11.09.2014 09:10 augenblicke

Portraitband Particular Portraits: Vera Mercer präsentiert Schwarzweißfotos aus ihrer Pariser Zeit

Daniel Spoerri, Vienna 2013

Mercers Idee, die beiden viele Jahre nebeneinander ausgeführten Genres Stillleben und Porträt in einzigartigen Inszenierungen zu vereinen, ist ein Novum in der Fotografiegeschichte, Daniel Spoerri, Vienna 2013, alle Bilder (c) Vera Mercer

Andy Warhol, Factory, New York 1968

Andy Warhol, Factory, New York 1968

Andy Warhol, Factory, New York 1968

Andy Warhol, Factory, New York 1968

Aaron, Omaha 2013

Aaron, Omaha 2013

Eva Aeppli and Niki de Saint Phalle, Paris 1960

Eva Aeppli and Niki de Saint Phalle, Paris 1960

Marcel Duchamp, Paris 1960

Marcel Duchamp, Paris 1960

Meret Oppenheim, Paris 1963

Meret Oppenheim, Paris 1963

Paolo Dolzan, Omaha 2013

Paolo Dolzan, Omaha 2013

Von: GFDK - Distanz Verlag

Seit fünfzig Jahren fotografiert Vera Mercer Menschen. Der Porträtband „Particular Portraits“ präsentiert nun die frühen Schwarzweißfotos aus ihrer Pariser Zeit mit Künstlerfreunden und Café-Szenen sowie die späten Farbaufnahmen, die seit 2012 entstanden sind.

„Sweetness is the last thing I want …“

Vera Mercer (geb. 1936 in Berlin, lebt und arbeitet in Omaha, Nebraska und Paris) wurde in den letzten Jahren vor allem durch ihre opulenten Stillleben international bekannt, die sie seit 2006 in Paris und Omaha, realisiert. Schon seit den 1960er Jahren fotografiert sie Menschen.

Vor allem in Pariser Cafés beobachtete sie, einer Soziologin vergleichbar, die Gäste und studierte deren Verhaltensweisen. Es sind Augenblicksbilder, Standbilder eines imaginären Filmes, ephemere Bilder eines Welttheaters. Zudem schuf sie Künstlerporträts von großer Intensität, unter anderen von ihrem Ex-Mann Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol und Norman Mailer.

In den späteren Farbporträts, die seit 2012 vor allem in Omaha entstehen, sitzen die Modelle in Mercers riesiger Wohnung in arrangierten Stillleben. Gelegentlich tauchen – wie in ihren klassischen Stillleben – im Bildhintergrund frühere Aufnahmen auf. Die Porträtierten stammen aus allen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Klassen: Hausangestellte und Köche, befreundete Künstler und Kuratoren, Filmverleiher und Regisseure, die in diesen Tableaux Vivants in neue Rollen schlüpfen.

Vera Mercer - eine Künstlerpersönlichkeit

Mercers Idee, die beiden viele Jahre nebeneinander ausgeführten Genres Stillleben und Porträt in einzigartigen Inszenierungen zu vereinen, ist ein Novum in der Fotografiegeschichte. Dabei geht es ihr nie um eine allgemeingültige Charakterisierung einer Persönlichkeit, sondern immer um ein sinnliches Fest des Lebens.

Mit einem Text von Matthias Harder sowie einem Gespräch zwischen Vera Mercer und Uta Grosenick

Buchpräsentation mit der Künstlerin:
15. September 2014, 18.30 Uhr
Bar Kosmetiksalon Babette, Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin

Das Buch erscheint beim Distanz Verlag

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