25.03.2018 10:15 Ausstellung bei Dirk Geuer

Seifenblasenbilder von Jiȓí Dokoupil voller Poesie in Düsseldorf

Jiȓí Dokoupil ist ein unermüdlicher Bild-Erfinder, der staendig experimentiert – mit beeindruckenden Ergebnissen. Nun sind seine Seifenblasenbilder in Duesseldorf zu sehen

„Jiȓí Dokoupil ist ein unermüdlicher Bild-Erfinder, der ständig experimentiert – mit beeindruckenden Ergebnissen“. Nun sind seine Seifenblasenbilder in Düsseldorf zu sehen. Foto: Galerie Geuer & Geuer

Von: GFDK - Ausstellungen

Er zählt zu den ungewöhnlichsten Künstlern der Gegenwart: Jiȓí Dokoupil begeistert seit Jahrzehnten die internationale Kunstszene mit immer neuen Stilen und Maltechniken. Ob Autoreifen, Kerzenruß, oder sogar Muttermilch – Jiȓí Dokoupil nutzt alle möglichen Materialien, um seine künstlerischen Visionen auf Leinwand zu bannen.

Jetzt kommt das Kunstgenie mit seinen poetischen Seifenblasenbildern – strahlend, schön und unwirklich - nach Düsseldorf.

Am Freitag, dem 23. März 2018, eröffnet die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer Art um 19 Uhr an der Heinrich-Heine-Allee 19 die Ausstellung „Dokoupil – Bubbles on Paper“. Gezeigt werden  25 neue, teils großformatige Papierarbeiten, bei denen der deutsch-tschechiche Künstler Seifenblasen als malerisches Gestaltungsmittel verwendet hat – eine in der Kunstgeschichte einzigartige Herangehensweise.

„Jiȓí Dokoupil ist ein unermüdlicher Bild-Erfinder, der ständig experimentiert – mit beeindruckenden Ergebnissen“, erklärt Galerist Dirk Geuer und ergänzt: „Wir freuen uns sehr, diesen Ausnahmekünstler, der stilistisch schwer einzuordnen ist,  in Düsseldorf präsentieren zu können.“

Kennzeichnend für Dokoupils Werke, die sich u.a. in den Kunstsammlungen des Centre Pompidou Paris, des Museum Ludwigs Köln und dem National Museum of Contemporary Art Seoul befinden, sind die außergewöhnlichen Materialien und Techniken, mit denen er arbeitet.

So verwendet er seit Mitte der 1980er Jahren keinen Pinsel mehr, sondern greift bei der Werkgestaltung auf andere, mitunter ganz ungewöhnliche Materialien zurück.

So bringt er als erster und einziger Maler der Welt durch Pusten die Seifenblase selbst auf das Papier. Dabei spielt das Prinzip der Zufälligkeit bei den Kompositionen eine ebenso entscheidende Rolle wie die Farbauswahl. Ergebnis sind faszinierende, zufällig entstandene Überlagerungen von Farbblasen, die durch das Zerplatzen auf dem Papier entstehen.

Der 1954 in Krnov geborene Dokoupil hat sich bereits früh in der Kunstgeschichte einen großen Namen gemacht: Mit Martin Kippenberger, Albert und Markus Oehlen sowie A.R. Penck gehört er in den 80er Jahren zu den bedeutendsten Vertretern der Jungen Wilden.

Studiert hat er bei Hans Haacke an der Cooper Union in New York und während seiner Zeit in Köln war er Mitglied der Künstlergruppe „Mühlheimer Freiheit“. 1982 nahm Dokoupil an der documenta 7 in Kassel teil.

Ein Jahr später lehrte er als Gastprofessor an der Düsseldorfer Kunstakademie; seit 1989 unterrichtet er an der Circulo des Bellas Artes in Madrid. Jiȓí Dokoupil lebt in Berlin und Prag.

Parallel zur Vernissage in Düsseldorf erscheinen auch die ersten beiden Grafikeditionen „Goldblau“ und „Jamaica Achate“, die der Künstler gemeinsam mit der Geuer & Geuer Art verlegt.

Als grafische Werke greifen sie die Erfolgsserie der Bubbles erstmalig auf und stellen damit eine Weltpremiere dar. Auch diese Arbeiten werden im Rahmen der Ausstellung, die bis zum 21. April läuft, präsentiert.