01.10.2014 08:34 land und menschen

Ein außergewöhnliches Reisetagebuch: Ein Chinese auf Weltreise zum Kulturerbe

Ein Chinese auf Weltreise zum Kulturerbe

Entstanden ist ein außergewöhnliches Reisetagebuch, das zugleich unterhält und einen wertvollen Zugang zur chinesischen Sicht auf die „westliche“ Welt liefert (c) Georg Olms Verlag

Von: GFDK - Buch Contact

Der chinesische Milliardär, Poet und Extrembergsteiger Huang Nubo will in 10 Jahren sämtliche UNESCO-Welterbestätten besuchen und dabei insgesamt 160 Länder bereisen – ein bemerkenswertes Vorhaben.

Ein ehrgeiziges Ziel

Die erste Etappe seiner Reise führt ihn im September 2013 quer durch Deutschland, von Stralsund bis zu den prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee. In seinem Reisetagebuch hält er mit unbestechlichem Blick Eindrücke von überwältigenden Bauwerken, malerischen Landschaften, neuen deutschen Freunden und beleidigend schlechtem Service fest.

Viel mehr als für die Bauwerke selbst interessiert sich Herr Huang aber für die Menschen und Traditionen, die sich dahinter verbergen, und so sucht er ständig den Kontakt zur Bevölkerung, – egal, ob Punker, Politiker oder Prostituierte.


Entstanden ist ein außergewöhnliches Reisetagebuch, das zugleich unterhält und einen wertvollen Zugang zur chinesischen Sicht auf die „westliche“ Welt liefert. Zwischen Entrüstung über den rüden Umgangston am Zoll und Entzücken über die Pracht des Aachener Doms schwankend schildert Herr Huang seine ganz persönliche Sicht auf Vorzüge und Probleme der deutschen Gesellschaft, zieht Vergleiche mit seiner chinesischen Heimat oder gerät ins Philosophieren.

Reise durch das geheimnisvolle China

Sein Tagebuch ist ein authentisches Dokument einer außergewöhnlichen Reise durch ein Land, dem das eigene Welterbe fast so fremd zu sein scheint wie das geheimnisvolle ferne China. „Ich habe mir in dieser Sache von Anfang bis Ende meine Unabhängigkeit bewahrt: Ich finanziere alles höchstpersönlich, ich vergnüge mich höchstpersönlich, ich schaue mir Deutschland mit meinen höchstpersönlichen Augen an und die Menschen auf meinem Weg treffe ich auch – höchstpersönlich. Ich habe kein Interesse daran, als Kulturbotschafter oder als Wahrzeichen eines Landes aufzutreten. Ich bin nur ich. Ich habe keinen Nationalismus im Gepäck. Ich bin Weltbürger. Ich will in diese Welt eintauchen.“

Über seine Erkenntnisse zur deutschen Geschichte und die neuen kulturellen Erfahrungen erzählt er ausführlich in seinem Reisetagebuch „Herr Huang in Deutschland. Ein Chinese auf Weltreise zum Kulturerbe“ (Georg Olms Verlag, ET: 07. November 2014).

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