14.08.2014 08:59 amüsant

Roman: Chop Chop - Harte Jungs, scharfe Messer, krasse Sprüche

Simon Wroe Chop Chop

Die Küche wird regiert von Irren, von denen einige brillante Köche sind, andere einfach nur Sadisten. Wie Bob, der Chef. Aber auch die Gäste sind nicht ohne (c) Ullstein Buchverlage

Von: GFDK - Ullstein Buchverlage

Wenn in einem Raum voller Psychopathen jeder ein Messer in der Hand hat, bist du entweder in Schwierigkeiten oder in einer Restaurantküche. Monocle ist beides. Sein Vater hält ihn für einen Versager, was Monocle zwar nicht so sieht, aber nicht beweisen kann. Er ist pleite, steckt in einer Sinnkrise und befindet sich gegenwärtig als Küchenhilfe ganz unten in der Nahrungskette des Londoner Restaurants „Swan“.

Psychopathen in der Küche

Die Küche wird regiert von Irren, von denen einige brillante Köche sind, andere einfach nur Sadisten. Wie Bob, der Chef. Aber auch die Gäste sind nicht ohne, zum Beispiel der Dicke, der am liebsten vom Aussterben Bedrohtes ordert. Als die Küchenmannschaft gegen Bob aufbegehrt, der Dicke ein exotisches Tier zu viel bestellt und Monocles Vater ehekrisenbedingt bei ihm einzieht, geraten die Dinge zunehmend außer Kontrolle. Und Monocle muss zum ersten Mal in seinem Leben für das kämpfen, was ihm wichtig ist.

Alles andere als Zuckerschlecken

»An schlechten Tagen fühlte ich mich wie am Abgrund. Aber meistens war ich einfach verwirrt – wie war ich hier gelandet, wie kam ich hier wieder raus? Eines war mir sonnenklar: Kochen war ein schrecklicher Job für undankbare Arschlöcher, Menschen, die völlig am Ende waren und nichts anderes konnten. Alles an dem Job war schrecklich, sogar das Kochen selbst, das nur ungefähr zwei Prozent der Arbeit ausmachte. Es war Knochenarbeit zu Hungerlöhnen, gefährlich, eine Tyrannei, Stress zu aberwitzigen Arbeitszeiten, man fror, man verbrühte sich die Finger und schnitt sie sich ab dabei. Das war doch gewiss nicht für mich gedacht.

Einen Mann, der die großen Werke der Literatur gelesen und seine Zeit mit Shakespeare und Joyce verbracht hatte. Schließlich hatte ich einen Abschluss in Anglistik, woran ich Rassisten-Dave erinnerte. ›Na, davon wird der Sack Kartoffeln aber auch nicht schneller geschält‘‹ sagte er.« Ein Roman wie ein gutes Steak: gehaltvoll, scharf gewürzt und schön blutig. Simon Wroes Debüt ist alles, nur keine Schonkost.

Simon Wroe ist gelernter Koch

Er arbeitet inzwischen als freier Journalist. Beiträge von ihm erscheinen unter anderem in The Economist, The Guardian und The Evening Standard. Chop Chop ist sein erster Roman.

 

"Der Roman 'Chop Chop' ist großartig, absurd, dunkel und opulent."

NEON, Verena Lugert, 01.07.2014

"Britischer Humor vom Besten!"

Morgenpost am Sonntag, 04.05.2014

"Ein aberwitziger Roman, der die Welt der Profiköche in schwarzen Farben malt."

Schweriner Volkszeitung, 12.05.2014


Ullstein Verlag, erschien im April 2014

christine.heinrich@ullstein-buchverlage.de