14.09.2013 09:00 Grenzübergangsstelle Berlin-Friedrichstraße

Buch: "Bahnhof der Tränen" - Philipp Springer erzählt die bewegte Geschichte des Bahnhof Friedrichstraße

Grenzbegegnungen in Berlin

Im Osten gelegen, aber trotzdem Teil des West-Berliner Nahverkehrssystems, war der Bahnhof ein einzigartiger Zwischenraum. (c) Ch. Links Verlag

Von: Ch. Links Verlag

Der Bahnhof Friedrichstraße ist einer der ungewöhnlichsten Orte Berlins. Im Kaiserreich erbaut und in den 1920er Jahren Eingangstor zur glitzernden Welt an der Friedrichstraße, wurde der Bahnhof nach dem Mauerbau 1961 zum wichtigsten Berliner Grenzübergang.

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Im Osten gelegen, aber trotzdem Teil des West-Berliner Nahverkehrssystems, war er ein einzigartiger Zwischenraum. Im Bahnhof zeigte sich das nahezu perfekte Grenzregime von Staatssicherheit und Nationaler Volksarmee ebenso wie das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Deutschen über die Mauer hinweg. Hier spielten sich dramatische Fluchtversuche ab, Spione aus Ost und West nutzten ihn als »Agentenschleuse«, und für manchen Westdeutschen war der Bahnhof der erste Kontakt mit der DDR.

Auf der Basis von Akten des Ministeriums für Staatssicherheit und mithilfe von Zeitzeugen-Interviews hat der Historiker Philipp Springer den Alltag an dieser Grenzübergangsstelle rekonstruiert. Dokumente und zahlreiche - teils heimlich gemachte - Fotos illustrieren die ungewöhnliche Geschichte dieses »Bahnhofs der Tränen«

Über den Autor:

Jahrgang 1970, 1991 - 1998 Studium der Geschichte, osteuropäischen Geschichte und Religionswissenschaften in Göttingen und Berlin, 2005 Promotion, seit 1995 Kurator historischer Ausstellungen und Mitarbeiter bei Forschungsprojekten, u. a. an der Technischen Universität Berlin, bei der Stiftung Topographie des Terrors, am Deutschen Historischen Museum, beim Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und am Deutsch-Russischen Museum, zur Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Archivabteilung der Stasiunterlagen-Behörde (BStU),

Veröffentlichungen zur deutschen Zeitgeschichte, darunter »Da konnt' ich mich dann so'n bißchen entfalten«. Die Volkssolidarität in der SBZ / DDR 1945 - 1969, Frankfurt am Main 1999, Vor aller Augen. Bilddokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz, Essen 2002 (zus. mit Klaus Hesse und Reinhard Rürup), Verbaute Träume. Herrschaft, Stadtentwicklung und Lebensrealität in der sozialistischen Industriestadt Schwedt, Berlin 2. Aufl. 2007. Bücher im Ch. Links Verlag: »Verbaute Träume - Herrschaft, Stadtentwicklung und Lebensrealität in der sozialistischen Industriestadt Schwedt«, 2006 ; »Bahnhof der Tränen - Die Grenzübergangsstelle Berlin-Friedrichstraße«, 2013.

Pressestimmen:

Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/ost-west-uebergang-an-der-friedrichstrasse-bahnhof-der-traenen/8695632.html

RBB:

http://www.rbb-online.de/stilbruch/archiv/20130808_2215/bahnhof-der-traenen.html

Dradio:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/2231419/

 

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