29.11.2012 08:30 Über Nutzen und Nachteil des Vergessens

Buch: "Das Buch des Vergessens" - Douwe Draaisma fragt sich, warum Träume so schnell verloren gehen und Erinnerungen sich ständig verändern

"Das Buch des Vergessens" - Douwe Draaisma fragt sich, warum Träume so schnell verloren gehen und Erinnerungen sich ständig verändern

(c) Galiani/Kiepenheuer & Witsch

Von: Galiani / Kiepenheuer & Witsch

Warum erinnern wir uns so schlecht an unsere Träume? Was passiert mit verdrängten Erinnerungen – wo bleiben sie? Warum ist die Vorstellung eines absoluten Gedächtnisses für uns so verführerisch, ja faszinierend? Warum gibt es Gedächtnistrainings, aber keine Vergessenstechnik?

Mit solchen und vielen anderen Fragen nähert sich der holländische Bestsellerautor Douwe Draaisma in Das Buch des Vergessens umfassend, erhellend und unterhaltsam dem interessantesten Aspekt der Gehirnforschung: dem Vergessen. Unser Gedächtnis, so Draaisma, ist wie ein unfolgsames Kind: Woran wir uns erinnern und woran nicht –, darauf haben wir keinen Einfluss. Kein Wunder, dass es so schwer ist, die dahinterstehenden Mechanismen zu erkennen. Douwe Draaisma lädt seine Leser ein zu einem Streifzug durch Psychologie, Philosophie und Gehirnforschung, die sich seit Jahrhunderten mit dem Vergessen befassen. Er erzählt von Schlaflabors und Traumprotokollen, von Gehirnoperationen und Patientenschicksalen, er beschäftigt sich mit den neusten Techniken der Traumatherapie genauso wie er seinen Blick auf die Pioniere der Gedächtnisforschung richtet.

Ein spannendes Buch, das vor allem eins klarmacht: Vergessen ist besser als sein Ruf.

 

 

Über den Autor:

Douwe Draaisma, Jahrgang 1953, ist Professor für Psychologiegeschichte an der Universität Groningen. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Gedächtnisforschung erhielt er 1999 den Heymanspreis.

 

 

Pressestimmen:

»Draaisma ist ein großer Geschichtenerzähler. Deswegen sind seine hochgelehrten Ausführungen gut zu verstehen. Er schrieb eines der besten und schönsten Bücher über das Gedächtnis überhaupt.« Wiener Zeitung

 

Dradio:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1927191/

 

Cicero:

http://www.cicero.de/salon/im-labyrinth-des-gehirns/52565

 

 

 

Verlag Galiani Berlin (September 2012)

 

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