04.12.2012 09:30 Von Occupy-Initiator Kalle Lasn

Buch: "No More Bull Shit - Die Zukunfts-Werkstatt für die 99 Prozent" - Kalle Lasn erklärt die Grundlagen für die Zukunft der Protestbewegung

"No More Bull Shit - Die Zukunfts-Werkstatt für die 99 Prozent" - Kalle Lasn erklärt die Grundlagen für die Zukunft der Protestbewegung

(c) Riemann/Random House

Von: Riemann/Random House

„Occupy ist nicht tot“, meint Kalle Lasn. Mit seinem Magazin Adbusters schob der Journalist und Filmemacher die Proteste im vergangenen Jahr an, in dem er zur symbolischen Besetzung eines Platzes nahe der Wall Street aufrief. Überraschend und blitzschnell wuchs die Bewegung Occupy Wall Street zu einer internationalen Protestwelle heran, die gerade durch den absichtlichen Verzicht auf konkrete Forderungen so erfolgreich wurde. Heute sind die Camps geräumt, doch Kalle Lasn glaubt die Bewegung nicht am Ende, sondern in einer neuen Phase. „Wir gehen von der Wall Street auf die Main Street“, sieht Kalle Lasn die Zukunft von Occupy weniger in spektakulären Großversammlungen, sondern in vielen kleinen Aktionen, zum Teil nur mit einer Handvoll Leuten. Mit seinem Buch „No More Bull Shit“ (englischer Originaltitel „Meme Wars“) legt er jetzt das Manifest für die Zukunft von Occupy vor.

Ins Visier rücken dabei die Universitäten und vor allem die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften. „Das neoliberale Monopol auf die ökonomische Lehre ist eines unserer Grundübel“, ist Kalle Lasn überzeugt. „Die Unfähigkeit der Ökonomen, externe Effekte in ihre Modelle einzubeziehen und Tatsachen wie Artensterben, Ressourcenraubbau und Klimawandel zu erklären – oder die Finanzkrise 2008, die alle geblendet hat – dies ließ die Wirtschaftswissenschaften zu einem Witz verkommen.“ Kalle Lasn will die Studierenden ermutigen zu „Agitatoren, Provokateuren, Meme-Kriegern und Occupiern zu werden“, die ihren Professoren im Hörsaal widersprechen und kritische Flugblätter ans schwarze Brett heften.

„No More Bull Shit“ versammelt kritische und visionäre Stimmen wie die von Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Paul Samuelson, Herman Daly, dem Miterfinder der Ökologischen Ökonomie, oder dem Vertreter der „Barfuß-Ökonomie“, Manfred Max-Neef. Angesichts der verheerenden Folgen kollabierender Finanzmärkte und korrupter Wirtschaftsstrukturen begibt sich Lasn mit seinen Mitstreitern auf die Suche nach Wegen aus staatlicher Überschuldung und der Unterhöhlung der demokratischen Grundsätze. Die Autoren stellen in ihrem „Lehrbuch der realen Ökonomie“ ein neues Wirtschaftskonzept vor, das nicht mehr nur wenigen in die Hände spielt, sondern mehr Fairness, Menschlichkeit und ökologisches Bewusstsein gewährleisten soll.

 

 

Über den Autor:

Kalle Lasn wurde 1942 in Tallinn, Estland geboren. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs floh seine Familie nach Westen und wurde in ein Flüchtlingslager in Deutschland ein-gewiesen. Lasn wanderte später nach Australien aus und lebt seit 1970 in Vancouver, Kanada. 1989 gründete er das Magazin Adbusters, das sich vor allem gegen Konsumkultur und Umweltverschmutzung wehrt. Lasn drehte zahlreiche Dokumentarfilme und Werbespots, beispielsweise über das Verschwinden der Regenwälder. Die Fernsehsender weigerten sich jedoch, seine Spots zu senden, was ihn zur Gründung der Adbusters Media Foundation veranlasste – einer Organisation, die sich für öffentlich zugängliche Sendezeiten einsetzt. 1999 veröffentlichte Lasn das gesellschafts- und konsumkritische Werk „Culture Jamming“. Gemeinsam mit dem Anthropologen David Graeber gilt Kalle Lasn als Initiator von Occupy Wall Street.

 

 

Pressestimmen und weitere Links:

 

Süddeutsche:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/occupy-gruender-kalle-lasn-wir-muessen-die-party-stoeren-1.1417379

 

Taz:

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=li&dig=2012%2F11%2F24%2Fa0031&cHash=818bfd0d64245d5f3e3467bcb84a7fd0

 

 

 

Riemann/Random House (19. November 2012)

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