12.04.2013 08:48 30. Mai – 2. Juni 2013, Eisenstadt

"Esterházy Streichquartett Festival" - Fünf Quartette, drei Österreich-Debüts, zwei Jubiläen & eine Rückkehr nach fast 20 Jahren

"Esterházy Streichquartett Festival" - Fünf Quartette, drei Österreich-Debüts, zwei Jubiläen & eine Rückkehr nach fast 20 Jahren

Das Orion und das Escher Quartet starten ihre Konzerte jeweils mit Mozart, um dann nach romantischen Klängen bei der klassischen Moderne zu landen. Bild 1: Afiara Quartet © Frank Wang

Bild 2: Escher Quartet © Laura Rose

Bild 3: Jupiter String Quartet Quelle: Esterházy Betriebe GmbH

Bild 4: Kelemen Quartett © Tams Dobos

Bild 5: Orion Quartet Quelle: Esterházy Betriebe GmbH

Von: GFDK - Christina Zwickl - 5 Bilder

Schloss Esterházy und das festival Esterházy sind ohne Streichquartett nicht vorstellbar, gilt doch Joseph Haydn als der wichtigste Entwickler dieses Instrumentierungs-Formates. An den vier aufeinander folgenden Tagen rund um Fronleichnam werden fünf herausragende Quartette in Eisenstadt konzertieren.

Das Orion und das Escher Quartet starten ihre Konzerte jeweils mit Mozart, um dann nach romantischen Klängen bei der klassischen Moderne zu landen. Das Afiara Quartet spannt den Bogen von Beethovens letztem Werk der Gattung zu Schostakowitsch und zu Jean Sibelius. Das Jupiter String Quartet feiert mit seinem Österreich-Debut den 100. Geburtstag von Benjamin Britten im Haydnsaal. Und das Kelemen Quartett lässt das Festival mit einem Streifzug durch das ungarische Streichquartett-Repertoire das diesjährige Festival ausklingen.

Termine und Detailinfos

Escher Quartet

Adam Barnett-Hart, Violine

Aaron Boyd, Violine
Pierre Lapointe, Viola

Dane Johansen, Violoncell

Das Escher String Quartet gilt als eines der viel versprechenden jungen Streichquartette unserer Zeit. Nicht umsonst sagt die New York Times, dass es „über alle nötigen Qualitäten verfüge, das nächste Emerson oder Julliard Quartet zu werden“. Seit der Gründung im Jahr

Seit der Gründung 2005 konnten die vier aus den USA und Kanada stammenden jungen Leute bereits viele internationale Lorbeeren einheimsen. Bei ihrem Österreich-Debüt spielt das Escher Quartet jenes Quartett, in dem Mozart dem verehrten Freund Haydn am nächsten kommt und erkundet dann die klassische Moderne: mit großartiger, expressiver Musik von Zemlinsky und Elgar.

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart: Quartett in Es-Dur KV 428

Edward Elgar: Streichquartett e-Moll op. 83

Alexander von Zemlinsky Streichquartett Nr. 2 op. 15

Donnerstag, 30. Mai 2013; 19:30 Uhr, Haydnsaal

Orion Quartet

Daniel Phillips, Violine
Todd Phillips, Violine
Steven Tenenbom, Viola
Timothy Eddy, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett Nr. 23 F-Dur KV 590

Béla Bartok: Streichquartett Nr. 6 Sz 114

Robert Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

Schon seit einem Vierteljahrhundert zählt das amerikanische Orion String Quartet zu den „Stars“ des Genres und zu den gefragtesten Streichquartetten in den USA. Nach einer über 20-jährigen Pause sind die vier außergewöhnlichen Musiker nun endlich wieder in Österreich zu erleben: mit dem dritten der für Friedrich Wilhelm II. komponierten „Preußischen Quartette“ Mozarts und Schumanns beziehungsreich-poetischem A-Dur-Quartett op. 41/3. Im Zentrum aber Béla Bartóks letztes Werk der Gattung: ein herzzerreißender, tieftrauriger Abgesang

Freitag, 31. Mai 2013; 19:30 Uhr, Haydnsaal

Jupiter String Quartet

Nelson Lee, Violine

Meg Freivogel, Violine

Liz Freivogel, Viola

Daniel McDonough, Violoncello

Benjamin Britten: Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 25

Streichquartett Nr. 3 op. 94

Streichquartett Nr. 2 c-Dur op. 36

Benjamin Britten gehört zu den originellsten und vielseitigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, der der Tonalität immer neue, faszinierende Facetten abgewinnen konnte. Darüber sind sich immer mehr Musikfreunde einig. Den 100. Geburtstag des Schöpfers von bedeutenden Werken aller Gattungen (etwa die Opern „Peter Grimes“ und „Billy Budd“) feiert das junge Bostoner Jupiter String Quartet mit einer Aufführung von Brittens drei nummerierten Streichquartetten, die zugleich wichtige Stationen seines Komponistenlebens markieren.

Das Jupiter String Quartet wurde im Jahr 2001 gegründet und konzertierte seither in den wichtigsten Konzertsälen weltweit, darunter die Carnegie Hall, Lincoln Center, Wigmore Hall, Jordan Hall etc. Auch die Teilnahme an renommierten Festivals zählt zu den Erfolgen des Ensembles.

Samstag, 1. Juni 2013, 19:30 Uhr, Hayndsaal

Afiara Quartet

Valerie Li, Violine

Yuri Cho, Violine

David Samuel, Viola

Adrian Fung, Violoncello

Dmitri Schostakowitsch: Zwei Stücke für Streichquartett: Elegie und Polka

Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 16, F- Dur op. 135

Jean Sibelius: Streichquartett d-moll op. 56 „Voces intimae

Einen „schwer gefassten Entschluss“, wie ihn Beethoven im Finale seines letzten Streichquartetts humorvoll abhandelt, bedeutete die Einladung des kanadischen Afiara String Quartet zum Esterházy Streichquartett Festival gewiss nicht: Seit der Gründung 2006 hat das Ensemble längst namhafte Preise und internationale Reputation gewonnen. Bei seinem Österreich-Debüt erklingt neben Beethoven auch doppelbödige Musik von Schostakowitsch und Sibelius’ Streichquartett, genannt „Voces intimae“, ein stimmungsvoll-mysteriöses Werk von einzigartigem Reiz.

Sonntag, 2. Juni 2013; 11:00 Uhr, Hayndsaal

Kelemen Quartett

Barnabás Kelemen, Violine

Gábor Homoky, Violine

Katalin Kokas, Viola

Dóra Kokas, Violoncello

Leó Weiner:          Streichquartett Nr. 3 op. 26, „Pastorale, Fantasie und Fuge“ – 6‘

Béla Bartók:          Streichquartett Nr. 5 Sz. 102 – 30‘

Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131 – 37’

Das 2009 in Budapest gegründete Kelemen Quartett hat sich bereits in kurzer Zeit einen Ruf als eines des aufregendsten jungen Kammerensembles erarbeitet. Alle vier Mitglieder des Quartetts sind mit Preisen ausgezeichnete ungarische Musiker, die sich sowohl als Solisten als auch im Kammermusikbereich einen herausragenden Namen gemacht haben.

Im Rahmen ihres Konzertes in Eisenstadt werden Werke des Komponisten Leó Weiner, der als Mendelssohn Ungarns bezeichnet wird, sowie Bartóks Streichquartett Nr. 5 zu hören sein, in dem Bartók eine Synthese seiner Chromatik und Diatonik gelingt nicht zuletzt durch ausgefeilte kontrapunktische Arbeit. Den Abschluss des Konzerts bildet Beethovens Streichquartett Nr. 14, das – mit den Streichquartetten op. 132 und 130 – als einziges der Quartette von Beethoven über die Viersätzigkeit hinausgeht.

Sonntag, 2. Juni 2013, 18:00 Uhr, Hayndsaal

Mag. Christina Zwickl, M.A.
Öffentlichkeitsarbeit

Esterházy Betriebe GmbH
Esterházyplatz 5
A-7000 Eisenstadt
c.zwickl@esterhazy.at
www.esterhazy.at