03.07.2013 08:00 Benicio Del Toro, Julio Medem, Pablo Trapero u.a.

Kinostart 11.7.2013: "7 Tage in Havanna" - Episodenfilm, in dem sieben renommierte Regisseure ihren Blick auf Havanna einfangen

7 Tage in Havanna

Das kollektiv gefilmte Portrait einer fast mythischen Stadt in sieben Kapiteln ist eine poetische, manchmal auch humorvolle und musikalisch aufregende Reise. Bild 1-5 (c) Alamode

7 RegisseureEpisodenfilmSieben PortraitsKinostart 11.7.2013
Von: GFDK - Kino.de - 5 Bilder

Am Montag wirft sich ein naiver junger amerikanischer Tourist in die kubanische Nacht und schielt nach schönen Mädchen. Am Dienstag landet ein ständig am Handy hängender Emir Kusturica auf der Zuckerinsel, um einen Preis abzuholen, der ihm nichts bedeutet. Am Mittwoch versucht ein Musikmanager eine kubanische Sängerin zu überzeugen, mit ihm nach Spanien zu reisen. Am Donnerstag streift der Palästinenser Elia Suleiman durch die Stadt und saugt den Alltag mit seinen kleinen Dramen und fröhlichen Momenten auf...

Von Montag bis Sonntag entdecken sieben Regisseure (Benicio Del Toro, Pablo Trapero, Julio Medem, Elia Suleiman, Gaspar Noé, Juan Carlos Tabio und Laurent Cantet) aus verschiedenen Ländern und mit ganz verschiedenen kinematografischen Stilen Havanna auf ihre ganz spezielle Weise. Ein roter Faden war nicht vorgegeben, aber in den meisten Kurzfilmen kommen Fremde in ein fremdes Land, versuchen es zu erkunden, lassen sich treiben oder bringen ihre Sorgen mit. Am Montag wirft sich ein naiver junger amerikanischer Tourist in die kubanische Nacht und schielt nach schönen Mädchen. Am Dienstag landet ein ständig am Handy hängender Emir Kusturica auf der Zuckerinsel, um einen Preis abzuholen, der ihm nichts bedeutet. Am Mittwoch versucht Daniel Brühl als Musikmanager eine kubanische Sängerin zu überzeugen, mit ihm nach Spanien zu reisen und dort Karriere zu machen, statt mit ihrem Freund in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Am Donnerstag streift in dem wohl interessantestem Beitrag der Palästinenser Elia Suleiman durch die Stadt am Malecón. Er wartet auf einen Termin, vielleicht mit Fidel Castro. Er verirrt sich im berühmten Hotel Nacional, schlendert wachen Auges durch die verwinkelten Gassen und saugt den Alltag mit seinen kleinen Dramen und fröhlichen Momenten auf. Ein fabelhafter Trip, der ihn zu sich selbst bringt. Etwas irritierend ist der Beitrag über Exorzismus wegen gleichgeschlechtlicher Liebe (Freitag) ebenso wie der über die Beziehung einer älteren Dame zu Mutter Maria und ihre Mühe, Nachbarn für einen Festakt zu gewinnen (Sonntag). Manchmal dominieren Postkartenbilder und Klischees karibischer Lebensfreude, dann taucht der Zuschauer plötzlich in die Wirklichkeit mit den Problemen des täglichen Überlebens. Das gelingt am Samstag: Eine Psychologin muss wie die meisten ihrer Landsleute mehrere Jobs bewältigen, um das Nötigste zu haben. Einmal pro Woche gibt sie persönliche Tipps im Fernsehen. Nebenbei backt sie Kuchen, um die Familie über Wasser zu halten, ein endloser Kampf um Zutaten inmitten von Stromausfall und Sonderwünschen der hochgestellten Klientel. Als dann noch die Tochter heimlich das Land verlassen will, weil sie keine Zukunft sieht, ist der Film im Kuba von Heute angekommen. Das kollektiv gefilmte Porträt einer fast mythischen Stadt in sieben Kapiteln ist eine poetische, manchmal auch humorvolle und musikalisch aufregende Reise, die Lust macht, dieses verrückte Kaleidoskop aus Wünschen und Sehnsüchten, angestaubten Sozialismus und Aufbruch selbst kennen zu lernen. mk. Quelle: kino.de

Regie: Benicio Del Toro, Julio Medem, Pablo Trapero u.a.

Cast: Vladimir Cruz, Josh Hutcherson, Magali Wilson

Laufzeit: 129 min.

FSK: 6

 

Pressestimmen und weitere Links:

Offizielle Homepage:

http://www.7tageinhavanna.de/

Alamonde Film:

http://www.alamodefilm.de/kino/detail/7-tage-in-havanna.html

Havana Cultura:

http://www.havana-cultura.com/de/de/7-tage-in-havanna

 

Der Film kommt am 11.7.2013 in die Kinos. Im Verleih von Alamode.