07.11.2016 07:03 profilschärfung

Belén Montoliú kuratiert 2018 die Festspiele Zürich

Kuratorin  Belén Montoliú

Als Kuratorin haben die Künstlerische Kommission und der Stiftungsrat der Zürcher Festspielstiftung die spanische Künstlerin und Ausstatterin Belén Montoliú auserkoren.Foto: Stephan Minx

Von: GFDK - Nicole Schwyzer

Die nächsten Festspiele Zürich finden vom 1. bis 24. Juni 2018 unter dem Schwerpunktthema „Schönheit / Wahnsinn“ statt. Erstmals wurde für die Programmgestaltung eine Kuratorenstelle geschaffen, welche für jede Ausgabe der Festspiele Zürich alle zwei Jahre neu ausgeschrieben wird. Im Auswahlverfahren für 2018 setzte sich die Künstlerin und Ausstatterin Belén Montoliú durch. Sie wird dazu beitragen, das Profil der Festspiele weiter zu schärfen.

 Neuausrichtung der Festspiele

Seit ihrer Neupositionierung im Jahr 2012 widmen sich die Festspiele Zürich unter breiter Beteiligung der Zürcher Kultur- und Bildungseinrichtungen aller Sparten jeweils einem gemeinsamen Schwerpunktthema. Nun gehen sie einen Schritt weiter: Indem sie in Zukunft in einem zweijährigen Rhythmus veranstaltet werden, wird eine noch sorgfältigere Planung und Arbeit an inhaltsreichen, eigens zum jeweiligen Thema produzierten Projekten ermöglicht. Die neu geschaffene, jeweils passend zum Thema besetzte Kuratorenstelle wird zusätzlich zur Schärfung des Programmprofils beitragen.


Belén Montoliú ideale Besetzung als Kuratorin zum Thema „Schönheit / Wahnsinn“

„Schönheit / Wahnsinn“ lautet das Schwerpunktthema, welches die Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich, bestehend aus den Intendantinnen und Direktoren von Kunsthaus, Schauspielhaus, Opernhaus und Tonhalle-Orchester Zürich, für 2018 gewählt hat. Der Vorsitzende Christoph Becker (Kunsthaus Zürich) führt aus: „Der Themenschwerpunkt eröffnet ein anregendes Feld für die verschiedenen Kunstsparten und Institutionen, die an den Festspielen Zürich beteiligt sind. Uns interessiert daran das Sinnliche, das Körperliche, die Lust an der Überspitzung, die grossen Emotionen, die damit verbunden sind.“  

Als Kuratorin haben die Künstlerische Kommission und der Stiftungsrat der Zürcher Festspielstiftung die spanische Künstlerin und Ausstatterin Belén Montoliú auserkoren. Diese hat sich unter über 60 hervorragenden, internationalen Bewerbungen mit kreativen Ideen und durchdachten Programmskizzen sowie institutionenübergreifendem Ansatz durchgesetzt. Den Fokus legte sie dabei insbesondere auf die fliessenden Grenzen zwischen den mehrdeutigen Begriffen Schönheit und Wahnsinn.

Mit ihrer künstlerischen Erfahrung in grossen Institutionen wie auch in der freien Szene in den Bereichen der Bildenden sowie der Darstellenden Künste sieht das Auswahlkomitee Belén Montoliú als ideale Besetzung für ein Mehrspartenfestival wie die Festspiele Zürich. Ilona Schmiel, Intendantin des Tonhalle-Orchesters Zürich, betont: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Belén Montoliú, schätzen ihren unvoreingenommenen Blick und ihre Fähigkeit Dinge zusammen zu denken, die wir in unserem Alltag vielleicht nicht unmittelbar miteinander in Verbindung bringen. Belén Montoliú bringt als Künstlerin den erfrischenden Zugriff auf unsere Gegenwart mit, den wir uns wünschen.“

Ab sofort wird die Kuratorin beginnen, in Zusammenarbeit mit der Künstlerischen Kommission und den beteiligten Institutionen ihre Ideen zu konkretisieren und das Thema „Schönheit / Wahnsinn“ im spezifischen Kontext Zürichs und seiner Kultur zu verankern.

 

Kuratorin Belén Montoliú

Belén Montoliú, geboren 1979 in Madrid, studierte Bildende Kunst an der Universität Complutense in Madrid und Kostümbild an der Universität der Künste Berlin. Zwischen 2001 und 2003 stellte sie als Bildende Künstlerin in zahlreichem Einzel- und Gruppenausstellungen aus.

Seit 2006 arbeitet sie in Spanien und Deutschland als Kostüm- und Bühnenbildnerin für diverse Theater- und Opernproduktionen und –Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern wie Rodrigo Garcia, Sandra Strunz, Michael Emanuel Bauer und Miriam Tscholl. Engagements führten Belén Montoliú u.a. an die Deutsche Oper Berlin, das Nationaltheater Madrid (Centro Dramático Nacional), das Teatros del Canal Madrid, das Teatro del Matadero Madrid, das Staatsschauspiel Dresden, die Münchener Biennale und an die Bayerischen Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper München.