25.01.2017 09:13 Kunstsammlung NRW

Schonungslos und gesellschaftskritisch: Otto Dix

Ausstellung Otto Dix in der Kunstsammlung NRW

Otto Dix, Liegende auf Leopardenfell, 1927, Öl auf Tafel, Herbert F. Johnson Museum of Art, Ithaca, NY © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Von: GFDK - Kunstsammlung NRW

Otto Dix (1891-1969), berühmter Maler und berüchtigter Bürgerschreck, verbrachte von Herbst 1922 bis November 1925 intensive Schaffensjahre in Düsseldorf. Als Mitglied der revolutionären Künstlergruppe Das Junge Rheinland entwickelte er seine kritische Handschrift, die ihn in der Kunst des 20. Jahrhunderts unverkennbar macht.

Dieser künstlerisch wie menschlich prägenden Phase widmet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Ausstellung Otto Dix – Der böse Blick. Gezeigt werden ca. 200 Gemälde, Aquarelle und Grafiken aus nationalen und internationalen Sammlungen.

Ausstellung in Düsseldorf

Als der mittellose Otto Dix im Oktober 1921 das erste Mal aus Dresden nach Düsseldorf kam, erhoffte er sich im Rheinland Ausstellungsmöglichkeiten und lukrative Porträtaufträge. Mit großem Ehrgeiz und noch größerer Arbeitswut entwickelte er sich in den folgenden drei Jahren vom expressiv-veristischen Dadaisten zum neusachlichen Porträtisten: Schonungslos fixierte er seine Mitmenschen auf der Leinwand.

Als er 1925 – charakterlich und künstlerisch gereift – nach Berlin ging, eilte ihm sein gesellschaftskritischer Ruf voraus. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert mit Otto Dix – Der böse Blick die erste monografische Ausstellung über diese außerordentlich produktiven Jahre des Künstlers. Im Anschluss reist die Ausstellung weiter zur Tate Liverpool.

Otto Dix – Der böse Blick

11.02. – 14.05.2017
K20 Grabbeplatz

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