19.09.2013 08:30 jüdische und israelische Kultur

17. Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden fordert mit Konzerten, Ausstellungen, Workshops u.v.m. alle Sinne

Juedische Musik-und Theaterwoche Dresden

In seiner 17. Ausgabe setzt das Festival seinen Schwerpunkt auf unseren beiden Nachbarn Polen und Tschechien. Bild 1-4 Quelle: Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden

Photo von Andrzej Olechnowski zur Juedischen Musik-und Theaterwoche DresdenJuedische Musik-und Theaterwoche Dresden bezieht alle Sinne mit einTheater bei der Juedischen Musik-und Theaterwoche Dresden
Von: 17. Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden

Am 13. Oktober ist es wieder soweit: Zwei Wochen lang wird Dresden zur Bühne für die jüdische und israelische Kultur. Eine Vielzahl von Theaterinszenierungen, Konzerten, Filmen, Workshops, Vorträgen und Kursen wartet auf die interessierten Besucher. Viele der Künstler sind erstmalig in Dresden zu sehen, und auf der Bühne des Kleinen Hauses wird gar eine Deutschlandpremiere stattfinden. Für viele Dresdner Kulturfreunde ist das Festival seit Jahren ein fester Termin im Kalender, aber auch auswärtige Besucher werden regelmäßig von den in- und ausländischen Highlights angezogen, die die Festivalmacher präsentieren.

Blick nach Osten

In seiner 17. Ausgabe wendet das Festival den Blick schwerpunktmäßig unseren beiden östlichen Nachbarn Polen und Tschechien zu. Im Fokus stehen historische und aktuelle Bezüge von Themen und Menschen, Geschichte und Geschichten, diesseits und jenseits der Grenzen. Wobei die universelle Sprache der Kultur als Trägerin von Botschaften fungiert und somit einen leichten Zugang zum „Blick über den Tellerrand" ermöglicht.

Vorverkauf hat begonnen

Mit rund 30 Veranstaltungen in verschiedenen Locations bietet das Festival im Herbst ein pralles Programm, ermöglicht auch durch Kooperationen mit neuen Partnern wie dem Deutschen Hygiene-Museum und dem Staatsschauspiel. Nachdem die Tinte unter den letzten Gastspielverträgen trocken ist und alle Programm-Informationen auf der Festival-Webseite www.juedische-woche-dresden.de veröffentlicht sind, hat der Vorverkauf kürzlich begonnen. Das rechtzeitige Sichern von Tickets lohnt sich erfahrungsgemäß, da jedes Jahr einzelne Veranstaltungen schon vor dem Festivalstart ausverkauft sind. Dazu dürfte auch die Veranstaltung „Tantshoyz" gehören: Zum zweiten Mal findet die große Dresdner Klezmer-Ballnacht mit dem Tanzmeister Andreas Schmitges und der Band „A Tickle In The Heart" statt – 2010 war sie einer der Höhepunkte im Festival. Dieses Jahr findet sie im Rahmenprogramm der Ausstellung TANZ! des Hygiene-Museums statt.

Reisen in Raum und Zeit

Die musikalische Eröffnung des Festivals gestaltet die Liedermacherin Valeriya Shishkova zusammen mit dem Duo „Di Vanderer“, die mit ihrem fröhlichen, emotionsstarken Konzertprogramm „Mir gejen zusamen“ klassische osteuropäisch-jüdische Musiktraditionen aufnehmen und diese zeitgenössisch interpretieren. Ebenfalls ein musikalisches Highlight wird der Auftritt von Klezmafour aus Polen: Die Auftritte der fünf „Klezmer-Punker“ versprühen eine Energie, wie sie normalerweise nur bei Rockkonzerten zu finden ist. Die Berliner Sängerin Sharon Brauner zaubert mit ihrem Programm „Lounge Jewels“ jiddische Evergreens mit flottem Schwung und großer Authentizität in heutigem Gewand auf die Bühne, wobei sie mühe- und bruchlos zwischen verschiedensten Genres wie Blues, Jazz, Swing und Soul changiert. Als klangvollen Festivalabschluss wird die in Polen lebende norwegisch-jüdische Musikerin Bente Kahan ihr Album „Home“ zum Besten geben, die sich über den Ausdrucksweg der Musik mit ihrem weitverzweigten jüdischen Stammbaum beschäftigt.

 Debatten und Premieren

Im Bereich Theater / Literatur haben die Festivalmacher wichtige internationale Beiträge zu brandaktuellen gesellschaftlichen Debatten ins Programm geholt. Die polnische Autorin Bożena Keff liest aus ihrem Buch „Ein Stück über Mutter und Vaterland“, in welchem sie sich kritisch und persönlich mit der Frage auseinandersetzt, inwiefern die schmerzhafte Bewältigung der Shoah Einfluss auf das private Leben der nachfolgenden Generation nehmen kann.
Am Teatr Polski Wrocław wurde unter der Regie des polnischen Regie-Enfant terribles Jan Klata (dem hiesigen Publikum bekannt durch das Gastspiel „Titus Andronicus“) dieses Stück in einer aufsehenerregenden Inszenierung auf die Bühne gebracht. Die Jüdische Musik- und Theaterwoche holt es nun in Kooperation mit dem Staatsschauspiel nach Dresden – es wird im Oktober erstmalig in Deutschland zu sehen sein. Außerdem gastieren dieses Jahr die israelischen Theatergruppen Acco Theatre Israel mit ihrem Stück „Um Muhamad“ und Aharona Israel & Co. mit ihrer Produktion „Marathon“.

Ausgestelltes

Im Rahmen des Festivals werden auch drei Ausstellungen gezeigt, von denen hier stellvertretend die Fotoausstellung des US-Künstlers Soliman Lawrence genannt sein soll: “To those whose faith has been broken“ ist eine Sammlung von Fotografien, die sich mit der Wiederbelebung jüdischer Kultur in Polen durch Nicht-Juden auseinandersetzen.

17. Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden

13. bis 27. Oktober 2013

Programm:

www.juedische-woche-dresden.de/programm-2013.html

Vorverkauf:
http://bit.ly/NMpKaq
karten@remove-this.juedische-woche-dresden.de

Festivalbüro:

Bautzner Str. 20

01099 Dresden

Email: presse@remove-this.juedische-woche-dresden.de