22.12.2016 07:33 Preisträger gekürt!

Abgedreht! Beim Hamburger Filmfestival spielt Thema Flucht eine zentrale Rolle

abgedreht! 2016 Hamburgs Nachwuchs Filmfestival

Das Festival zeigt Kurzfilme aller Gattungen und Genres u. a. aus den Bereichen Fiktion, Experimentalfilm, Dokumentation und Animation. ©️ Anita Wertiprach

Von: GFDK - Melanie Kühl

Die Filme des 28. Jahrgangs vonabgedreht! sind so vielschichtig wie die Filmemacherinnen und Filmemacher selbst. Rund 200 Filme hat das Team gesichtet und ist dabei immer wieder von den filmischen Erstexperimenten der jungen Talente beeindruckt.

Jetzt stehen die Preisträger fest:

Fressen und gefressen werden von
Rowan Fischer und Diyar Aksu, Elbschule
"Diesem Duo ist es gelungen eine ganz eigene Ästhetik zu schaffen. Detailverliebt kreierten sie in dreimonatiger Arbeit eine Unterwasserwelt, welche den Zuschauer eintauchen lässt.
Innerhalb kürzester Zeit gelingt es den jungen Filmemachern einer konkreten Idee eine phantasievolle Form zu geben. Hinter dem Kreislauf des Lebens, könnte eine sozialpolitische Kritik gelesen werden. Der Facettenreichtum in diesen 60 Sekunden begeistert nicht nur den Meeresbiologen."

Tote Hasen machen kein Geräusch von
Andreas, Kimberly, Faysaal, Thies und Larissa von der Elbstation Akademie
"Mit überraschenden Momenten überzeugt der Episodenfilm, welcher mit traumwandlerischer, stilistischer Sicherheit die großen Themen des Lebens verhandelt. Selbstbewusst nehmen sich die jungen Filmemacher Freiheiten in der Erzählweise. Dabei bedienen sie sich surrealen Effekten und weben diese ganz natürlich ins Filmgeschehen ein.
Mit deutlicher visueller Handschrift fanden sie ihren ganz eigenen Stil, welcher den Zuschauer genügend Deutungsspielraum lässt."

In Between von
Zacharias Zitouni
"Drei junge Frauen unterwegs zwischen Urbanität und Natur. Die Protagonistinnen bestimmen selbstbewusst über ihre Zeit und nehmen den Zuschauer mit in ihrem "Treiben lassen". Im Momentum, ohne viele Worte, zeigt sich das Leben in seiner Unvollständigkeit und/oder Brüchigkeit.
Dabei verlässt sich der Film auf die Bildebene. Die Bildkompositionen in ihren Totalen und langen Einstellungen erzeugen eine Spannung, welche den Zuschauer in die Erzählung und auf den Beifahrersitz dieses Roadmovies zieht."

A. ließ Wunden im Land von
Sonja Andrykowski und Ludwig Missall
"In diesem Experimentalfilm wird ein verlassenes Haus zum Sinnbild eines ganzen Landes, welches sich in ständiger Transformation befindet. Die Materialien erzeugen in ihrer Zusammenstellung eine ganz neue Wirklichkeit. In drei Akten haucht die junge Filmemacherin den Objekten neues Leben ein und lässt den Zuschauer daran teilhaben.
In Kombination mit einem präzisen und stimmigen Sounddesign schafft sie eine eigenwillig einprägsame Atmosphäre."

Das Publikum hat Samira von der Hamburg Media School zu seinem Lieblingsfilm gewählt.


Alles wissenswerte über das Filmfest in Hamburg

Das Thema „Flucht“ spielt in diesem Jahr eine zentrale Rolle. Dabei geht es um die dramatische Flucht aus einem Kriegsgebiet aber auch um die Flucht vor Monstern oder die nach einem Bankraub. Thematisiert wird auch die weniger physische Flucht, wie der aus dem Alltag: das Hinwegträumen in fiktionale Welten, in vergangene Zeiten und auch die in die Zukunft. In den Zug steigen, frei sein, weit weg reisen - auch in die eigene Seele.

Filmfestival Hamburg

Die 50 besten Produktionen, von denen 25 von Schülerinnen und Schüler eingereicht wurden, werden in sieben Programmblöcken am 15. und 16. Dezember im Metropolis Kino präsentiert. Das Festival zeigt ein facettenreiches Programm mit Kurzfilmen aller Gattungen und Genres u. a. aus den Bereichen Fiktion, Experimentalfilm, Dokumentation und Animation, die in den Jahren 2015 und 2016 entstanden sind. Die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher sind maximal 27 Jahre alt und kommen aus Hamburg oder der Metropolregion.

Jetzt im Metrolpolis Köln

Bei abgedreht! haben sie die Möglichkeit ihre Werke auf der großen Leinwand zu präsentieren, mit dem Publikum in Interaktion treten und sich der Kritik eines Fachpublikums stellen. Genau das ist das große Anliegen der Veranstalter vom jaf- Verein für medienpädagogische Praxis e.V., vom Jugendinformationszentrum der Stadt Hamburg und vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung: „Filme gehören auf die Leinwand!“. lautet das Motto. Denn das Festival bietet nicht nur Applaus – hier geht es um Austausch. Daher wird jedes Programm von Expertinnen und Experten aus der Branche begleitet und diskutiert um den Teilnehmenden bei ihrem Einstieg in die Filmwelt Raum und Hilfestellung zu geben.

Am Ende der beiden abwechslungsreichen Festivaltage, wählt eine fachkundige Jury schließlich unter allen Beiträgen die vier Besten aus, die bei der feierlichen Preisverleihung am 16. Dezember um 20.00 Uhr mit den Hamburger Nachwuchsfilmpreisen ausgezeichnet werden. Einen weiteren Preis vergibt das Publikum.

 

Auf einen Blick

Wann 15. und 16. Dezember 2016

Wo Metropolis Kino | Kleine Theaterstraße 10

Eintritt 5,- Euro | ermäßigt 3,- Euro

Kartenreservierung info@abgedreht-hamburg.de | Abholung vor der Vorstellung im Metropolis Kino

Programm 15. Dezember Block 1 10:30 Uhr | Block 2 12.30 Uhr | Block 3 18.00 Uhr | Block 4 20.00 Uhr

Programm 16. Dezember Block 5 10.30 Uhr | Block 6 12.30 Uhr | Block 7 20.00 Uhr

Preisverleihung 16. Dezember | 20.00 Uhr

 

Veranstalter: jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., Jugendinformationszentrum Hamburg in der BSB. In Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Mit Unterstützung durch das Metropolis Kino und das Mediennetz Hamburg e.V..

Weiterführende Links:
http://www.abgedreht-hamburg.de/