken von Komponisten, die durch Gegenwartskonflikte, ‑krisen und ‑kriege aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Installationen, Improvisationen, Workshop, intime und ausladende Veranstaltungen sowie als einer der programmatischen Höhepunkt die geplante Uraufführung eines neuen Werkes von Michael Jarrell durch das Städtische Sinfonieorchester halten für jeden, den auch nur Facetten des modernen Musiklebens interessieren, beachtens‑ und bemerkenswerte Ereignisse bereit, an denen unter anderem das Nomos Quartett, die Ensembles Hörsinn und Compania, das Studio Musik unserer Zeit der Musikhochschule Münster sowie Solisten und Ensembles aus der Türkei, dem Libanon, Israel, Irak und Ägypten beteiligt sind.

Konzerte in Deutschland

Werke von: Younghi Pagh Paan, Samir Odeh-Tamimi, Luca Lombardi, Steve Reich, Toshio Hosokawa, Igor Strawinsky, Betty Olivero, Oliver Schneller, Paul Dessau, Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Friedrich Schenker

Auftragswerke: Cecilia Kim (Korea), Hassan Khan (Ägypten), Chatschatur Kanajan (Armenien), Yannis Kyriakidis (Cypern), Manos Charalabopoulos (Griechenland), Bassem Alkhouri (Syrien), Taner Akyol (Türkei), Josef Bardanashvili (Georgien / Israel) und Yuri Kasaparov (Russland), Jörg Birkenkötter (D) und Michael Jarrell (CH)

Mit: Hezarfen Ensemble (Türkei), Ensemble Ayangil (Türkei), Ensemble Sidare (Irak), Kamilya Jubran & Werner Hasler (Palästina / Schweiz), KlangZeit-Festival-Ensemble, Sinfonieorchester Münster, Workshop-Ensemble (mit Musikern aus Israel, Libanon, Türkei & NRW), Nomos Quartett, Compania, ensemble:hörsinn, Musikhochschulensemble

VORVERKAUF Theaterkasse Münster T 0251 5909‑100 | theaterkasse@stadt‑muenster.de

Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr

Weitere Informationen: www.klangzeit-muenster.de

VERANSTALTER GNM‑Münster | Theater Münster | Sinfonieorchester Münster | Kulturamt Münster | Musikhochschule Münster | cuba‑cultur

KLANGZEIT2014 wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes | Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein‑Westfalen | Kunststiftung NRW | Stadt Münster | proHelvetia

Konzerte in Münster

Programmübersicht

Sonntag 19.1. | 17:00 Stadthausgalerie, Rathausinnenhof

FESTIVALERÖFFNUNG

Polis. Istanbul – Kairo – Jerusalem – Beirut

Eröffnung der Klanginstallation von Oliver Schneller

Lautsprecherinstallation

19.01.–16.02.2014 | Di–Fr 16–20 Uhr | Sa/So 12–16 Uhr

11 Uhr in Kairo, 11 Uhr in Beirut, 11 Uhr in Jerusalem und 11 Uhr in Istanbul – die achtkanalige Klanginstallation befördert einen gleichzeitig an vier verschiedene Orte. Urbane und kulturelle Klangidentitäten, die Wirkung von architektonischen und geografischen Gegebenheiten auf die akustische Landschaft von Städten, der Ruf des Muezzins, das Läuten von Kirchenglocken oder der Gesang aus einer nahegelegenen Talmud‑Schule fließen ineinander.

Oliver Schneller schuf die Installation eigens für die von Almut Bruckstein kuratierte Ausstellung „Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“ im Berliner Gropiusbau (November 2009 bis Januar 2010). Ausgangspunkt waren die klassischen Stadtansichten Bagdads, der arabischen Metropole, die einst den Namen Madinat as‑Salam (Stadt des Friedens) trug.

Der 1966 in Köln geborene Komponist und Saxophonist Oliver Schneller wuchs im Sudan, in Belgien und auf den Philippinen auf. Er studierte Komposition am New England Conservatory in Boston. An der City University of New York leitete er das Electronic Music Studio und promovierte im Fach Komposition an der Columbia University New York, wo er als Assistent von Tristan Murail arbeitete. In Berlin kuratierte Oliver Schneller das Festival Tracing Migrations mit zeitgenössischer Musik junger arabischer Komponisten. Er war Stipendiat der Villa Massimo in Rom und erhielt 2010 den Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. Oliver Schneller, dessen Werke von namhaften Ensembles und Orchestern aufgeführt werden, interessiert sich heute vor allem für interkulturelle und interdisziplinäre Musikprojekte. Er ist Professor für Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. www.oliverschneller.net

Eintritt frei

Sonntag 19.1. | 19:30 Uhr | Theater Münster, Kleines Haus

Music of Displacement

Multimediale Uraufführungen von Chatschatur Kanajan (Armenien), Manos Charalabopoulos (Griechenland), Yannis Kyriakidis (Zypern), Bassem Alkhouri (Syrien) sowie Werke von Samir Odeh‑Tamimi (Israel), Taner Akyol (Türkei), Zeynep Gedizlioglu (Türkei)

zu Texten von Yasar Kemal und Video von Nohlab (Türkei)

 

Chatschatur Kanajan (1971, Armenien)

*neues Werk für das Hezarfen Ensemble UA

Manos Charalabopoulos (1922, Griechenland)

*neues Werk für das Hezarfen Ensemble UA

Zeynep Gedizlioglu (1977, Türkei)

Susma (Don’t be silent) (2007)

 

Yannis Kyriakides (1974, Zypern)

*neues Werk für das Hezarfen Ensemble, Kanun & Electronics UA

Samir Odeh-Tamimi (1980, Israel)

Shatilla (2005) für Violine, Cello, Klar., Bassklar. und Klavier

 

Taner Akyol (1977, Türkei)

„Hatırlamalar” (Remembrances) für Streichquartett und Baglama

Bassem Alkhouri (1976, Syrien)

*neues Werk für das Hezarfen Ensemble, Kanun und Stimme UA

 

Mit der „Music of Displacement“ öffnet das Hezarfen Ensemble ein Fenster zum Gedenken an all die Menschen, die an den Grenzen zur Türkei oder in dem Lande selbst während der letzten einhundert Jahre und mehr vertrieben und verpflanzt wurden.

Von den Massenumsiedlungen der armenischen, griechischen und türkischen Bevölkerung, die zwischen 1915 und 1923 im Zuge des Ersten Weltkriegs und des türkischen Unabhängigkeitskampfes durchgeführt wurden, über die Tragödie der Palästinenser in Israel (1948), das Geschehen im Libanon (1980) und die türkischen Zwangsumsiedlungen der Kurden während der achtziger Jahre bis zu den syrischen Flüchtlingen, die heute über die türkische Grenze kommen – Anatolien hat im letzten Jahrhundert, ja selbst während der letzten zwanzig Jahre genug Probleme gehabt.

Im Mittelpunkt dieses Programms stehen zeitgenössische Bilder, die von der kraftvollen Poesie Yasar Kemals begleitet werden, dem größten Dichter der Türkei, wie John Berger sagte, der für die spricht, die nicht für sich selbst sprechen können. Sie bilden die Brücke zwischen den einzelnen Instrumentalstücken, in denen die Komponisten ihrerseits über die Ereignisse nachdenken, die die Geschichte und das Leben so vieler Menschen geprägt haben. Mit Dichtung, Bildern und Musik betrachtet das Programm, was dabei herauskommt, wenn man „idealistische“ politischer Vorhaben durchsetzen und Nationen aufbauen will.

Eintritt: 20 € | 10 €

Montag 20.1. | cuba‑Foyer, Achtermannstr. 12

Once upon a time

Videoprojektion von Anke Gollub

20.01.–16.02.2014 | Mo–Fr 10–21 Uhr

Die Videoarbeit "once upon a time" beschäftigt sich mit der jüngeren deutschen Geschichte und ist Teil der Biografie von Anke Gollub. 1989 gelang etwas bis dahin Unvorstellbares: Die friedliche Revolution. Es ist eine Arbeit gegen das Vergessen.

Eintritt frei

Montag 20.1. | 19.30 Uhr | Rathausfestsaal

Battaglia: Compania trifft den Krieg

Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Dmitri Schostakowitsch, Antal György Csermák und Fazil Say

Compania – Ensemble für Neue Musik

Die Battaglia oder Schlachtenmusik ist, was ihr Name sagt: die tönende, zumeist auch dröhnende Darstellung des wilden Getümmels, mit dem sich feindliche Parteien so lange gegenseitig maltraitieren, bis am Ende eine einseitige Überlegenheit erreicht oder aber eine allseitige Erschöpfung eingetreten ist, dass man die Auseinandersetzung als entschieden betrachten kann. Tonkünstler aller Jahrhunderte und Couleurs haben zwischendurch den Abstecher in diese programmatisch-bildhaften Bereiche unternommen: der alte Clement Janequin ebenso wie Claudio Monteverdi, die Frescobaldi, Sweelinck und Froberger; Ludwig van Beethoven bei der lärmenden Feier nach Wellingtons Sieg in der Schlacht von Vittoria und Dmitri Schostakowitsch in der Invasionsepisode seiner Leningrader wie auch im Kopfsatz seiner elften Symphonie („Das Jahr 1905“) ...

Immer wieder ist dabei zu bemerken, dass die Komponisten die spezielle Gelegenheit zu besonderen Experimenten nutzen – weil letztlich die während des kriegerischen Tumults herrschende Unordentlichkeit viel größere Freiheiten auch des Tonsatzes gewährt als die gehörig-friedliche Vermeidung verbotener Parallelen: Wo der Querstand fröhliche Urständ feiern durfte, konnten selbst frühere Generationen nach Herzenslust ihren Unfug treiben wie etwa Heinrich Ignaz Franz Biber, der Paganini des deutschen Barock, in seiner Battaglia, die zeitweilig völlig aus jedem Ruder läuft.

Mit: Mihai Ionescu (Violine), Christian Büscherfeld (Violine), Svenja Ciliberto (Viola), Elisabeth Fürniss (Violoncello) und Renate Fischer (Kontrabass)

Eintritt: 13 € | 6,50 €

Dienstag 21.1. | 19:30 | Theater Münster, Kleines Haus

Sidare & Wanabni

Duo Sidare (Irak): Bassem Hawar und Saad Thamir spielen traditionelle irakische Instrumente

Wanabni (Israel/Schweiz): Kamilya Jubran, Gesang & Oud Werner Hasler, Trompete & Elektronik

Ausgehend von traditionellen Themen entwickelt das Duo Sidare am Dienstag, den 21. Januar, um 19:30 Uhr im Kleinen Haus des Theater Münster einen neuen Blick auf die klassische irakische Musik. Das Ensemble greift in seinen Improvisationen und Kompositionen verschiedene irakische Musikformen auf, die in den vergangenen 50 Jahren von irakischen Musikern vernachlässigt worden sind. Dies sind Lieder längst vergessener Zeiten oder Klagegesänge, die ausschließlich in der Frauenwelt existieren. Krieg und Zerstörung zum Trotz versucht das Duo Sidare aus dem Exil heraus die kulturelle Identität des Iraks zu bewahren, indem es möglichst viele der nationalen aber auch regionalen irakischen Musikformen aufspürt und ihnen neues Leben einhaucht. Die bis zu tausend Jahre alten Melodien, klingen für das heutige Ohr fremd, doch werden sie durch die Bearbeitungen von Saad Thamir und Bassem Hawar den arabischen und europäischen Ohren näher gebracht.

Nach der Pause ist Kamilya Jubran, eine palästinensische Sängerin und Instrumentalistin mit israelischem Pass, zu erleben: Sie singt auf Hocharabisch und vertont moderne arabische sowie ins Arabische übersetzte Gedichte. Gemeinsam mit dem Schweizer Trompeter und Elektroniker Werner Hasler gibt sie seit vielen Jahren als Ensemble Wanabni faszinierende Konzertabende zwischen arabischer Musik, Jazz und Elektronika. Videolink: www.youtube.com/watch

Eintritt: 20 € | 10 €

Mittwoch 22.1. – 20:00 Uhr | Theater im Pumpenhaus

Betty Olivero & Cecilia Kim

Betty Olivero (Israel): Video L’ombra Che Porta Il Sogno

Cecilia Kim (Korea):   Postcard from the Camp: Songs for the War-time Comfort Women (2003)

'Remeber the Remembering' für Mezzosopran, Gitarre & Videoprojektion

(Auftragswerk der GNM)  UA

Betty Olivero ist eine zeitgenössische israelische Komponistin, die lange Jahre im italienischen Florenz gelebt hat, wo sie bei Luciano Berio studierte. 2002 wurde sie zur ersten weiblichen Kompositions-Professorin Israels ernannt. In ihren Werken verbindet sie Elemente der sephardischen und arabischen Musik sowie mittelalterlicher Musik mit einer zeitgenössischen Musiksprache. „L’Ombra che porta il sogno” gedenkt dem Holocaust, wofür Olivero „sich auf Schriften von Kindern” bezieht, die „in Theresienstadt gefunden wurden. Es sind Texte der Hoffnung und Freude, der gepriesenen Schöpfung oder einfach der Schönheit ... diese repräsentieren die Kraft der Seelen, den Sieg des Gedankens und des Geistes.” Klezmer, gesprochene Texte und Kinderrufe, Gebete aus der Synagoge vermischen sich mit Orchesterklängen, die durch verschiedene Filmszenen wandern.

Von Cecilia Kim erklingen nach der Pause ihr bekanntes „Postcard from the Camp: Songs for the War-time Comfort Women“ und ein Auftragswerk der Gesellschaft für Neue Musik Münster – konzipiert als multimedialer Event mit Videosequenzen unter der Regie der Komponistin. 'Remeber the Remembering'  erzählt von den Erinnerungen an den Krieg und das Leiden, von den Erinnerungen, die unauslöschlich sind.

Für ihre Multimedia-Veranstaltungen hat die Koreanerin Cecilia Kim bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Sie ist Komponistin, Regisseurin und Professorin für Komposition und Neue Medien an der Sang Myung Universität von Seoul. Sie engagiert sich besonders in den Bereichen des Film, der modernen Tanzproduktionen und der Multimedia-Events. Nach ersten Studien in Südkorea ging Cecilia Kim nach Philadelphia, wo sie bei Joseph Castaldo mit den Multimedia-Experimenten begann. Weiterführende Studien an der University von Pennsylvania bei George Crumb und an der traditionsreichen Bostoner Harvard University folgten. Ihre Musik wurde in Korea, China, Frankreich, Ungarn und natürlich in den USA aufgeführt. Im Jahr 2002 wurde eines ihrer Stücke ausgewählt, um die Asian Games zu präsentieren. Weitere Informationen: www.ceciliakim.com und www.olivero.co.il

Mit: Rebecca Minio-Paluello und Sun Hee Park (Violine), Antonio Fernandez Hernandez (Viola), Julia Wasmund (Violoncello), Reinbert Evers (Gitarre), Annette Kleine (Mezzosopran), Stephan Froleyks (Percussion)

Eintritt: 16 € | 8 €

Freitag 24.1. – 19:30 Uhr | Musikhochschule

Ensemble Hörsinn & Gäste

Werke von Georg Katzer, Friedrich Schenker, Friedrich Goldmann, Paul Dessau, Samir Odeh‑Tamimi, Iannis Xenakis sowie die Uraufführung eines neuen Werks von Jörg Birkenkötter

Solisten: Nino Saakadze (Cembalo), Clemens Rave (Klavier), Stephan Schomaker (Gitarre), Peter Kersting (Gitarre)

 

Georg Katzer: Konzert für Cembalo und Bläserquintett (1978)

Paul Dessau: Guernican für Klavier solo (um 1938)

Friedrich Schenker: „Zwei Feldmusiken“ für Akkordeon, Trp., Hr., Posaune und Tuba nach Jean Paul^

Georg Katzer: elegisch ma non troppo für 2 Gitarren (1982)

Paul Dessau: Suite für Altsaxophon und Klavier (1935) 

Friedrich Goldmann: Sonate für Bläserquintett und Klavier (1971)

***

Samir Odeh-Tamimi: Li-Umm-Kámel (2004) für Flöte, Klavier und Schlagzeug, Ja-Nári (2003) für Trompete, Horn, Bassposaune & Schlagzeug

Jörg Birkenkötter: „BlackBox... (untrennbar?)“, 2013/14 UA

Iannis Xenakis:  Linaia Agon (1972)

                                                                                            

2014 jährt sich zum 25. Mal die friedliche Revolution in der DDR, die das Ende des Kalten Krieges besiegelte und mit dem Fall der Berliner Mauer einen spektakulären Höhepunkt fand. So viel man im Westen Deutschlands inzwischen über die Geschichte jenseits des Eisernen Vorhangs weiß, so wenig kennt man die Kunstfertigkeit und Originalität, mit der dort komponiert wurde. Denn Komponisten wie Paul Dessau, Friedrich Goldmann, Georg Katzer und Friedrich Schenker fanden ihre eigenen Wege, ohne plumpe politische Propaganda musikalisch höchst differenzierte Bilder ihrer Zeit zu entwerfen. Im übergeordneten Rahmen eines Musikfestes, das einen Themenschwerpunkt zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden plant, soll das vorgesehene Konzert mit Kammermusik aus der DDR Gelegenheit bieten, einen Eindruck von der musikalischen Vielfalt und Eigenwilligkeit wegweisender DDR-Komponisten zu bekommen und das seltene Glück einer unblutigen Revolution zu feiern, die vor einem Vierteljahrhundert die weltpolitischen Koordinaten verschob. (Prof. Dr. Michael Custodis)

Im zweiten Teil der Konzerte folgen zunächst zwei Stücke des 1970 in der Nähe von Tel Aviv geborenen Palästinenser Samir Odeh-Tamimi: „Li-Umm-Kámel“ (2004) für Flöte, Klavier und Schlagzeug und das ein Jahr ältere „Ja-Nári“ für Blechbläsertrio und Schlagzeug leiten zur Uraufführung des Abends hin - Jörg Birkenkötters „Blackbox ... (untrennbar?)“.

Der Abend geht mit einem avantgardistischen Klassiker zu Ende: Iannis Xenakis, der sich selbst noch im Widerstandskampf gegen die Nazis engagierte und seine „Linaia Agon“ einem mythologischen Wettstreit besonderer Art widmete – der künstlerischen Auseinandersetzung zwischen Linos, dem gefeierten Gott der Musik, und Apollo, dem Herrn der Musen, der ihn besiegt.

Als freies Ensemble befasst sich das ensemble:hörsinn seit acht Jahren mit der Aufführung zeitgenössischer Musik. Seitdem spielten die Münsteraner Musiker zahlreiche Uraufführungen und pflegen gleichzeitig das Repertoire der letzten Jahrzehnte. Die Zusammenarbeit mit lebenden Komponisten ist dem Ensemble ein besonders Anliegen.

Konzerte in Berlin, Paris, Warschau, Minsk, sowie eine Rundfunkübertragung im Deutschlandfunk bezeugen die Bedeutung auch über die Region hinaus. Die nicht ganz gewöhnliche Besetzung mit einem Schwerpunkt auf Blasinstrumente gibt dem Ensemble einen eigenen Charakter. Beim diesjährigen Klangzeit-Festival erweitert sich die Besetzung erstmals um alle Blasinstrumente, Akkordeon und eine kleine Streicherbesetzung.

Eintritt: 16 € | 8 €

Samstag 25.1. | 19:30 Uhr | Musikhochschule       

Die Türken in Wien! Alte Musik aus Europa

Ensemble Ayangil (Türkei) & Ensemble Münster Barock

Die osmanische Kunstmusik 'ince sâz' zog zu den Friedensverhandlungen 1700 mit Großbotschafter Ibrahim Pascha in Wien ein und eroberte die Bevölkerung im Sturm. Dem Publikum erschließt sich das faszinierende Erlebnis eines heute vergessenen Orients: Die Türken in Wien!

Für das Konzert des Ayangil‑Ensembles aus Istanbul werden erstmalig die Besetzung, der Aufführungskontext und die osmanische höfische Musik dieser Zeit anhand von zeitgenössischen Quellen aus Orient und Okzident rekonstruiert, dazu erklingt von dem Ensemble Münster Barock als westliches Pendant Musik von Heinrich Ignaz Franz von Biber, Johann Heinrich Schmelzer und Jean-Féry Rebel.

Zahllose Kriegsszenen wurden damals von den abendländischen Komponisten musikalisch gleich einem tönenden Schlachtengemälde verewigt. Lärmende Battaglien und melancholische Lamenti entstanden. Die Auseinandersetzung mit dem Feind, dem „Fremden“, blieb aber nicht folgenlos: Im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts wird Traditionelles mit Exotischem kompositorisch ideenreich miteinander verflochten. Janitscharenmusik („alla turca“) kommt in Europa in Mode, Säbeltanz (Moresca), Tambourin (Rameau „Le Turc généreux“) und Märsche (Lully „Marche pour la Cérémonie des Turcs“) sind fester Bestandteil europäischer Barockmusik geworden.

Jean-Féry Rebels „Le Chaos“ schildert die Verwirrung der Elemente - Verwirrung und Chaos wie sie auch Kriege mit sich bringen: Zerstörung, Manipulation, Verzweiflung, moralische Orientierungslosigkeit, geographische Neuordnung. Der Kampf der Elemente schließt mit einem strahlenden D-Dur. Am Ende siegt also die Harmonie, die Elemente haben ihren Platz gefunden.

Das Ensemble Ayangil unter der Leitung des Komponisten, Musikgelehrten und Instrumentalvirtuosen Ruhi Ayangil zählt zu den Pionieren unter den wenigen türkischen Formationen, die seit einigen Jahren bemüht sind, in ihre Konzerte auch Werke aus historischen Quellen miteinzubeziehen. Die Musiker werden in einer Grundbesetzung spielen, wie diese nach den Wiener Quellen rekonstruierbar ist. Die längst aus der Musizierpraxis verschwundene Kombination von zwei Längsflöten Ney mit der Stachelgeige Rebâb und dem Hackbrett Santûr dürfte klanglich besonders reizvoll sein. 

Ensemble Ayangil: Rûhî Ayangil (Santûr, Kanûn), Kemal Caba (Rebâb), Ali Tüfekçi (Ney), Burak Malçok (Ney),  Mete Edman (Gesang, Daire)

Münster Barock: Thomas Kügler (Block- und Traversflöte), Ildikó Kertész (Traversflöte), Mechthild Blaumer (Barockvioline), Gregor Hollmann (Cembalo) & Streicherensemble

Eintritt: 20 € | 10 €

Sonntag 26.1. | 19:30 Uhr | Theater Münster, Kleines Haus

KlangZeit Festival Ensemble

Werke von Yuri Kasaparov (Russland, UA), Josef Bardanashvili (Georgien/Israel, UA), Taner Akyol (Türkei, UA) und Younghi Pagh Paan (Korea)

Juri Kasparow: WAR…. für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Cello & Gitarre UA

Josef Bardanshvili: neues Werk für Flöte, Klarinette ,Gitarre und Streichquartett UA

Taner Akyol: neues Werk für Flöte, Klar, Violine, Viola, Vc, Kb, Oboe, Perkussion, Piano UA

Younghi Pagh Paan: Den Müttern für Flöte (Piccolo), Mezzosopran, Perkussion

Taner Akyol: Massaker für Gitarre solo UA

Ein russischer Komponist mit armenischen Wurzeln, ein Israeli aus Georgien, eine seit Jahrzehnten in Deutschland lebende und von hier aus wirkende Koreanerin sowie ein in Berlin wohnender Baglama-Virtuose und Komponist aus der Türkei: Sie bilden das avantgardistische Quartett des kammermusikalischen Klangzeit-Konzertes, das am 26. Januar 2014 im Kleinen Haus des Städtischen Theaters Münster mit vier Uraufführungen aufwartet.

Der 1955 in Moskau als Sohn einer armenischen Familie geborene Yuri Kasaparov studierte unter anderem am Staatlichen Moskauer Konservatorium, wo er vor dreißig Jahren sein Examen ablegte, um seine Ausbildung anschließend bei Edison Denisow fortzusetzen. Auf vielen internationalen Festivals Neuer Musik vertreten und mit etlichen renommierten Preisen ausgezeichnet, hat der Mitorganisator der russischen Gesellschaft für Neue Musik bislang neben vier Symphonien und zahlreichen konzertanten Werken eine Fülle markanter Kammermusiken, Vokalstücke und Soli geschaffen, worin er – wenn man den Zeugnissen der jüngsten Zeit wie etwa der vierten Symphonie „Notre Dame“ (2008) glauben darf – eine äußerst profilierte Diktion gefunden hat.

Der 1948 an der georgischen Schwarzmeerküste geborene Josef Bardanashvili kam 1995 nach Israel – „mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte auf musikalischem Gebiet im Gepäck“, wie jüngst Shelley Kleiman in hagalil.com schrieb. „Nach der Promotion an der Musikakademie in Tbilissi war er Hauskomponist des weltberühmten Rustavelli‑Theaters und Leiter der Musikakademie in Batovei. Bardanashvili hat internationale Musikfestivals organisiert und selbst zahlreiche Preise gewonnen. Als georgischer Kulturminister hat er schließlich auch Erfahrungen in der Politik gesammelt.“ Ihm selbst fällt es schwer, seine Musik zu beschreiben: „Sowohl mein Temperament als auch meine Weltanschauung ... sind vom Osten wie vom Westen beeinflusst.“

Taner Akyol wurde 1977 in Bursa, der viertgrößten Stadt der Türkei, geboren und freundete sich schon während seiner Grundschulzeit mit der türkischen Langhalslaute Baglama (Saz) an. Im Alter von 14 Jahren bestand Akyol die Aufnahmeprüfung am Musikgymnasium in Bursa, das er vier Jahre später mit Fachabitur und dem Hauptfach Geige erfolgreich abschloss. 1996 zog es den jungen Künstler nach Berlin, wo er u.a. an der Hochschule für Musik Hanns Eisler sowie als Meisterschüler bei Walter Zimmermann an der Universität der Künste studierte. Als Baglama-Solist und als Komponist wurde Taner Akyol mehrfach ausgezeichnet, so mit dem „Musikpreis der Kulturen in Berlin“ beim musica vitale Wettbewerb 1998, im Jahr darauf mit dem Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik und 2007 beim internationalen Kompositionswettbewerb „global music – contemporary expression“

„Ohne Zweifel ich stehe erst am Anfang einer Entwicklung, deren Ufer ich noch nicht absehen kann. Ich möchte mich aber auf eines verlassen können: Dass ich keine Musik schreiben werde, die mich von dem entfernt, was mir als Wurzel unserer Kultur bis heute innewohnt.“ Als die Südkoreanerin Younghi Pagh Paan diese Worte sprach, war sie ungefähr so alt wie ihr türkisch-deutscher Kollege Akyol es heute ist.  Sie hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Kompositions- und Musikwissenschaftsstudium an der Staatlichen Universität Seoul absolviert und hatte anschließend dank eines Stipendiums von 1974 bis 1979 an der Hochschule für Musik Freiburg bei Klaus Huber, Brian Ferneyhough und Peter Förtig studieren können.

Mit: Pavel Tselniapnu (Flöte), Werner Raabe (Klarinette), Klaus Lebowski (Oboe), Rebecca Minio‑Paluello (Violine), Kalliopi Mitroupoulus (Violine), Antonio Fernandez Hernandez (Viola), Matthias Boutos (Violoncello), Artem Nikolaewski (Kontrabass), Stephan Froleyks (Perkussion), Annette Kleine (Mezzosopran), Taner Akyol (Baglama), Reinbert Evers (Gitarre), Clemens Rave (Piano)

Leitung: René Gulikers

Eintritt: 20 € | 10 €

Dienstag 28.1. | 19.30 Uhr | Theater Münster, Großes Haus

Mittwoch 29.1. | 19.30 Uhr | Theater Münster, Großes Haus

Sonntag 02.2. | 18.00 Uhr | Theater Münster, Großes Haus

5. SINFONIEKONZERT

 

Arnold Schönberg: EIN ÜBERLEBENDER AUS WARSCHAU.

für Sprecher, Männerchor und Orchester op. 46

Michael Jarrell: Reflets pour piano et orchestre  UA

Auftragswerk der Gesellschaft für Neue Musik Münster

mit Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Der britische Pianist Nicolas Hodges hat sich als Spezialist für Avantgarde-Musik ein außergewöhnliches Renommee erworben. Komponisten wie Elliott Carter oder Salvatore Sciarrino widmeten ihm Werke. Auch der Schweizer Komponist Michael Jarrell wünschte sich für die Uraufführung seines Klavierkonzerts durch das Sinfonieorchester Münster unter Fabrizio Ventura diesen Ausnahmepianisten. In Auftrag gegeben wurde das Werk durch die Gesellschaft für Neue Musik Münster.

Von der Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto handelt Arnold Schönbergs paradigmatisches Werk „Ein Überlebender aus Warschau“ von 1947. Gerhard Mohr gestaltet die Rezitation; die Herren des Konzertchors übernehmen den Chorpart. Mit einem russischen Klassiker, Tschaikowskys glutvoller Sinfonie Nr. 4, schließt dieses Konzert.

Tipp: Foyergespräch im Theatertreff 45 Minuten vor Konzertbeginn!

 

Nicolas Hodges (Klavier)

Gerhard Mohr (Rezitation)

Konzertchor Münster

Sinfonieorchester Münster

Leitung: Fabrizio Ventura

 

Eintritt: 12 € bis 39 €

Donnerstag 30.1. | 19:30 Uhr | Erbdrostenhof

Igor Strawinsky: Geschichte vom Soldaten

Musikhochschulensemble & Harald Redmer (Sprecher)

Leitung: Martin Dehning

In ihrer Histoire du Soldat, der „Geschichte vom Soldaten“, zogen Igor Strawinsky und der schweizerische Romancier Charles-Ferdinand Ramuz die Konsequenzen aus der Situation des Ersten Weltkrieges. Unzählige Talente hatten sich darauf verständigt, in den Krieg zu ziehen, der alle Kriege hätte beenden sollen – und so war es nicht eben leicht, allerorten große Reise-Ensembles zusammenzubringen. Strawinsky beschränkte sein „Regiment“ demzufolge auf sieben Instrumente und einen Erzähler und ein paar Schauspieler und Tänzer, die den Soldaten, den Teufel und die Prinzessin darzustellen haben.

Dass er dabei wieder einmal aus der Not eine Tugend und aus der Einschränkung einen grandiosen Überfluss machte, ist so typisch wie die Musik, die bei diesem experimentellen Stück herauskam: Kurz vorher hatte ihm Ernest Ansermet noch einige Ragtimes aus Amerika mitgebracht und damit gleichfalls einen Anteil an dem raffinierten neuen Bühnenstück geleistet – an rhythmischen Einladungen dieser Art konnte Igor Strawinsky einfach nicht vorbeigehen. Dass er dabei auf ein russisches Volksmärchen zurückgriff, ist besonders pikant und relativiert seine Aussage, er habe in L’Histoire du Soldat „endgültig mit der russischen Orchesterschule gebrochen“: Die Geschichte vom Soldaten findet sich in Alexander Afanasiews Narodnye russkie skazkie, worin unter anderem vom bösen Kaschtschei sowie von dem Soldaten erzählt wird, der den Teufel das Geigenspiel lehrt und dafür ein prophetisches Buch erhält, das ihm zu großem Reichtum verhilft. Doch glücklich wird er nicht: Um die kranke Prinzessin heilen zu können, luchst er dem betrunkenen Teufel seine Fiedel wieder ab. Die Macht der Musik tut die gewünschte Wirkung, Soldat und Prinzessin werden ein Paar. Ob sie’s bleiben oder ob der Teufel doch die Oberhand behält? Ob das Gute oder das Böse siegt? Dazu müsste man das Buch haben: Doch das bringt, wie wir miterleben konnten, kein Glück ...

Eintritt: 16 € | 8 €

Freitag 31.1. | 19:30 Uhr | Petrikirche

Nomos Quartett mit Werken von Lombardi, Hosokawa und Reich

Luca Lombardi: „Warum?“

Toshio Hosokawa: „Blossoming“

Steve Reich: „Different Trains"

Drei Streichquartettkompositionen des 20. Jahrhunderts stehen auf dem Programm, das das Nomos Quartett am Freitag, den 31. Januar 2014, in der Petrikirche zu Münster gibt, und alle drei sind gewissermaßen programmatische Werke, die sich auf ganz verschiedene Weise mit ihren gedanklichen Intentionen ans Publikum wenden. Zunächst Luca Lombardi, der Italiener mit israelischem Pass, der im vorigen Monat seinen 68. Geburtstag feierte: Sein zweites Streichquartett mit dem schlichten Titel Warum? aus dem Jahre 2006 stellt eine jener essentiellen Fragen, in denen sich letztlich die völlige Ratlosigkeit des Menschen angesichts unbegreiflicher Ereignisse – vom Totschlag in der Nachbarschaft bis hin zu Naturkatastrophen – zusammenfassen lässt.

Anschließend ist der 1955 geborene Toshio Hosokawa mit seinem Quartett Blossoming zu hören, das – ein Jahr nach Lombardis Warum? entstanden – in eine völlig andere Richtung weist. Der Sohn eines japanischen Ikebana-Meisters scheint selbst eine innige Beziehung zur Flora entwickelt zu haben: Während nach seinen Worten in der europäischen Musik ein Ton nur der Teil eines ganzen sei, stellte er in der japanischen Musik immer eine ganze Landschaft dar – und so charakterisiert er denn auch seine eigenen Kreationen als langsame Wanderungen durch die Gärten seiner Heimat, denen jede Symmetrie fremd ist.

Mit Steve Reichs Different Trains für Streichquartett und Tonband endet das Klangzeit-Gastspiel des renommierten Ensembles. Die minimalistische Diktion des 1936 geborenen Amerikaners steht hier im Dienste eines großen Triptychons, das im Rhythmus unterschiedlicher Eisenbahnen gehalten ist: 1. Amerika vor dem Kriege und 3. Nach dem Kriege umrahmen ein Mittelstück über die diabolische Funktion der Züge im Zweiten Weltkrieg – hier sind sie Mittel zur Deportation, der Anfang vom Ende, der Vernichtung. Dementsprechend mischen sich Sirenen, Alarmglocken und andere aufschreckende Vorkommnisse in die Musik, die trotz ihrer komplexen Überlagerungen doch so geradlinig ist wie die Schienenstränge, über die die Different Trains sich ihren Zielen näherten. Das Warum freilich bleibt ...

Eintritt: 16 € | 8 €

Samstag 1.2. | 19:30 Uhr | Franz-Hitze-Haus

Improviser Ensemble

Eine Begegnung von ausgewählten MusikerInnen aus Israel, dem Libanon, der Türkei und NRW, die nach einem dreitägigen Workshop im Franz-Hitze-Haus die musikalischen Ergebnisse in einem Abschlusskonzert vorstellen.

Mit: Mazen Kerbai (Libanon/Trompete), Yoni Silver (Israel/Bassklarinette), Ariel Shibolet (Israel/Saxophon), Korhan Erel (Türkei/Computer), Amy Salsgiver (Türkei/Schlagwerk), Gunda Gottschalk (Violine), Carl Ludwig Hübsch (Tuba), Philip Zoubek (Klavier), Erhard Hirt (Gitarre)

Eintritt: 16 € | 8 € 

Sonntag 2.2. | 20:00 | Black Box im cuba, Achtermannstr. 12

Live Ammunition!!

Music for Clapping, String Quartet and Live Electronics (2013)

mit Hassan Khan (Ägypten):

An den Ufern eines neuen Ozeans – es gibt keine Lösungen, sondern nur Unterströmungen und Potential.

Khan nutzt ein Arsenal von Mixer-Feedbacks, Filtern, Prozessoren, Laptop-Manipulation, virtuellen Synthesizern und Mikrofonen zusammen mit vorkomponierten und vorproduzierten Studio-Aufnahmen und lässt diese in seinem Live-Set in eine Komposition münden. All diese Musik ist Original.

Hassan Khan lebt als bildender Künstler, Musiker und Autor in Kairo. Konzerte gab er unter anderem in Alexandria, Amman, Amsterdam, Barcelona, Beirut, Berlin, Bristol, Buenos Aries, Kairo, Kopenhagen, Delhi, Genf, Gwangju,  Istanbul, Ljubljana, Leon, London, Marrakesch, New York, Palermo, Paris, Philadelphia, Rom, São Paulo, Stockholm, Yokohama und Zürich. Zuletzt gastierte er im Pariser Louvre, im Teatro Fondamenta Nuova zu Venedig und beim Berliner Festival MaerzMusik.

Eintritt: 13 € | 6,50 €

 

 

Angela van den  Hoogen
PRO CLASSICS GbR
Wöhlerstraße 2
D-41515 Grevenbroich
www.proclassics.de
www.klangzeit-muenster.de