06.02.2013 09:00 11. März 2013 um 20 Uhr im Münchner Volkstheater

Lesung: "3 Ringe - Kein Lessing. Judentum, Christentum, Islam" - Michael Wolffsohn im zweiten Teil seiner Reihe über Sex(ualität) und Religion(en)

"3 Ringe -  Kein Lessing. Judentum, Christentum, Islam" - Michael Wolffsohn im zweiten Teil über Sex(ualität) und Religion(en)

Michael Wolffsohn (c) Münchner Volkstheater

Von: GFDK - Münchner Volkstheater

Sexualität und Religiösität schließen einander aus. So lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Weit gefehlt. Als göttlich wird Sexualität in Judentum, Christentum und Islam betrachtet. Manchmal ist sie auch heftig und deftig, sogar vulgär.  Besonders im Judentum und Islam. Sie ist, wenn Geist und Körper verbindend, Ausfluss der Seele und Wille Gottes. Sie kann aber auch total-teuflisch-triebhaft und menschenfeindlich, das eine und das genaue Gegenteil dessen sein. Sie ist, wie die Schöpfung und die Menschheit, vielschichtig. Genau diese Vielschichtigkeit präsentieren und analysieren die Texte und Kommentare.  Ein geistiges und sinnliches Erlebnis.

Michael Wolffsohn ist ein „Gebrochener“, wie er selbst sagt, nicht nur im Politischen, sondern auch im Religiösen, als Deutscher, als Jude und als Israeli. Die Heiligen Bücher der drei Weltreligionen sind religiöse Offenbarungen, doch ihr Anspruch ist auch historisch und nicht zuletzt literarisch. Der Münchner Historiker Michael Wolffsohn, streitbarer Kenner der Schriften, hat eine Reihe von drei Abenden zusammengestellt, die nach den Wurzeln suchen und überraschende Erkenntnisse versprechen. Die Lesungen aus Bibel und Koran verdeutlichen die literarische Schönheit und Wucht sowie die existenzielle Tiefe dieser Weltliteratur.

 

 

Über Michael Wolffsohn:

Michael Wolffsohn, geboren 1947 in Tel-Aviv. In Israel zur Schule gegangen, übersiedelt nach Berlin, Wehrpflicht in Israel und schließlich wieder in Berlin. 1975 promovierte Michael Wolffsohn in Geschichte an der FU Berlin, arbeitete dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, es folgten Habilitationen, bis er schließlich 1981 begann an der Universität der Bundeswehr in München als Professor für Neuere Geschichte zu lehren, bis zu seiner Emeritierung. Er ist Gründer der Forschungsstelle Deutsch-Jüdische Zeitgeschichte, Autor zahlreicher Bücher, schreibt für „Die Welt“, den „Tagesspiegel“ und andere Zeitungen im In- und Ausland, ist Mitglied im Stiftungsrat der „Eugen-Biser-Stiftung“ und Vorsitzender  der Jury des „Eduard-Rhein-Kulturpreises“.

 

 

11. März 2013 um 20 Uhr im Münchner Volkstheater

Karten: 10 Euro / erm. 7 Euro

Online unter www.muenchner-volkstheater.de





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80333 München

Internet: www.muenchner-volkstheater.de