07.08.2012 07:40 Vom Buchklassiker inspiriert: 200 Kunstwerke aus 150 Jahren

Buch: Alice im Wunderland der Kunst - anläßlich der gleichnamigen Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Charles L. Dodgson (Lewis Carroll), Alice Pleasance Liddell, Summer 1858, © National Portrait Gallery, London

Von: Hatje Cantz Verlag

Vom Buchklassiker inspiriert: 200 Kunstwerke aus 150 Jahren. Das weiße Kaninchen mit der Taschenuhr, die Grinsekatze, der verrückte Hutmacher und natürlich Alice selbst das Figurenpersonal und der absurd-hintersinnige Sprachwitz von Lewis Carroll haben Alice im Wunderland längst zum Lieblingsbuch aller Altersgruppen gemacht. Auch Künstler und Künstlerinnen haben sich von der ebenso fantastisch-fantasievollen wie grausamen Erzählung inspirieren lassen und sie seit der Erstveröffentlichung 1865 in zahllosen Werken verarbeitet. Die vielseitigsten stellt dieses Buch einander gegenüber: Beginnend mit den originalen Buchillustrationen von John Tenniel über Arbeiten von Max Ernst, René Magritte, Salvador Dalí und anderen Surrealisten sowie die Kunst der 1960er-Jahre bis hin zu zeitgenössischen Werken von Anna Gaskell und Kiki Smith oder großformatigen Installationen von Stephan Huber und Pipilotti Rist. Der bibliophile Band belegt und beleuchtet die ungebrochene Aktualität dieser literarischen Schöpfung.

Ausstellung: Hamburger Kunsthalle 22.6. bis 30.9.2012

 

Hatje Cantz Verlag; Auflage: 1 (5. Juni 2012)

 

Zur Ausstellung:

Seit fast 150 Jahren fasziniert eine der herausragenden literarischen Erfindungen Kinder wie Erwachsene gleichermaßen: Lewis Carrolls Geschichte von der kleinen Alice im Wunderland. Die Abenteuer des Mädchens im rätselhaften Kaninchenbau und hinter den Spiegeln verzauberten schon kurz nach ihrem Erscheinen Königin Viktoria von England wie Oscar Wilde gleichermaßen. Bis heute ziehen sie ein Millionenpublikum in ihren Bann. Nun wird Alice und den mannigfachen künstlerischen Reaktionen, die sie entfachte, erstmals eine Ausstellung gewidmet. Die Schau Alice im Wunderland der Kunst in der Hamburger Kunsthalle umfasst etwa 200 Werke aus 150 Jahren Kunstgeschichte, darunter Gemälde, Skulpturen, Buchillustrationen, Photographien, Zeichnungen, Filme und Rauminstallationen. Das breite Spektrum an Medien eröffnet dem Besucher die unterschiedlichsten Zugangsmöglichkeiten und verwandelt die Ausstellung selbst in ein anregendes Wunderland.

Beteiligte Künstler u. a. :
Stephan Balkenhol, Peter Blake, Thorsten Brinkmann, Marcel Broodthaers, Margaret Cameron, Lewis Carroll, Salvadore Dalí, Walt Disney, Max Ernst, Anna Gaskell, Dan Graham, Rodney Graham, Gary Hill, Stephan Huber, Pierre Huyghe, Oskar Kokoschka, Joseph Kosuth, Yayoi Kusama, René Magritte, Duane Michals, John Everett Millais, Richard Oelze, Dante Gabriel Rossetti, Kiki Smith, Monika Sosnowska, Jan Švankmajer, Dorothea Tanning, John Tenniel, Diana Thater, Francesca Woodman.

Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine eigene, stark überarbeitete Version der Ausstellung Alice in Wonderland, die vorher in der Tate Liverpool zu sehen war. Die Schau wird um eigene Bestände und weitere Leihgaben aus renommierten internationalen Museen und Privatsammlungen ergänzt. So werden zum Beispiel große Installationen zeitgenössischer Künstler wie Stephan Huber und Pipilotti Rist präsentiert.