15.10.2012 07:52 Es sind die Mütter, die durch die Strömungen und Untiefen der Kindheit lotsen

Buch: Die hellen Tage - Zsuzsa Bánk über den Weg ins Leben

Zsuzsa Bánks neuer Roman

(c) Fischerverlag

Von: Fischer Verlag

In einer süddeutschen Kleinstadt erlebt das Mädchen Seri helle Tage der Kindheit: Tage, die sie im Garten ihrer Freundin Aja verbringt, die aus einer ungarischen Artistenfamilie stammt und mit ihrer Mutter in einer Baracke am Stadtrand wohnt. Aber schon die scheinbar heile Welt ihrer Kindheit in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat einen unsichtbaren Sprung:

Seris Vater starb kurz nach ihrer Geburt, und Ajas Vater, der als Trapezkünstler in einem Zirkus arbeitet, kommt nur einmal im Jahr zu Besuch. Karl, der gemeinsame Freund der Mädchen, hat seinen jüngeren Bruder verloren, der an einem hellblauen Frühlingstag in ein fremdes Auto gestiegen und nie wieder gekommen ist.
Es sind die Mütter, die Karl und die Mädchen durch die Strömungen und Untiefen ihrer Kindheit lotsen und die ihnen beibringen, keine Angst vor dem Leben haben zu müssen und sich in seine Mitte zu begeben.


Zsuzsa Bánk erzählt die Geschichte dreier Familien und begleitet ihre jungen Helden durch ein halbes Leben: Als Seri, Karl und Aja zum Studium nach Rom gehen, wird die Stadt zum Wendepunkt ihrer Biographien – und zur Zerreißprobe für eine Freundschaft zwischen Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung.

Nach ihrem hochgelobten Debütroman »Der Schwimmer« schreibt Zsuzsa Bánk die bewegende Geschichte dreier Kinder, die den Weg ins Leben finden. »Die hellen Tage« ist ein großes Buch über Freundschaft und Verrat, Liebe und Lüge – über eine Vergangenheit, die erst allmählich ihre Geheimnisse enthüllt, und die Sekunden, die unser Leben für immer verändern.

 

Über die Autorin:

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung »Unter Hunden« aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Zuletzt erschien ihr Roman »Die hellen Tage«.

 

Pressestimmen:

»Zsuzsa Bánk holt weit aus, wenn sie das Erwachsenwerden der drei beschreibt, in sehnsuchtsvollen Bildern und einer Sprache, die den einfängt, der sich auf ihren entschleunigten Tonfall einlässt.«
Die Wienerin, Juni 2011

»Und wie sie das erzählt! Die wenigen programmatisch angehauchten Sätze (…) sind zugleich die einzigen dieses Romans. Der Rest ist Farbe, Einzelheit, Bild und das hinreißend komponierte Ineinanderfließen dieser Elemente. Selten hat ein Roman so lautlos der Reflexion widerstanden, die derzeit fast alle Bücher dem Sujet wie dem Stoff nach im Griff hat. Hier gibt es Beziehung, nicht Beziehungsgespräche, und es gibt Lebensgeschichte, nicht die romancierte Psychoanalyse eines Lebens. (…) Cézanne, der diesem Roman in so manchem Pate war, hätte es nicht besser gekonnt.«
Andreas Isenschmid, Die Zeit, 14.4.2011

In der "Zeit":

http://www.zeit.de/2011/16/L-B-Bank

 

Das Buch ist im Fischerverlag erschienen.