02.10.2011 07:15 eine wundervolle Hommage

Buch: Blumenberg - Roman von Sibylle Lewitscharoff - Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2011

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Von: Suhrkamp Verlag

 

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle – für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht? Das Auftauchen des Tieres wirkt in mehrerlei Leben hinein, nicht nur in das Leben Blumenbergs. Ohne es zu merken, gerät auch eine Handvoll Studenten in seinen Bann, unter ihnen der fadendünne Gerhard Optatus Baur, ein glühender Blumenbergianer, und die zarte, hochfahrende Isa, die sich mit vollen Segeln in den Falschen verliebt. »Blumenberg« ist nur nebenbei eine Hommage an einen großen Philosophen, vor allem ist es ein Roman voll mitreißendem Sprachwitz, ein Roman über einen hochsympathischen Weltbenenner, dem das Unbenennbare in Gestalt eines umgänglichen Löwen begegnet.

Pressestimmen

»Sibylle Lewitscharoff schreibt dergestalt eine wundervolle Hommage an den ›großen Einfädler und Knotenwirrer‹ Blumenberg; sie zeigt ihn als weisen alten Mann in seinem trauten Alltag, in seinem ›Gehäusleben‹, den auch die Geister, die er rief und die nun auch wirklich sich zeigen, nicht mehr schrecken können.«

(Bernd Noack Nürnberger Nachrichten )

»Enorme Sprachkunst, feiner Witz und metaphorische Vertracktheit  könnten den Roman zu einem Star des Herbstes werden lassen.«

(Matthias Waha Süddeutsche Zeitung )

»Sibylle Lewitscharoff taucht in die Sprache ein wie eine Schwimmerin in die farbenprächtige Unterwelt der Südsee. So leicht, so vielgestaltig und wortfreudig, sogar worterfinerisch sind zur Zeit nur wenige deutsche Schriftsteller … Sibylle Lewitscharoffs Roman ist eine Hommage an diesen fast verwirrend vielseitigen, genialen Denker, den sie bewundernd ent- und verrätselt. Aber die Schriftstellerin nähert sich seinem Denkgebäude gleichzeitig völlig unbefangen, mit einer so augenzwinkernden Heiterkeit, so einer zauberischen sprachlichen Leichtigkeit, dass man als Leser nicht weiß, was man mehr bewundern soll: ihre Bildung, ihre Intelligenz oder ihre wortschöpferische Kraft.«

(Jutta Duhm-Heitzmann WDR 5 )

»Sibylle Lewitscharoff hat das alte Bündnis von romantischem Roman und Philosophie glänzend erneuert.«

(Lothar Müller Süddeutsche Zeitung )

»So, wie der grandiose Stilist Blumenberg die Literatur und das Fabulieren umarmte, auf deren spezifischer Wahrheit er im Interesse umfassender menschlicher Selbsterkenntnis bestand, umarmt Lewitscharoff mit ihrem Sprachwitz die Philosophie.«

(Gregor Dotzauer Tagesspiegel )

 

Suhrkamp Verlag (Gebundene Ausgabe - 12. September 2011)

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