22.05.2014 08:37 eine der größten Skandale der Jazzgeschichte

Buch: Tiger Rag über den beliebtesten Jazzmusiker im New Orleans der Jahrhundertwende

Charles Buddy Boldens  Interpretation des Tiger Rag

Charles »Buddy« Boldens Interpretation des ›Tiger Rag‹ wird auf Edison-Zylindern aufgezeichnet, die Boldens Musik, erstmals einem breiteren Publikum zugänglich machen soll (c) tv

Von: GFDK - Deutscher Taschenbuch Verlag

Charles »Buddy« Bolden – er war der beste, lauteste und meistgeliebte Jazzmusiker im New Orleans der Jahrhundertwende. An einem Nachmittag im Juli 1904 entstanden die einzigen Aufnahmen seines Spiels: drei Edison-Walzen mit seiner Interpretation des ›Tiger Rag‹.

Hundert Jahre später macht eine junge Musikerin eine Entdeckung, nicht ahnend, dass sie damit den Schlüssel zu einem der größten Skandale der Jazzgeschichte in Händen hält.

Es war ein schnelles, durchdringendes Stück, das in einem wirbelnden Crescendo auf einen Höhepunkt zusteuerte, bis Bolden es mit einem explosiven Solo beendete.«New Orleans, 1904: An einem drückend schwülen Julinachmittag hat sich in einer Suite des Hotel Balfour die Band des legendären Kornettisten Charles »Buddy« Bolden eingefunden.

Buddy - ein legendärer Jazzmusiker

Seine Interpretation des ›Tiger Rag‹ wird auf Edison-Zylindern aufgezeichnet, einer technischen Neuheit, die Boldens Musik – bislang nur live zu erleben – erstmals einem breiteren Publikum zugänglich machen soll. Schon bald darauf wird Bolden in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, die er zeitlebens nicht mehr verlassen wird. Die drei Aufnahmen, die an jenem Nachmittag entstanden sind, werden rasch zu einer begehrten Rarität. Gut hundert Jahre später fällt einer jungen Musikerin eine dieser Walzen in die Hände. Wie hätte sie ahnen können, dass ihr Großvater, den sie nie kennengelernt hat, in einen der größten Skandale der Jazzgeschichte verwickelt war?

Ab Juni im Buchhandel

Nicholas Christopher wurde 1951 in New York geboren. Nach seinem Studium der Englischen Literatur am Harvard College reiste er durch Europa und schrieb für führende amerikanische Zeitungen und Magazine. Bislang hat er sechs Romane, acht Gedichtbände sowie ein Sachbuch veröffentlicht. Christopher ist Professor an der Columbia University und lebt mit seiner Frau in New York.

Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2014) zirnbauer.thomas@dtv.de