22.11.2013 09:31 epochale fotografische Studie

Buch: Imperium Romanum -Fotograf Alfred Seiland auf den Spuren des römischen Weltreiches

Alfred Seiland Fotografien ueber das roemische Reich

Seilands Fotografien konfrontieren den Betrachter mit Sujets, die den Konflikt zwischen Antike und Moderne beleuchten. Imperium Romanum Opus Extractum alle Fotos (c) Alfred Seiland

Alfred Seiland Fotografien, Hadriansvilla, Tivoli, Tibur, Italien

Beim Canopus, Hadriansvilla, Tivoli, Tibur, Italien, 2009

Alfred Seiland Fotografien, Wadi Mousa und Petra-Gebirge, Jordanien

Wadi Mousa und Petra-Gebirge, Wadi Mousa, Jordanien, 2009

Alfred Seiland Fotografien, Concordiatempel, Tal der Tempel, Agrigent, Italien

Concordiatempel, Tal der Tempel, Agrigent, Italien, 2010

Alfred Seiland Fotografien, Rome, Filmset, Cinecittà-Studios, Rom, Italien

Rome, Filmset, Cinecittà-Studios, Rom, Italien, 2006

Alfred Seiland Fotografien, Ruinen einer roemischen Raststaette, Kleiner Sankt-Bernhard-Pass, Italien

Ruinen einer römischen Raststätte, Kleiner Sankt-Bernhard-Pass, Italien, 2010

Alfred Seiland Fotografien, Tadmor, Palmyra, Syrien

Tadmor, Palmyra, Syrien, 2011

Von: GFDK - Hatje Cantz Verlag

Der Fotograf Alfred Seiland hat in jahrelanger Arbeit die Spuren des römischen Weltreiches erkundet, und zeigt die Essenz dieses Großprojektes unter dem Titel »Imperium Romanum«.

Eine Auswahl an Arbeiten aus Seilands epochaler fotografischer Studie.

Alfred Seiland (*1952 in St. Michael/Steiermark) besucht seit vielen Jahren Orte der Antike rund um das Mittelmeer und fängt diese mit seiner analogen Großbildkamera ein. Sein Ziel sind die Ruinenstätten des gesamten Imperium Romanum, sei es in Ägypten, Libyen, Israel oder Italien, in Museen von Spanien bis in die Türkei. Vielfach sind seine Motive schwer zugängliche, ja sogar nichtöffentliche Plätze, die dem Touristen normalerweise verborgen bleiben.

Konfrontation von Moderne und Antike

Seilands Fotografien konfrontieren den Betrachter mit Sujets, die den Konflikt zwischen Antike und Moderne beleuchten. Sie zeigen berühmte Schauplätze der Vergangenheit mit ihrer Architektur, ihren Skulpturen und anderen Kunstwerken. Seiland verdichtet in ihnen Augenblicke zu perfekten Kompositionen und setzt dabei Farbe wie ein Maler ein. Dennoch machen seine Bilder teilweise betroffen, denn immer wieder erzählen sie von Zerstörungen, die Menschen an dem antiken Erbe verursachen.

Auf das Thema römisches Reich ist er eher zufällig getroffen. Ein Auftrag des »New York Times Magazine« führte ihn zur Cinecittà in Rom. Er sollte dort 2006 die Dreharbeiten der TV-Serie »Rome« fotografieren. Diese Produktion hatte den größten Etat aller Zeiten für eine Fernsehserie, etwa 100 Millionen Dollar. Unter Anleitung erstklassiger Wissenschaftler wurde buchstäblich jedes Stück Requisite historisch möglichst getreu nachgefertigt. So kamen Seiden aus Indien, Messingarbeiten aus Marokko. Schließlich nahmen diese Artefakte zwei Drittel von Cinecittà ein, und zwar in atemberaubender Qualität: Man musste gegen die Kulissen klopfen, um echten Marmor vom Imitat zu unterscheiden. Seine Entscheidung stand schnell fest, ausschließlich diese sensationellen Kulissen zu fotografieren. Auszug aus dem Interview mit dem Fotokünstler und Journalist Andreas Langen

Ausstellungen: Römisch Germanisches Museum, Köln 8.11.2013–30.3.2014 | Musée national d'histoire et d'art, Luxemburg 10.10.2014–15.2.2015 | Und weitere Stationen

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