23.11.2013 08:00 Neuerscheinung im Dezember

Erzählung aus vergangenen Zeiten: "Emilia" von Vlada Urošević

Buch Emilia Vlada Urosevic

Das erste Werk des vielfach ausgezeichneten Autors in deutscher Übersetzung. © dtv

Von: GFDK - dtv

Emilia - rätselhaft und mit einem Hang zum Übersinnlichen, bisweilen boshaft. Als ihre Eltern sie nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu Verwandten nach Skopje bringen, wird sie rasch zum Mittelpunkt im Leben ihres nur wenig älteren Cousins, seine unverzichtbare Kameradin auf den gemeinsamen Streifzügen durch die Stadt und Objekt seiner erwachenden Begierde.

Emilia verwickelt ihn in beunruhigende Abenteuer, in denen Zeit und Raum ins Wanken geraten. Ob im Hinterhof, in einem aufgelassenen Hamam oder einem geheimnisvollen Hotel: Die beiden verstehen es, den verborgenen Zugang zum Reich der Phantasie zu finden, und machen verblüffende Entdeckungen. In dichten atmosphärischen Bildern beschwört Vlada Urošević eine untergegangene Welt. Spielerisch öffnet er Türen zu unbekannten Räumen - ein Blick hinter den Spiegel lässt das Geheimnisvolle Teil des Alltags werden.

Über den Autor

Vlada Urošević, geboren 1934 in Skopje, studierte Philologie in Skopje. 1982 wurde er Professor am Institut für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft. Vlada Urošević war Herausgeber des Literaturmagazins ›Razgledi‹ und ist Mitglied der Académie Mallarmé in Paris, der Europäischen Akademie der Poesie in Luxemburg und der Mazedonischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er schreibt Romane, Lyrik, Essays und ist als Kunstkritiker und Übersetzer tätig. 2004 erschien eine Gesamtausgabe seiner Werke (über 20 Bände). Vlada Urošević wurde ins Bulgarische, Serbische, Slowenische, Polnische, Französische und Spanische übersetzt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Braca-Miladinov-Preis (1967, 1973 und 1986) und den Grigor-Prlicev-Preis (1974 und 1989).

Vlada Urošević ist einer der bedeutendsten Autoren der zeitgenössischen Literatur Mazedoniens. Wie kein Zweiter hat er die mazedonische Literatursprache beeinflusst - und dürfte durch seine eindringliche, plastische Erzählweise auch den deutschen Lesern ein unvergessliches Leseerlebnis bereiten.

»Vlada Urošević ist einer von denen, die man kaum für möglich hält, weil alle Scheinwerfer des 20. Jahrhunderts an ihnen vorbeigestrichen sind: ein Kosmopolit aus der Provinz, ein traditionsbewusster Akademiker und ein erfindungsreicher Literat, kurz: ein Weltbürger aus Mazedonien. Mit einem großen Werk, das von nun an entdeckt werden kann.« Elke Schmitter

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