19.12.2016 00:59 Der Spion, der aus der Kälte kam

John le Carré - Die Memoiren eines Jahrhundertautors

Der Taubentunnel - Memoirien von Literaturstar John Le Carré

Der Bestseller "Der Spion, der aus der Kälte" machte ihn zum Weltstar, John le Carré blickt in seinen Memoiren zurück auf sein Leben und sein Schreiben. (c) Ullstein

Von: GFDK - Ullstein

"Die großen Dichter waren keine Mitläufer", sagte John le Carré in seiner Rede zur Verleihung der Goethe-Medaille im Jahr 2010. "They were people of fire." Die deutschsprachigen Klassiker waren ihm zeitlebens ein Vorbild, nicht nur im Schreiben, sondern auch im Temperament.

Sein früher Roman "Der Spion, der aus der Kälte kam" war eine literarische Abrechnung mit dem kalten Krieg, und bis heute sind seine Bücher stets kritische, auf kluge Weise provozierende Deutungen der politischen Gegenwart. Er ist humorvoller Moralist, leidenschaftlicher Skeptiker und einer der brillantesten Autoren unserer Zeit. Ich bin stolz, seine Verlegerin zu sein, und gratuliere ihm im Namen aller Ullstein-Kollegen sehr herzlich zum Geburtstag!
Dr. Siv Bublitz, Verlegerin der Ullstein Buchverlage

Die Memoiren eines Jahrhundertautors

Was macht das Leben eines Schriftstellers aus? Die Einsamkeit des Schreibens? Mit dem Welterfolg von Der Spion, der aus der Kälte kam gab es für John le Carré keinen Weg zurück in die Abgeschiedenheit. Er kündigte seine Stelle im diplomatischen Dienst, reiste zu Recherchezwecken um die halbe Welt — Afrika, Russland, Israel, USA, Deutschland — und traf die Mächtigen aus Politik- und Zeitgeschehen, aber auch aus dem Filmgeschäft. So entstand eine realitätssatte Literatur, die genau den Nerv der Zeit trifft.

John le Carré ist ein exzellenter und unabhängiger Beobachter, mit einem untrüglichen Gespür für Macht und Verrat, vor allem dem Verrat an der eigenen Sache. In seinen Memoiren blickt er zurück auf sein Leben und sein Schreiben.