17.02.2012 07:26 Dirk Stermann hat die Wiener echt gut getroffen

Buch: Sechs Österreicher unter den ersten fünf: Roman einer Entpiefkenisierung

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Von: Ullstein Taschenbuch

„Wien ist gut, um hier geboren zu werden, und ein guter Platz zum Sterben. Aber was macht man dazwischen?“ Möglichkeiten, sein Leben in Österreichs Hauptstadt zu meistern, schildert der Westdeutsche Dirk. Der neugierige Gaststudent trifft auf schillernde Charaktere und entdeckt zusammen mit ihnen Provinzen der Alpenrepublik. Auf den Streifzügen begleiten ihn Architekt Spön, der sich sein Leben verbaut, oder der aus Ostfriesland stammende niederösterreichische Feuerwehrmann Frank oder die Vorarlbergerin „’s Gütli“ sowie die weise Sophie.

Als Dirk zehn Jahre nach der „Schmach von Cordoba“ nach Österreich kommt, bedeutet Deutschsein so viel wie spießig und schuldig. Im Reich der Ottakringer nähert sich der junge Rheinländer raunzenden Nörglern und goldenen Herzen. Leser erfahren, was die deutsche Botschaft mit dem Ahnherren der Denunzianten zu tun hat oder welch’ trauriges Schicksal Derrick erfährt. Schließlich entscheidet sich, ob die einstige Fußball-Schmach bestätigt oder getilgt wird – und wer sich folglich obenauf fühlen kann.

Frisch, fröhlich und frei erzählt Moderator und Kabarettist Dirk Stermann seinen Roman und setzt gekonnt laute wie leise Pointen. Der gegen Ende dünner werdende Atem des Erzählers sowie die stark autobiografischen Züge des Werks werfen allerdings die Frage auf, ob es für Romancier Stermann ein Leben nach dem Erstling geben wird. Bestand hat auf alle Fälle seine Liebeserklärung an Österreich, die so Wienerisch daherkommt, wie es einem gebürtigen Duisburger gegönnt sein kann. Dabei kommt der Autor durch seinen Roman einer Entpiefkenisierung einem österreichischen Endemiten mit „Oachkatzlschwoaf“ bedeutend näher.
– Herwig Slezak/ Amazon-Redaktion

 

»Liebevoll und kritisch beobachtet er die Österreicher und lernt sich auf diese Weise selbst kennen. Gut, dass es den deutsch-österreichischen Unterschied gibt.« Salzburger Nachrichten, 02.10.10 »Ich halte Dirk Stermann für einen der Größten, den wir und die haben.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Peter Richter, 28.11.10 »Das Buch ist bitterböse, urkomisch oder, wie Stermann sagt, ›eine Art Liebeserklärung an Österreich‹.« Kleine Zeitung Ennstal, 03.11.10

 

Ullstein Taschenbuch (11. Januar 2012)

 

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