11.09.2013 08:30 Musik des 17. Jahrhunderts

Das Heinrich Schütz Musikfest fordert und fördert musikalische Neugier in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Das Ensemble Officium kommt zum Festival

Es ist stets das Besondere, das es bei diesem Musikfest zu entdecken gilt. Konzerte vom intimen Lautenabend bis zur musikalischen Prachtentfaltung aus dem großbesetzten Zusammenklang von Stimmen und Instrumenten. Bild 1 (c) Simone Staron

Stimmwerck beim Musikfestival

Bild 2 (c) Johannes Braus

Mathias Gatza kommt zum Musikfestival

Bild 3 (c) Gerald von Foris

Von: Heinrich Schütz Musikfest

Mit 40 Veranstaltungen in 5 verschiedenen Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erweist sich auch 2013 das Heinrich Schütz Musikfest als das bundesweit ausstrahlende Forum für die Musik des 17. Jahrhunderts. International renommierte Ensembles und zahlreiche namhafte Solisten werden vom 11. bis 20. Oktober 2013 sowie am 8. Oktober, dem 428. Geburtstag von Heinrich Schütz, nach Mitteldeutschland kommen, um an authentischen Orten die Musik des ersten deutschen Komponisten von Weltgeltung und seiner Zeitgenossen zum Klingen zu bringen.

Das große Thema „Neugier“

Er sei „ein junger, und die Welt zu durchsehen auch begieriger Mensch“ gewesen, schrieb der 66-jährige Heinrich Schütz und blickte auf jenen Moment seines Lebens zurück, in dem er sich nach Italien aufmachte, sich ins Offene wagte und in Venedig eine neue faszinierend-fremde Welt entdeckte. Was da im Jahr 1609 für den jungen Mann wie ein großes Abenteuer begann, wurde zum lebenslang prägenden Erlebnis für den späterhin gerühmten Komponisten. Dieser alterslosen Neugier des großen Komponisten – eine Eigenschaft, die ihn wie alle seine bedeutenden Zeitgenossen auszeichnete – nachspürend, steht das Heinrich Schütz Musikfest in diesem Jahr unter dem Motto "die Welt zu durchsehen".

Höchste künstlerische Qualität

Hochkarätige Spitzenensembles der historischen Aufführungspraxis, wie der diesjährige „artist in residence“, das Ensemble Sette Voci unter der Leitung des legendären Baritons Peter Kooij, die Rheinische Kantorei und das Instrumentalensemble Das Kleine Konzert mit ihrem Dirigenten Hermann Max sowie Collegium Vocale 1704 und Collegium 1704, die von Václav Luks geleitet werden, vermitteln einen lebendigen Eindruck der Musik des Früh- und Hochbarock an den Orten ihrer Entstehung. Weitere Konzerte werden vom Ensemble Stimmwerck, dem Vocal Concert Dresden, dem Bremer Barock Consort unter Leitung von Manfred Cordes und dem englischen Gambisten Robert Smith gestaltet. Als Höhepunkte dürften sich ebenfalls die Konzerte des Blindman Saxophone Quartets gestalten, das für das Heinrich Schütz Musikfest insbesondere die Reihe „Kontrapunkt MODERN“ fortsetzen wird. Erstmals beim Musikfest zu Gast sind auch die Ensembles Die Kleine Cammer-Music und das ensemble officium.


Vielfalt als Programm

Es ist stets das Besondere, das es beim Heinrich Schütz Musikfest zu entdecken gilt. Konzerte – vom intimen Lautenabend bis zur musikalischen Prachtentfaltung aus dem großbesetzten Zusammenklang von Stimmen und Instrumenten –, thematische Stadt- und Museumsführungen, Vorträge, Festgottesdienste und musikalische Lesungen aus dem Roman „Der Augentäuscher“ mit dem Autor Mathias Gatza vermitteln ein umfassendes Klang-Bild der Vielfalt barocken Musizierens und dessen Wirkung bis in unsere Zeit.
Beleg für diese letztgenannte, nach wie vor impulssetzende Wirkung ist ein Auftragswerk, das der Berliner Komponist Oliver Schneller für das Musikfest geschaffen hat, und das vom belgischen Blindman Saxophone Quartet in der Dresdner Frauenkirche uraufgeführt und anschließend – mit Musik von Schütz und Buxtehude in Arrangements für Saxophone und Vokalquartett – auch in Weißenfels und Gera erklingen wird.

Alte Musik für junge Menschen und neuer Ort für Alte Musik

Seinem Motto entsprechend bietet das Programm des Festivals unter dem Titel „Schütz junior!“ auch in diesem Jahr wieder ein Podium für musizierende Nachwuchskünstler, die sich aufmachen, ihre Welt auch musikalisch „zu durchsehen“. Das Kindermusiktheater Musitabor erzählt mit Puppenspiel, Blockflöte, Laute und Viola da gamba und der Musik aus der Zeit von Heinrich Schütz die Geschichte vom „Däumelinchen“, das sich aufmacht, um sein Glück zu finden und gestaltet damit das diesjährige Angebot für unsere jüngsten Konzertbesucher.

Schon immer geografisch weit gespannt, erobert das Heinrich Schütz Musikfest einen neuen Konzertort: Zu den bereits etablierten Veranstaltungsstätten in Bad Köstritz, Gera, Weißenfels und Dresden ist das Musikfest erstmalig in der Stadt Zeitz als ebenfalls authentischem Wirkungsort von Heinrich Schütz zu Gast.

Heinrich Schütz Musikfest

11. bis 20. Oktober 2013

Informationen & Karten: http://www.schuetz-musikfest.de


Mitteldeutsche Barockmusik
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