07.07.2014 08:30 schillernde figuren

Neuerscheinung: Bachmann-Preisträgerin Nadine Kegele - Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause

Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause

„Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ beschreibt das Leben in Worten, so unglaublich treffend, als wären sie für Nadine Kegele erfunden worden.

Von: GFDK - Ruth Eising

Nadine Kegele hat die seltene Gabe, Poesie und Komik zu verknüpfen. Nach ihrem Erzähldebüt „Annalieder“ legt die österreichische Autorin nun ihren Debütroman vor. In „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ ist nicht nur das Wetter existenziell, auch die Leben der in bunten Farben schillernden Figuren sind es.

Nora bringt einen Hund um und vielleicht war es Mord. Die Füchsin füttert Blutegel, wenn sie nicht gerade Yoga macht. Vera ist Comic-Heldin im eigenen Sekt-Imperium. Und Ruth eine Lesbe, die ein Kind will, Geschlecht egal, Hauptsache kein Junge und kein Mädchen. Und während die Freunde und Freundinnen ein Leben versuchen, das sich nicht bloß gut anfühlt, sondern auch gut ist, liegt eine Mutter im Koma und stirbt – hoffentlich, wenn es nach ihrer Tochter geht.

Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb

Nadine Kegeles Romandebüt ist bereits vor Erscheinen preisgekrönt: Für eine Arbeitsfassung erhielt die Autorin 2013 den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ beschreibt das Leben in Worten, so unglaublich treffend, als wären sie für Nadine Kegele erfunden worden.

Die Autorin Nadine Kegele ist 1980 in Bludenz/Vorarlberg geboren und lebt in Wien. Bürolehre, zweiter Bildungsweg, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Genderstudies. Erwerbsarbeiten als Sekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, Lektorin. Aufnahme am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Stückerarbeitung in der Schreibklasse Schauspielhaus Wien. Etliche Preise und Stipendien, zuletzt Staatsstipendium für Literatur des Bundesminsterium für Unterricht, Kunst und Kultur in Österreich, Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb sowie Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin.

Czernin Verlag: 1 (August 2014)

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